Verkleinerte vollwertige Mobilversion ist eingezogen

Vor einem Monat und einem Tag bloggte ich darüber, ob ich bereits auf den Mac verzichten könnte. Die Antwort für mich lautete damals eindeutig nein.

 

Damit war das Thema für mich aber noch nicht erledigt. Ich hatte das Gefühl, das was ich habe, ist zu groß, zu schwer, zu behäbig. Es war ein MacBook Pro 13″, von dem ich diverse Teile der Hardwareausstattung noch nie benutzt hatte:

 

  • Ich habe noch nie in diesem Leben einen Firewire-Anschluss benutzt. Ich habe meines Wissens nach noch nie ein Firewire-Kabel in der Hand gehabt.
  • ich habe keine SD-Karten, die ich in den dafür vorgesehenen Schlitz stecken könnte.
  • Wie groß ein Bildschirm ist, interessiert mich als Blinden nun wirklich nicht. Hauptsache, die Tastatur hat die richtige Größe und ist nicht limitiert oder so klein, dass ich mit meinen dicken Fingern darauf nicht mehr schreiben kann. 😉
  • Das Kensington-Schloss zur Diebstahlsperre habe ich auch noch nie gebraucht. Wenn ich das Notebook unterwegs nutze, habe ich es immer „am Man“, in einer dafür vorgesehenen Tasche. Das Stehlen dieser Tasche verhindert auch so ein Kensington-Diebstahlschloss nicht.
  • Ein Superdrive nutze ich zwar regelmäßiger, aber nicht so regelmäßig, dass ich es ständig bei mir haben müsste.
  • 2 kg sind 2 kg sind 2 kg.

Der Entschluss stand fest: ich wollte mich verkleinern. Eine schnelle Analyse ergab, dass ich weiterhin beim Mac bleiben wollte, das Gerät aber kleiner und leistungsfähig sein sollte.

 

Der Zufall wollte es, dass ein Bekannter sich mit einem Problem an mich wandte, das er durch Verdrehen einer Einstellung in den Systemeinstellungen, Tastatur, verursacht hatte. Er kam bei mir vorbei und hatte sein „Problemkind“, das MacBook Air 11″, natürlich dabei. Dies gab mir die Gelegenheit, etwas länger mit diesem kleinsten Notebook aus dem hause Apple zu arbeiten.

 

Die Tastatur ist vollwertig und schreibt sich flüssig. Das Gerät ist schön leicht und passt genau auf meinen Schoß. Die Leistung war nicht nur akzeptabel, sondern das Gerät lief sehr rund.

 

Einige weitere Gespräche bestätigten, dass die mir zuerst etwas mager vorgekommenen 4 GB Arbeitsspeicher durch den schnellen Flash-Speicher wettgemacht werden, sollte das MacBook mal in die Verlegenheit kommen, Speicherinhalte auslagern zu müssen.

 

Ich entschloss mich also, mir selbst ein MacBook Air 11″ zu bestellen. Ich nahm noch einige Veränderungen an der Konfiguration vor. Zum einen wollte ich den schnellsten verfügbaren Core I7-Prozessor haben, zum anderen die höchste verfügbare Flash-Speicher-Kapazität von 256 GB.

 

Das MacBook Air kam ein paar Tage später und klebt seitdem förmlich an mir fest. Es ist absolut „mein“ Notebook: Schnell, schreibt sich sehr flüssig, wird nicht warm, ist zuverlässig, der Akku hält mindestens die 5 versprochenen Stunden durch, es ist leicht, es ist Portable, und es kommt mir sogar in Teilen leistungsfähiger vor als das MacBook Pro, das ich von der Firma bekommen habe und das ebenfalls ein SSD-Laufwerk enthält. Ob die Tatsache, dass die Flash-Speicher im Air direkt verdrahtet sind, während im Pro eine SSD-Platte in üblicher 2,5″-Bauweise benutzt wird, entzieht sich meiner Kenntnis. Der subjektive Eindruck ist jedenfalls der, dass das Air flüssiger läuft. Sogar Windows 7 in einer virtuellen Maschine mit VMware Fusion läuft so flüssig wie es nie auf meinem alten „echten“ PC gelaufen ist.

 

Ich bereue den Kauf keinesfalls und habe das für mich beste Notebook gefunden. Es entspricht meinen Erwartungen bzw. übertrifft diese sogar noch, es hat die Möglichkeit, alle Apps, die ich brauche, auszuführen, es ist mir ein zuverlässiger mobiler Partner für all meine privaten Rechnerbedürfnisse.

Ein Gedanke zu „Verkleinerte vollwertige Mobilversion ist eingezogen“

  1. Moin,

    ich hatte es doch irgendwie geahnt, daß mein Besuch bei Dir mit dem MacBook Air bei Dir eine Entscheidung ausgelöst hat. Das ging ja rasend schnell, bis das neue Teil bei Dir auf dem Tisch lag. 😉

    Gruß
    Holger

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