Barrierefreiheits-Supergau beim Online-Banking der Sparda-Bank

[Update vom 26.11.2013: Die Umstellung auf das SEPA-System hat die Rechenzentren von Sparda- und Netbank am 23.10.2013 dazu veranlasst, das Classic Banking nun doch endgültig abzuschalten, ohne einen barrierefreien Ersatz zu schaffen. Stattdessen sollen blinde Anwender eine zugängliche Windows-Online-Banking-App nutzen. Dies ist natürlich eine völlig unzulängliche Forderung, da a) nicht alle Blinden willens oder bereit sind, unter Windows zu arbeiten und b) dies mal wieder eine Insellösung ist, die im Jahr 2013 schlicht inakzeptabel ist. Daher gibt es jetzt eine Petition, die die Sparda-Banken auffordert, endlich eine barrierefreie Web-Lösung zu schaffen, an der alle teilhaben können. Ich möchte alle Leser dieses Blogs bitten, diese Petition mitzuzeichnen und sie auch weiterzuverbreiten, damit bei Übergabe der Unterschriften eine möglichst große Zahl präsentiert werden kann! Danke für eure Unterstützung!

Die Sparda-Bank Hamburg hat ein neues Online-Banking bekommen. Als ich mich dort heute morgen einloggen wollte, erlebte ich eine böse Überraschung.

Das erste, was ich bemerkte, war, dass der Login-Button auf der neuen Startseite des Online-Banking mir als „/portalstatic/spm/gfx/style/buttons/buttonFlach_Jetzt_einloggen.png [Schalter]“ vorgelesen wurde. Sämtliche Labels waren den Eingabefeldern aber weiterhin korrekt zugeordnet, und sogar das Audio-Captcha zur Eingabe des Sicherheitscodes war weiterhin vorhanden.

Nachdem ich das Login durchgeführt hatte, erwartete mich dann aber die richtig böse Überraschung. Die ganze Seite ist gepflastert mit grafischen Links, die sich so oder ähnlich anhören: „04_SB8K8xLLM9MSSzPy8xBz9CP0os3gDU3cvAw93IwP3EFMTA08LH0NzC19jAwNfI_2CbEdFAH8_-FQ! [Grafik Link]“. Wenn mir daraus jemand ableiten kann, was dieser spezielle Link tut, ist er/sie gut! 🙂

Ich schrieb daraufhin eine Mail an das Service-Team.

Nachdem ich dann auf Twitter mehrere Beobachtungen mitgeteilt hatte und auch unverholen mein Entsetzen über dieses Bremsen von 100% auf 0% Barrierefreiheit zum Ausdruck gebracht hatte, erhielt ich diesen Hinweis von der Sparda-Bank Nürnberg:

@MarcoZehe den barrierefreien Zugang zum SpardaNet-Banking gibt es bei Bedarf weiterhin. Kurze Mail an den Support dann gibt es den Link.

Es stellte sich heraus, dass die Mail an den Support nicht notwendig war. Auf der oben bereits erwähnten neuen Startseite des „modernen“ Sparda Banking gibt es folgenden Absatz: „Hier melden Sie sich für kurze Zeit noch im Classic Banking an.“ Es folgt ein grafisch nicht korrekt ausgezeichneter Link zum bisher gewohnten Banking.

Wer aufmerksam gelesen hat, dem ist das „für kurze Zeit“ in dem obigen Zitat nicht entgangen! Wie lang wird diese Zeit sein? Ein Monat? Sechs Monate? Ein Jahr? Eine Woche?

Und nun kommen wir zum eigentlichen Grund, warum dieser Relaunch des Online-Bankings ein technischer und PR-mäßiger Super-Gau ist.

Wir schreiben das Jahr 2010. Seit über 10 Jahren predigen Organisationen wie von der Aktion Mensch und viele engagierte und technisch sehr gute Webentwickler und -agenturen die Standards der Barrierefreiheit im Webdesign und der Webprogrammierung. Seit 1999 gibt es die WCAG 1.0 des W3C, die im Dezember 2008 durch die WCAG 2.0 ersetzt wurden. Die BITV 1.0 soll noch in diesem Jahr durch die BITV 2.0 ersetzt werden. Unternehmen wie Amazon.de haben es seit Jahren nicht mehr nötig, alternative Textversionen für ihre Angebote anzubieten.

