Erfahrungsbericht: Microsoft Surface Book und Surface Pro 4 mit Windows 10

Ich werde immer wieder von blinden Lesern gefragt, wie denn Windows 10 so sei, ob sich der Umstieg lohnt, ob danach alles kaputt ist o. ä. Auch kommen immer wieder mal Fragen nach geeigneter Hardware. Ich habe daher vor etwa einer Woche die Gelegenheit beim Schopfe ergriffen und sowohl das Microsoft Surface Book als auch das Surface Pro 4 einem Test unter Alltagsbedingungen unterzogen. Hier ist mein Erfahrungsbericht. „Erfahrungsbericht: Microsoft Surface Book und Surface Pro 4 mit Windows 10“ weiterlesen

Meine Rückkehr zu Windows wurde rückgängig gemacht – schon vor einiger zeit

Im Februar 2014 schrieb ich einen Beitrag über meine Gründe, zu Windows zurückzukehren. Seitdem ist einiges passiert, und da ich gern Themen aufgreife bzw. aktualisiere, die ich im Blog angeschrieben habe, ist es nun mal Zeit für ein Update.

Nach meiner Entscheidung kaufte ich mir ein Lenovo-Notebook mit allen möglichen Extras. Hochgezüchteter 4-Kern-Prozessor, viel Speicher, eine SSD usw. usf. Dieser Laptop schaffte es, seine Windows-Vorinstallation nach zwei Monaten komplett zu Schrott zu fahren.

Da auch die Recovery-Partition nicht funktionierte, musste ich mir ein Microsoft-ISO von Windows 8.1 besorgen und dieses aufspielen. Es folgte ein Marathon an zusätzlichen Treiberinstallationen. Dabei brauchte ich sehende Hilfe, weil – oh Wunder! – die Soundkarte natürlich auch nicht von Haus aus funktionierte, sondern ihren eigenen Treiber benötigte.

Diese zweite Installation hielt zwar etwas länger, wurde mit der Zeit aber auch immer langsamer und langsamer und laaaaangsaaaaaaameeeeeer. Dabei hatte ich übliche Verdächtige schon längst abgeschaltet wie z. B. das Defragmentieren, das man auf einer SSD nicht benötigt. Indiziert wurde auch nichts. Ich machte auch nichts Wildes mit dem System, also keine ausgefallenen Installationen, es hatte sich keine Schadsoftware drauf verirrt usw. Das Notebook, das den Namen Schlepptop durchaus verdient, schmiss alle zwei Minuten seinen Lüfter an. Das Plastikgehäuse wurde regelmäßig dermaßen warm, obwohl ich nicht mehr tat als mal ein bisschen E-Mails zu lesen oder im Web zu surfen. Und ich hatte nicht mal Flash installiert! Drei verschiedene Twitter-Clients schrotteten in Wochenabständen ihre Datenbanken aus völlig unerklärlichen Gründen. Ich probierte drei aus, werde aber keine Namen nennen.

Anfang Oktober war ich dann dermaßen genervt, dass ich das Notebook jungfräulich aufsetzte und zum Verkauf darbot. Ich kehrte zu meinem macBook Air zurück, auf dem inzwischen die öffentliche Beta-Version von OS X Yosemite lief. Wie wir wissen, waren die ersten Releases dieser Version jedoch absolut unbrauchbar für diejenigen, die auf VoiceOver angewiesen waren. Ich installierte Windows 8.1 also in einer Bootcamp-Partition und nutzte dies noch ca. zwei Monate täglich.

Im Januar verkaufte ich dann endlich das Lenovo-Notebook, zu einem Preis, der um ca. 70% unter dem lag, was ich dafür bezahlt hatte. Und das bei Hardware, die nicht mal ein Jahr alt war! Es war der dritte oder vierte Verkaufsversuch über eBay, der dann endlich fruchtete.

Zur gleichen Zeit erschien OS X Yosemite 10.10.2, das wesentliche Bug Fixes für VoiceOver und andere Systembereiche enthielt. Ich schmiss die Bootcamp-Partition vom System, installierte Windows in einer VMware Fusion VM (für alle Fälle), und kehrte zu OS X zurück.

Mail ist immer noch nicht wirklich schön, vor allem wenn man Konversationen lesen will. Entweder gibt es keine, oder ich habe sie noch nicht gefunden, jedenfalls fehlt mir eine Möglichkeit, schnell von einer Mail zur nächsten zu wechseln, wenn ich in der Konversationsansicht bin. Zur Zeit muss ich immer zwei Schichten VoiceOver-Interaktion stoppen und in der nächsten (bzw. vorigen, weil man ja nach links zur nächst neueren geht) Mail wieder zweimal zu interagieren, um den Mailtext lesen zu können.

Safari und Chrome sind beide zum Surfen OK, Firefox ist noch nicht soweit. Das liegt aber am Accessibility-Team bei Mozilla, von dem ich ein Teil bin, nicht an OS X.

Pages hat in dem einen Jahr ziemlich dazugelernt und ist zugänglicher geworden, und sogar Microsoft macht Office 2016 für Mac jetzt zugänglich.

Der Twitter-Client meiner Wahl, Yourufukurou, ist um Längen besser als die drei, die ich unter Windows ausprobiert habe. Und auch sonst sind meine Software-Bedürfnisse gedeckt. Das geht sogar soweit, dass ich mir Anfang April nach fast drei Jahren einen Refresh des MacBook Air 11 Zoll gegönnt habe und meine beiden Vorgängermodelle, das 2011er und 2012er zusammen zu einem Preis verkauft habe, der fast 2/3 des Neupreises für dieses 2015er Modell entsprach.

Soweit also ein Update zu diesem Thema! 🙂

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