Warum ein MacBook Air und ein iPad?

Nach meinem letzten Blogeintrag wurde ich gefragt, warum ich denn ein iPad und ein MacBook Air habe. Dafür gibt es diverse Gründe.

Zum einen braucht man heute immer noch einen Desktop-Mac. Ich habe schon früher darüber gebloggt, warum ich auf einen Mac noch nicht gänzlich verzichten kann. Konkret ist das z. B. die Entwicklung von Apps, die eben nur mit Xcode läuft. Auch ist für manche Seiten selbst der mobile Safari nicht geeignet, so dass man sie sich am besten an einem Rechner anschaut. Auch gibt es für detaillierte Audiobearbeitung, das Scannen und Erkennen von Dokumenten und das Importieren von CDs keine vernünftigen Apps fürs iPad.

Das iPad wiederum bietet mir durch seine Touchscreen-Bedienung für viele Dinge einen Bedienkomfort, den mir ein Mac nicht geben kann und ein iPhone wegen seiner deutlich kleineren Größe auch nicht. So ist das Lesen von im iBooks Store gekauften Büchern deutlich angenehmer, weil nicht ständig Seitenwechsel erfolgen müssen. Weiterhin gibt es nur für das iPad eine gut zugängliche Banking-Software, jedoch nicht für den Mac. Es gibt auf dem Mac zwar Bank X, aber um die Software bedienen zu können, braucht man wahrscheinlich ein abgeschlossenes Studium für diese Software. 🙂 Outbank für den Mac ist leider noch nicht mit VoiceOver kompatibel, iOutbank für das iPad hingegen sehr wohl. Ja, auch die iOutbank Pro fürs iPhone ist vollständig bedienbar, aber aus Sicherheitsgründen mache ich die Bankgeschäfte lieber nicht auf dem Gerät, auf dem auch meine mobile TAN ankommt. 😉

Weitere Apps, die ich sehr schätze, sind die WordPress-App, in der auch gerade dieser Blogeintrag entsteht, sowie TapaTalk und Forum Runner zum Lesen von Webforen. Es gibt meiner Meinung nach kein schöneres Interface zu Webforen als diese zwei sich prima ergänzenden Programme! Das E-Mail-Programm finde ich auch sehr schön gemacht, da im Querformat die Ansicht der Mails links und die Anzeige der ausgewählten Mail rechts ein sehr schnelles Navigieren ermöglicht. Das ist deutlich schneller als auf dem Mac, weil man eben nicht an den Weg der Tastatur gebunden ist, sondern mit dem Touchscreen gezielt Elemente antippen kann, ähnlich effizient wie ein Sehender mit einer Maus zielt und klickt.

Und die von Apple erwähnte Integration von VoiceOver in Maps in iOS 6, über die ich hier noch nicht näher schreiben darf, ist ein definitiv stichhaltiges Argument für ein iPad! 😉

Tja, und warum gerade ein Air? Gegenfrage: Warum nicht? Es ist klein, es ist portabel, und es reicht mir für die Leistung, die ich benötige, völlig aus. Ein Pro hat einfach zu viele Dinge, die ich nicht brauche, wie ein DVD-Laufwerk, das nicht ständig präsent sein muss. Firewire habe ich noch nie benutzt, Ethernet schon seit Ewigkeiten nicht mehr. Und SD-Karten nutze ich auch nicht. Ein Mac Mini braucht alle mögliche Peripherie und ist somit ortsgebunden. Und ein iMac? Hey, was soll ich mit so einem großen Bildschirm? 😉

Es gibt also für mich sehr gute Gründe, beides zu haben. Beide ergänzen sich perfekt, so dass ich rundum alles machen kann, was ich so im Softwarebereich tun möchte bzw. muss.

3 Gedanken zu „Warum ein MacBook Air und ein iPad?“

  1. Hallo!
    Als sehbehinderter habe ich das Problem beim Mac, dass ich es nicht weit genug öffnen kann umglänz nahe an den Bildschirm zu kommen.
    Wäre interessant,ob man da mrchanisch etwas machen könnte,
    Näher liegend wäre die Nutzung g des iPad als zweiten Bildschirm. Dafür gibt es mehrerre Apps. Bisher war mir aber der Zeitaufeand zu gross.
    Müsste eigentlich eine tolle Sache sein.
    Gruß
    Heinz Mehrlich

  2. Hallo Heinz,

    das Problem ist einfach, dass Apple bei Mac OS X die Bedürfnisse von Sehbehinderten total ignoriert. Die Qualität der Schriftvergrößerung ist steinzeitlich, die Cursorverfolgung wackelig – nicht zu vergleichen mit einem aktuellen Zoomtext oder Supernova unter Windows. Diese Politik von Apple ist umso unverständlicher als die Vergrößerung bei iOS-Geräten so gut ist und Apple immer wieder behauptet, bei OS X von iOS zu lernen. Naja, vielleicht tut sich ja bei Mountain Lion in dieser Beziehung endlich mal was.

    Viele Grüße,
    Harald

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