Und hier kommt ein Relaunch, der eine 100%ige Rückwärtsrolle von einem vorbildlichen(!) Online-Banking hin zu einem tut, der für Anwender assistiver Technologien überhaupt nicht mehr bedienbar ist. Und ein Verweis auf eine Alternativfersion, die der vorbildlichen Vorversion entspricht, von der aber nicht klar ist, wie lange diese tatsächlich noch weiter existieren bzw. gepflegt werden wird.

Zum einen ist es schon immer betriebswirtschaftlich und organisatorisch sehr unklug gewesen, Alternativversionen für bestimmte Personenkreise zur Verfügung zu stellen. Die Erfahrung zeigt, dass diese alternativen Angebote gern bei Aktualisierungen vergessen werden. Nun ist diese Aktualisierung bei einem Onlinebanking-Portal vielleicht nicht ganz so häufig wie z. B. auf einer Seite wie Amazon oder irgendeinem Newsportal. Aber es bleibt das Gefühl, man könnte was verpassen. Den größten Gau in diesem Bereich leistet sich GoogleMail, wo nämlich die für Blinde konzipierte HTML-Version viele(!) der Features des Standard-Interface komplett nicht zur Verfügung stellt.

Zweitens ist es betriebswirtschaftlich schlicht unvernünftig, im Jahr 2010 die Barrierefreiheit nicht gleich ins Grundkonzept mit aufzunehmen. Die Gesellschaft wird immer älter, und die Barrierefreiheit betrifft nicht nur Blinde, sondern Menschen mit allen möglichen Einschränkungen, von denen viele mit zunehmendem Alter auftreten. Weiterhin kommen immer mehr Senioren ins Netz, die darauf angewiesen sind, dass sie mit ihren Möglichkeiten der Maus- und Tastaturbedienung die Angebote bedienen können. Und auch Pensionäre machen Online-Banking! Und ich wage mal die Behauptung, dass die Damen und Herren im Management, die diese Entscheidungen die Sparda-Bank betreffend zu fällen haben, entweder schon selbst in einem Alter sind, wo diese Aussagen bald zutreffen könnten, oder Eltern haben, bei denen sie diese Notwendigkeit beobachten können. Man muss keine Menschen mit Behinderungen kennen, man braucht sich nur in der eigenen Familie oder Verwandtschaft umschauen!

Eine Agentur mit entsprechendem Know-How hätte das neue Online-Banking von vornherein barrierefrei gestalten können, und es hätte trotzdem „chic“ ausgesehen. Diese Agenturen gibt es in Deutschland. Hier wurde jedoch offensichtlich eine Agentur gewählt, die dieses Know-How entweder nicht besitzt oder die Wichtigkeit einer inklusiven Vorgehensweise nicht herausgestellt hat. Initial wäre das Angebot vielleicht etwas teurer geworden. Aber das, was da jetzt betrieben werden muss, ist auf lange Sicht teurer:

Entweder lässt man den barrierefreien Zugang unbegrenzt(!) weiterlaufen und muss so immer zwei Angebote auf dem aktuellen Stand halten.

Oder man muss die Barrierefreiheit jetzt per Flickschusterei nachrüsten, also eine des Projektes einleiten, um irgendwann den barrierefreien Zugang abschalten und die Phase 2 des neuen, dann barrierefreien Zugangs, ersetzen zu können. Eine Phase 2 kostet immer mehr Geld als eine inkludierende Vorgehensweise gekostet hätte.

Bis zum Tag diesses Relaunches war die Sparda-Bank ein Vorbild an Barrierefreiheit, von dem sich so manch andere Bank in Deutschland mindestens eine dicke Scheibe hätte abschneiden können. Unter anderem deshalb habe ich die Sparda auch zu meiner hausbank erklärt.

