In eigener Sache: Änderungen am Blog

In den letzten Tagen habe ich einige Veränderungen an meinen Blogs vorgenommen. Da sich auch für euch als Lesende einige Änderungen ergeben und diese auch für andere Bloggende interessant sein können, habe ich sie mal zusammengefasst.

Einleitung

Die Motivation war, wie bei vielen anderen Webprojekten zur Zeit auch, die im Mai 2018 EU-weit in Kraft tretende Datenschutzgrundverordnung (DSGVO). Diese nehme ich zum Anlass, die Blogs zu verschlanken und einige bisherige Plugins durch neue, den Datenschutz deutlicher berücksichtigende, zu ersetzen. Als Inspiration diente mir unter anderem auch dieser Beitrag von Gino Cremer, von dem ich einige Vorschläge übernahm.

Spambekämpfung

Erster Kandidat zum Wechsel war Akismet, das bisher hier zur Spambekämpfung lief, aber einige Datenschutzprobleme aufwirft. Dieses habe ich durch Antispam Bee des Pluginkollektivs ersetzt. Dieses kommt schon standardmäßig mit sehr guten und datenschutzkonformen Einstellungen daher.

Es erlaubt darüber hinaus eine bessere Kontrolle, was mit Spam, der aus verschiedenen Gründen als Spam klassifiziert wurde, passieren soll. Das schont unter anderem die Datenbank, wenn man nur das aufbewahren muss, was nicht eh eindeutig als Spam erkannt wurde, aber dennoch welcher ist. Ich empfehle bei Einsatz unbedingt einen Blick in die Dokumentation, in der gut erklärt wird, wie welche Optionen zusammenhängen.

Teilen auf Social media

Eine Änderung, die schon vor längerem erfolgte, die ich aber hier der Vollständigkeit halber mit aufführe, ist das Ersetzen der Teilen-Funktionen von Jetpack durch den Shariff Wrapper. Dies sind datenschutzkonforme Teilen-Buttons, die auch noch weitere Dienste zur Verfügung stellen als es das Jetpack-Modul vermochte. Man kann z. B. Posts auf dem handy auch per Threema teilen, und seit diesem Wochenende auch auf dem alternativen Sozialen Netzwerk Mastodon.

Automatisches Veröffentlichen neuer Posts

Zum automatisierten Veröffentlichen auf Twitter (und bis vor wenigen Wochen Facebook) kam bisher ebenfalls ein Jetpack-Modul zum Einsatz. Dieses wurde durch XYZ WP Social Media Auto Publish ersetzt. Dieses erlaubt auch noch wesentlich bessere Kontrollen zur Art der Veröffentlichung auf Twitter und anderen sozialen Netzwerken wie LinkedIn, Tumblr o. ä. Es gibt auch eine freie Version für einzelne Soziale Netzwerke, die erlauben jedoch weniger Kontrollen und sind mit einem Branding versehen.

Für das Veröffentlichen auf Mastodon kommt seit kurzem Mastodon WordPress Autopost zum Einsatz.

Für die verwandten Artikel

Auch diese Jetpack-Funktion wurde durch ein unabhängiges Plugin ersetzt, nämlich Related Posts von iLen. Dieses erlaubt einige hübsche Einstellungen, um die Posts auch tatsächlich relevant zum Inhalt des ursprünglichen Beitrags zu halten.

Statistik und SEO

Auch die Statistik- und SEO-Funktionen wurden erneuert. Das Statistik-Modul von Jetpack wurde ebenfalls ersetzt, nämlich durch Statify vom Pluginkollektiv. Die Statistiken entsprechen mehr dem, was ich tatsächlich benötige und sind viel leichtgewichtiger. Klar geht mir dadurch die Historie der Jahre verloren, aber ich schaue da eh selten rein, welcher Post wie oft über die Jahre aufgerufen wird. Kurzfristige Statistiken sind da spannender.

Bei den SEO-Funktionen kam die letzten zwei Jahre das Yoast SEO, teilweise zur Probe auch in der Premium-Version, zum Einsatz, hat aber eher genervt und das Backend unglaublich verlangsamt. Durch einen Tipp vom xwolf stieß ich dann auf WP SEO. Das kostet einmalig was, für mehr als ein Blog 59,95€, ist aber ein echtes Leichtgewicht und super vorkonfiguriert. Einzige Änderung, die ich vornahm, war, eine sitemap XML-Datei erstellen zu lassen.

Weggefallene Funktionen

Die obigen Änderungen führten dazu, dass im Jetpack im Grunde nur noch zwei Module aktiv waren, nämlich die aufgeblähte Kommentarfunktion und die Likes auf wordpress.com. Ich beschloss, dass ihr und ich auf diese Funktionen auch verzichten können und habe Jetpack daher dann komplett deinstalliert. Und auf einmal war das gesamte Blog dreimal so schnell. 😉

Ihr könnt jetzt also nicht mehr per Twitter, FB, o. ä. Felder für einen Kommentar vorausfüllen lassen, sondern müsst dies wieder wie zu guten alten Zeiten händisch machen. Sorry! 😉 Und Likes von Beiträgen auf WordPress gehen auch nicht mehr, aber nach meiner Erfahrung spielen die eh keine große Rolle, die Reichweite wird sich bei diesem eh etwas spezialisierten Blog daher nicht groß verringern.

Ich selbst muss weiterhin auf einige Backend-Funktionen wie das Nutzen der WordPress-App und so etwas wie automatische Plugin-Updates verzichten. Das ist aber in Anbetracht der Vorteile sehr verschmerzbar. Vom handy gebloggt habe ich eh nie.

Fazit

Durch diese Änderungen sind meine Blogs insgesamt sehr viel schneller geworden. Sowohl das Laden von Beiträgen als auch das Arbeiten im Admin-Bereich laufen deutlich flüssiger. Gerade das Deinstallieren des Jetpack-Plugins hat, trotz fast aller deaktivierter Module, einen unglaublichen Geschwindigkeitsgewinn gebracht.

Natürlich erhebt diese Liste keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Gino hat in seinem oben verlinkten Artikel einige Funktionen genannt, die ich nie benutzt habe, z. B. das Laden von Bildern über ein CDN. Ich habe so wenig Bilder auf meinen Blogs, dass das für mich schlicht und einfach zu vernachlässigen ist.

Auch habe ich nie das Bloggen per Mail genutzt. Ich schreibe meine Blogbeiträge per Ulysses auf dem Mac oder iPad. Einen Ersatz für diese Funktionen habe ich daher nicht einmal gesucht. Es gibt aber auch Ersatzplugins hierfür, wie z. B. Postie.

Ich hoffe, ihr freut euch ebenso wie ich über das leichtgewichtigere Blog! Ich wünsche weiterhin viel Spaß beim Lesen und Stöbern!

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