Ausprobiert und für gut befunden. Das ZAGGfolio iPad Keyboard Case

Schon mehrere Monate lang suchte ich nach einer Möglichkeit, mein iPad 2 und eine Bluetooth-Tastatur so miteinander zu kombinieren, dass ich diese Kombination überall einsetzen kann. Dabei sollte es egal sein, ob ich das iPad auf dem Schoß habe oder auf einem Tisch vor mir. Die Konstruktion sollte also stabil sein und doch so portabel, dass man sie überall einsetzen kann.

Mein erster Versuch war die Tastaturhülle „Origami Workstation“ für das Apple Wireless Keyboard von Incase. Dieses kann man aufklappen und so hinten mit Klettverschlüssen fixieren, dass man das iPad hineinstellen kann. Diese Kombination ist jedoch sehr wackelig. Auf dem Tisch funktioniert sie gut, auf dem Schoß gar nicht. Mir ist das iPad einmal fast runtergefallen. Auch störten die Halterungen für das Keyboard, die teilweise den Bildschirm berührten und hier ungewollt kapazitiv tätig wurden, also Tipps auf dem unteren Bildschirmrand auslösten.

Der zweite Versuch war das Logitech iPad Keyboard Case. Die Tastatur befindet sich in einem Alu-Deckel, die Rückseite des iPads liegt frei, und die Kombination ist eigentlich auch schön zu tragen. Allerdings steht das iPad frei in einer dafür vorgesehenen Schiene und hat im Rücken nichts mehr, das es stützt. Die Folge: Bei leichten Erschütterungen, die beim Tippen unweigerlich entstehen, rutscht es ganz langsam immer weiter aus der Schiene, bis es nach hinten rüber fällt.

Ein blinder Bekannter aus den USA gab mir dann den Tipp, mir mal das ZAGGfolio iPad Keyboard Case anzuschauen. Nach kurzer Recherche fand ich heraus, dass dieses u. a. von Expansys nach Deutschland importiert wird. Ich versicherte mich, dass es eine kulante Geld-Zurück-Garantie gab und bestellte das oben verlinkte Modell für das iPad 2. Dieses musste importiert werden und wurde mit 10 Tagen Lieferzeit angekündigt. Nach fünf war es hier.

Schon der erste Eindruck war sehr positiv: Die Verpackung war stylisch und solide. Das Auspacken gestaltete sich überhaupt nicht schwierig. Das iPad einsetzen war sehr intuitiv möglich: Man schiebt es in eine dafür vorgesehene Kunststoffschiene, die es oben ganz und links und rechts bis zur Hälfte des Gehäuses umschließt.

Das zugeklappte iPad-Case mit enthaltenem iPad

Und schon stand es vor mir. Im zugeklappten Zustand rastet eine Verriegelung ein, die sich sehr solide anfühlt. Gleichzeitig wird das iPad gesperrt, ähnlich wie beim Smart Cover, wenn dies zugeklappt wird.

Seitenansicht des aufgeklappten iPad Case mit iPad und Tastatur.

Klappt man das iPad auf, wird es im Querformat etwa bis zur Hälfte von dem oben erwähnten stabilen Kunststoffrahmen gehalten. Der Rücken aus Kunstleder ist unten flexibel, so dass man es bequem kippen kann, um es in die vorgesehene Halterungsschiene zu stellen. Das iPad wird vom Rücken her zu etwa zwei Dritteln abgestützt. Die übrige Stütze kommt vom faltbaren Rest des Cases. Die Sache steht sehr stabil.

Die Tastatur schreibt sich überaus angenehm. Sie ist normal groß, ungefähr so wie die des Apple Wireless Keyboard. Der Druckpunkt ist angenehm, die Tasten fühlen sich nicht wabbelig an.

Für manche Sehende dürfte es jedoch einen Wehrmutstropfen geben: Das Tastaturlayout der Kappen ist ausschließlich in englisch zu bekommen. Welche Taste was tut, hängt letztlich aber vom in iOS eingestellten Tastaturlayout ab. Das, was man auf den Kappen sieht, ist also nicht zwangsläufig auch das, was am Bildschirm erscheint, wenn man es drückt. Für Blindschreiber oder blinde Anwender völlig egal, für Leute, die die visuelle Stütze brauchen, eher schwierig. 🙂

Nach längerer Benutzung kann ich sagen, dass ich im ZAGGfolio Keyboard Case für das iPad 2 endlich meine Traumkombination gefunden habe. Zugeklappt ist es schön portabel und fühlt sich vom Kunstleder her auch edel an. Aufgeklappt ist es stabil und tut sehr gut, was es soll. Die ins gesamt 109 Euro sind definitiv keine Fehlinvestition gewesen!

Dieser Blogeintrag wurde übrigens auf dem iPad mit dem ZAGGfolio geschrieben. 🙂

5 Gedanken zu „Ausprobiert und für gut befunden. Das ZAGGfolio iPad Keyboard Case“

  1. Zum einen läuft das iPad länger als das Air. Zum zweiten gibt es für den Mac zur Zeit keine vernünftig mit VoiceOver bedienbare Online-Banking-Lösung, die man auch ansonsten bedienen kann. Bank X geht wohl, wenn man studiert hat, wie diese Software zu bedienen ist. Und auch ansonsten bin ich halt auch gern mit dem iPad unterwegs. Bin am Testen von iOS 6 Beta, und da kommen ein paar nette Features, über die ich noch nichts sagen kann, die für mich ein iPad in bestimmten Situationen aber immer zu dem Tool der Wahl machen werden.

    Und iBooks lese ich auch am liebsten auf dem iPad. Fürs Air gibt’s die nicht, und auf dem iPhone haben Bücher zu viele störende Seitenwechsel.

    Es gibt also genug Gründe, beides zu haben. 😉

  2. Hm?
    iPad + Hardware-Tastatur das bessere Air? Wozu also dann noch ein Air?
    Ja nee is klar – das war provozierend. Aber vielleicht mal eine Idee für einen Artikel:
    iPad + HW-Tastatur vs. Air?

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