Ich fordere die Verantwortlichen hiermit auf, zu dieser Vorbildfunktion zurückzukehren und dieses Onlinebanking-Portal barrierefrei gestalten zu lassen. Denn noch muss ich davon ausgehen, dass der von mir oben zitierte Satz von der Startseite ernstzunehmen ist und der Classic-Zugang tatsächlich nicht ewig bestehen bleibt. Und in diesem Moment wären diverse Kunden von der Teilhabe am Geschäftsleben über die Sparda-Bank ausgeschlossen!

P.S.: Während ich diesen Artikel schrieb, erhielt ich eine Antwort vom Service-Team mit dem Link zum Classic-Banking. Im Gegensatz zur oben zitierten Startseite war hier, wie auch in der zitierten Twitter-Antwort, nicht die Rede von einerzeitlichen Begrenzung.

55 Gedanken zu „Barrierefreiheits-Supergau beim Online-Banking der Sparda-Bank“

  1. Sehr geehrter Herr Zehe,

    Sie richten sich mit Ihren Ausführungen zwar in erster Linie an die Sparda-Bank Hamburg. Für die anderen Sparda-Banken in Deutschland erfolgt der Relaunch aber sukzessive auch bzw. ist teilweise schon erfolgt.

    Barrierefreiheit ist der Gruppe der Sparda-Banken selbstverständlich nach wie vor ein Anliegen. Der barrierefreie Zugang zum SpardaNet-Banking wird bestehen bleiben. Dies war auch in den Planungen zum Relaunch von Beginn an so vorgesehen.

    Bitte entschuldigen Sie dass der zitierte Hinweis „..für kurze Zeit…“ zur Annahme verleiten konnte dass es zukünftig bei uns kein barrierefreies Online-Banking mehr gäbe. Damit möchten wir Menschen ohne Sehbehinderung beim Wechsel auf die neue, zugegeben deutlich grafik-lastigere Version in einer Übergangszeit einen gleitenden Umstieg ermöglichen.

    Auch wenn dieser Hinweis auf der Startseite nicht unbegrenzt bestehen bleibt wird es das barrierefreie Banking weiter geben. Ob wir den bisherigen, von Ihnen als „vorbildlich“ empfundenen Zugang dann explizit „barrierefrei“ nennen und auf der Startseite anbieten, oder ob die richtige Lösung der Versand eines entsprechenden Links auf Nachfrage ist, das werden wir – auch aus Ihrem Blog – lernen.

    Herzlichen Dank für die offene Kommunikation.

    Mario Kraus
    Leiter Medialer Vertrieb
    Sparda-Bank Nürnberg eG

  2. Auch, wenn man nicht auf einen barrierefreien Zugang angewiesen ist, ist das neue Interface ziemlich unglücklich. Es ist jetzt mit Grafiken vollgepropft und hat dadurch deutlich an Nutzbarkeit und Übersichtlichkeit verloren.

    Wenn ich mir zum Beispiel die Kontobewegungen anschauen will, hatte ich die früher übersichtlich als Tabelle mit allen Buchungen auf einen Blick. Jetzt sehe ich die Buchungen nur noch teilweise, eine schnelle Übersicht gibt es nicht mehr.

    Bei diesem „Relaunch“ ist meiner Meinung nach nicht nur die Barrierefreiheit in die Hose gegangen. Das ganze neue Interface ist überladen und unpraktisch. Häßlich finde ich es noch dazu, aber da das Geschmackssache ist, könnte ich damit noch leben. Jetzt benutze ich – so lange es noch geht – das Classic Interface.

  3. Gerade bei etwas so sensiblem wie einem Online-Banking-Bereich ist man doch sowieso besser beraten, nüchterne und grafisch reduzierte Layouts zu etablieren, die dann auch entsprechend einfach barrierefrei umgesetzt werden können. Ich verstehe nicht, wie man dieses wirklich einfache Handwerk nicht anwendet, und statt einem seriösen unifizierten Bankingzugang eine seltsame Hybridlösung auffährt, die Teile der Kundschaft separiert und damit diskriminiert. Uncool.

  4. Es bestätigt sich leider immer wieder der Eindruck, dass Barrierefreiheit meistens immer noch als lästiges Übel angesehen wird. Das erlebt man doch ständig, ob bei Websites, bei denen in jedes Fettnäpfchen getreten wurde, bei iPhone-Apps, die nicht mit VoiceOver kompatibel sind oder bei Gebäuden, wo mal eben schnell noch eine Rampe an den Eingang gepfuscht wurde, im Glauben, damit sei dann alles nötige und mögliche „für die Behinderten“ getan. Die Alternativ-Website ist die hingepfuschte Rampe des Internets.

  5. Wo ist denn hier bitte der Supergau???

    Eine Bank hat ein neues, für sehen-könnende Menschen echt schönes Online-Banking gelauncht. Diese Bank hat für sehbehinderte Menschen einen Weg gewählt der toll ist: Sie hat für diese Menschen alles gelassen wie sie es gewohnt sind. Prima also null Barriere. Das kostet die Bank etwas mehr (zwei Systeme) bringt dem Sehbehinderten aber null Stress.

    Und dann kommt einer der sich (so könnte man denken) im Namen der Blinden äußert und zieht diese Bank so richtig durch den Kakao! Das finde ich nicht fair. Ganz im Gegenteil zur Sparda-Bank. Die nennt sich nicht nur „freundlich und fair“ sondern reagiert auch hier noch freundlich.

    Lieber Herr Zehe,
    wenn ich mal nach Ihrem Vorbild Verbesserungsvorschläge äußern darf, dann fordere ich Sie unverzüglich auf durch Anpassung der Überschrift in diesem Blogg klarzustellen dass hier bei der Sparda-Bank KEIN Supergau passiert ist.

    Ich kann sehen und ich bin dankbar dafür. Und ich meine dass das Online-Banking was ich seit zwei Wochen bei der Sparda-Bank sehe sehr gelungen ist, gerade wegen der vielen Grafiken, Einstellungsmöglichkeiten, Bilder. Das ist echt modern. Glückwunsch, Sparda-Bank! Ich habe auch Mitleid mit und Verständnis für Sehbehinderte Menschen. Aber keiner bei der Sparda-Bank hat irgend einem Blinden etwas getan. Sie bloggen hier gegen ein Unternehmen, damit auch gegen die Mitarbeiter die aufgrund solch eines „PR-Supergaus“ um ihre Arbeitsplätze fürchten dürfen. Das ist nicht fair! Nehmen auch Sie bitte einmal Rücksicht. Von anderen erwarten Sie das doch auch.

  6. Also bitte, Herr Schwarz! Weil eine große Institution hier hart, aber sachlich kritisiert wird, müssen deren Angestellte um ihre Arbeitsplätze fürchten? Ihren Hang zu dramatischen Übertreibung in allen Ehren; aber das glauben Sie ja wohl selbst nicht.

    Zur Sache: Den sehenden Bankkunden möchte hier niemand die neuen Grafiken wegnehmen. Es geht ja gerade darum, dass eine Website grafisch ansprechend UND barrierefrei sein sollte. Das umzusetzen ist auch kein Hexenwerk, wenn man es von Anfang mit berücksichtigt.

  7. „Ich habe auch Mitleid mit und Verständnis für Sehbehinderte Menschen“
    Solch eine Bemerkung ist beschämend.
    Ich bin zwar nicht Kunden bei der Sparda-Bank aber ich wage es zu behaupten,
    dass ein graphisch lästige Seite auf für normal sehende nicht optimal ist, z.B. wenn sie kein Breitband Anschluss besitzen. Ergonomie ist mit Sicherheit auch nicht berücksichtigt gewesen.
    Die Seite http://www.sparda-bank.de ist schon ein Beispiel für ein schlecht durchdachte Unterstützung:
    – Schrift zu klein
    – Mit der Nase am Bildschirm kann ich entdecken, dass eine Vergrößerungs- Verkleinerungsmöglichkeit vorhanden ist, also ein Klick auf +, und was kommt ? nur klein geschriebene Hinweisen.
    – Über das Bild unten recht sind Links vorhanden. die zwei untersten sind unvollständig. Statt Festgeld steht festaeld und Jugengiro verkommt zu Juaendairo.

    Über ein berechtigten Blog sich ärgern und die eigene Hausaufgaben nicht ordentlich zu bewältigen, dies verstehe ich nicht.

    Jean-Jacques Sarton

  8. Also beschämend wollte ich nicht wirken, das tut mir leid. Dann bin ich wohl hier der zweite der aus Sicht eines anderen den richtigen Ton nicht so ganz getroffen hat.
    Ich wollte nur zum Ausdruck bringen dass es natürlich wichtig – also heutzutege hoffentlich „normal“ ist barrierefrei zu arbeiten. Und das haben die doch recht gut hingekriegt.
    „Hart kritisiert“ trifft es wohl recht gut. „Supergau“ finde ich aber noch immer recht hoch gegriffen.

  9. Guten Tag,

    ich schrieb auch, dass die Einstiegsseite der Sparda-Bank nicht Barriere arm ist.
    WCAG 2. wird nicht Rechnung getragen, also sind die Seiten nicht Kundenfreundlich.

    „Und das haben die doch recht gut hingekriegt.“ kann ich in keiner weise beipflichten.

  10. Hallo – es gibt immer verschiedene Sichtweisen (bei sehenden und sehbehinderten) – wenn ich mir die Webseiten von Banken ansehe dann ist der Sparda Banken auf jeden Fall sehr übersichtlich und gut gelungen – da gibts wirklich schlimmeres.

    V einem „Supergau“ als Titel zu schreiben ist für mich nicht mehr sachlich und beleidigt auch viele Mitarbeiter des Unternehmens – dazu zähle ich mich auch…..

    Zudem wird für die Gruppe der Sebehinderten das „alte“ Banking weiterhin angeboten – warum deshalb diese harte Kritik ?! Irgendwie nicht ganz fair……

  11. Einige verstehen hier wohl nicht um was es geht. Herr Zehe spricht vom NetBanking der Sparda-Bank und nicht von der Internet-Seite. Und über das NetBanking schreibt er, das es im Gegensatz zur Vorversion nicht mehr barrierefrei ist. Auch als Sehender kann man das neue NetBanking, oder wenn man zum Sparda-Wording übergehen will, Modern-Banking, kritisieren. Man braucht nur das Classic-banking gegen das Modern-Banking gegeneinander zu vergleichen. Man muss kein Usability-Experte sein um festzustellen, das das Classic-Banking nach Usability-Gesichtspunkten gewinnt.
    Da hat jemand versucht, die Benutzerführung von Web2.0-Seiten und iPhone zusammenzuwurschteln.
    Warum das Modern-Banking bei einer Bank-Onlineanwendung soviel JavaScript einsetzen muss, erklärt sich mir nicht. Früher hat man JavaScript aus Sicherheitsgründen wie Pest und Pickel gemieden. Heute ist das wohl State-of-the-Art.
    Ich hoffe für die Sparda, das da kein Sicherheitsgau draus wird.

  12. Ich denke schon dass verstanden wurde worum es geht. Zumindest kenne ich in der Lage den Unterschied zwischen Netbanking und Internetauftritt von Sparda zu unterscheiden. Gerade Usability Experten würden sicher dem Modern-Banking einen deutlichen Vorzug vor dem Classic-Banking geben – es werden beispielsweise aktiv nur die Funktionen angezeigt die auch wirklich sinnvoll sind und die Überweisung läßt automatisch die Empfänger erscheinen – wo gibt es das noch ? – nur in Offline Clients. Zudem läßt sich anhand der besseren und intuitiveren Nutzerführung nachvollziehen, das die neue Anwendung durchaus einfach und schnell zu bedienen ist. Das Thema Java-Script ist schon lange kein Thema mehr – kaum eine Internetseit würde im Internet ohne Java-Script noch funktionieren und sicherheitsmäßig ist das beherrschbar. Zudem verstehe ich immer noch nicht weshalb sich so über das modern-Banking aufgeregt wird, wo doch die Classic-Anwendung für besondere Nutzergruppen nach wie vor zur Verfügung steht.
    Meiner Meinung nach sollte aus Sicht der Benutzergruppe der Sehbehinderten das beurteilt werden, was für diese Nutzergruppe zur Verfügung steht das Classic-Banking und nicht eine Anwendung die nach aktuellen Möglichkeiten und Erkenntnissen der Bank erstellt wurde und offensichtlich nicht das Barrierefreiheitsziel hatte.

  13. Hallo Dundo,

    ich greife ganz gezielt mal einige Punkte aus Deinem letzten Kommentar auf, um an ihnen zu zeigen, wo das eigentliche Problem liegt. Dein Kommentar macht es nämlich sehr deutlich:

    Das Thema Java-Script ist schon lange kein Thema mehr – kaum eine Internetseit würde im Internet ohne Java-Script noch funktionieren und sicherheitsmäßig ist das beherrschbar.

    Die BITV 1.0, die JavaScript noch als „böse“ und „zu vermeiden“ darstellt, ist hoffnungslos veraltet und wird, so denn die Politiker mal in die Hufe kommen und nicht dauernd zurücktreten, noch in diesem Jahr verabschiedet. Diese basiert auf der WCAG 2.0, welche JavaScript als Technologie ausdrücklich nicht mehr ausschließt. Der Mythos, dass eine JavaScript-Anwendung zwangsläufig nicht barrierefrei ist, ist längst widerlegt und von mir in einem englischen Blogbeitrag schon vor über zwei Jahren thematisiert worden.

    Zudem verstehe ich immer noch nicht weshalb sich so über das modern-Banking aufgeregt wird, wo doch die Classic-Anwendung für besondere Nutzergruppen nach wie vor zur Verfügung steht.

    Du schreibst selbst, dass das Modern Banking usability-mäßig einige Vorzüge bietet und „weniger überladen“ ist bzw. nur die tatsächlich zurVerfügung stehenden Funktionen anbietet. GENAU DAS ist es aber auch, was jedem Blinden oder anderweitig behinderten Benutzer ebenfalls helfen würde! Die Aussortierung, die besondere Behandlung ist genau das Problem. Denn sie ist es, die die Diskriminierung darstellt. Richtig, es gibt das besondere Angebot des Classic Banking weiterhin. Aber mir wird die bessere Usability vorenthalten. Es wurde sich AKTIV dafür entschieden, dass – und hier zitiere ich Dich erneut – der neue Onlinebanking-Auftritt „offensichtlich nicht das Barrierefreiheitsziel hatte.“

    Und ich wiederhole mich: Es bleibt das Gefühl, dass man auf die Gnade irgendeines weit entfernten Managers bauen muss, der jederzeit entscheiden kann, dass für das Classic Banking in einer Woche, einem Nonat, 6 Monaten oder einem Jahr der Stecker gezogen wird. Und DAS ist definitiv nicht gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben!

  14. Vielen Dank für dein Feedback – das ist auf jeden Fall eine gute Diskussion. Bei Javascript sind wir uns dann prinzipiell einig, dass dies nicht kritisch ist, sondern aus vor allem auf das „wie“ bei der Verwendung dieser Technologie ankommt. Ich bein kein Technikspezialist aber auch kein blutiger Laie – prinzipiell stelle ich in meinem Browser „Javascript“ auf JA – da ansonsten wirklich so gut wie nichts geht (kein Amazon, kein ebay etc.). Insofern kann eine Javascript Anwendung durchaus barrierefrei sein – aber was ist dann mit den anderen Objekten wie Flash oder andere Videoformate – dass kann ich nicht beurteilen.

    Zum zweiten Teil – da hast du sicher recht- das Thema muss die Bank für sich entscheiden. Zum Thema Diskriminierung habe ich einen etwas anderen Standpunkt – ich bin selbst zu 60 % Schwerbehindert – allerdings nicht sehbehindert – nun Messe ich vielem im alltäglichem Leben eine hohe Bedeutung bei – aber ich sehe es nicht so, dass jede Firma oder Bank alls wirtschaftliche tun muss um allem gerecht zu werden. Das schafft keine Firma und Gesetze werden da auch nur bedingt helfen. Trotzdem teile ich deine Meinung dass es wichtig ist Institutionen und Firmen auf die Notwendigkeit hinzuweisen besondere Nutzergruppen in Ihrem Handeln zu berücksichtigen. Deshalb vielen Dank für deine Ausführungen – vielleicht trägt dieser Blog ja dazu bei.

    Nur um das abschliessend zu sagen – „supergau“ ist für mich einfach eine Wortwahl die nicht passend ist – auch bei dem Blog Artikel zur Deutschen Bank etwas früher war auch eine Wortwahl die ich einfach nicht für angebracht halte.

    Jetzt blende ich mich wieder aus – muss jetzt in die Arbeit……

  15. Ich hatte mit die Haupt-Seite der Sparda Bank angeschaut. Was ich dort nicht für gut befand gilt zwar nicht unbedingt für das Demo Konto der Sparda Bank Hamburg, dafür ist die Seite nur mit Maus bedienbar. Motorisch behinderten Menschen habe hier das Nachsehen.
    Mein Eindruck ist, dass die Sparda-Bank gut beraten wäre das Thema neu aufzurollen und jegliche Diskriminierungen aus deren Internetseiten verbannen sollte.

  16. @Johannes Schwarz: Ich fühle mich total geehrt, dein MItleid zu haben;-) Ich darf mal kurz von meiner Sparkasse KölnBonn berichten: Die barrierefreie Banking-Seite ist regelmäßig nicht einsatzfähig. Ich darf dann eine Mail an deren Support schreiben, die zugebenermaßen schnell darauf reagieren. Ich habe allerdings festgestellt, dass die normale Banking-Seite Funktionen enthält, die der barrierefreie Auftritt nicht hat. Z. b. die Verwaltung von Daueraufträgen. Soll ich das jetzt gut finden, dass mir die Sparkasse die komplexen Funktionen vorenthält, weil ich nix sehen kann?
    Wenn du aufgepasst hättest, hättest du Marcos Beitrag auch entnommen, dass solche parallelen Auftritte immer teurer sind als eine einheltiche Lösung. Ich denke, Sparda profitiert von Marcos Kritik, die ansonsten irgendwo untergegangen wäre.

  17. als grafikdesigner finde ich den relaunch äußerst lachhaft.
    icons auf teufel komm raus die keinen sinn mit dem inhalt ergeben und sich doppeln. hauptsache icon.
    deutlich langsamer als die alte version.
    icons werden teils nicht angezeigt.
    runde ecken sind ebenfalls schon lange wieder out.
    barrierefreiheit ist nicht beachtet worden.

    wer das konzipiert hat sollte die finger von bankseiten lassen.

    über die optik kann man lange diskutieren – ich persönlich finde die schwer missraten.

    größter rückschritt für mich:
    bei mehreren konten konnte man beim überweisungsträger aus konto 2 den empfänger aus der liste ziehen und per drop-down auf konto 1 wechseln.
    das geht nun nicht mehr. das drop-down ist weg. ich muss nun alle empfängerlisten einzeln erst auf ein blatt papier schreiben und anschließend wieder ins banking. ein abgleich der listen ist nicht möglich.

    ich hoffe nur das das alte banking weiterhin online bleibt – auch wenn es nun nicht mehr gepflegt wird (link zum bonuskontostand ist down)
    es war schneller
    es war übersichtlicher
    es hat eine schlichte navigation
    es war GENAUSO sicher
    und es war nicht mit dummen icons übersät die keinen sinn machen (überweisung mit plus-zeichen)

    was schlimmer ist bei der sparda bank ist der verkaufstext zum neuen o.b.
    drei unwahrheiten hintereinander weg.
    genau wie bei der umstellung der bankkarte mit chip. „durch den chip ist die karte noch sicherer geworden“ darauf habe ich angerufen. die dame wusste sofort bescheid und hat sich für den ‚fehler‘ entschuldigt – natürlich sei die neue karte dadurch NICHT sicherer geworden. (das als beispiel)

    von normalen läden erwarte ich nichts anderess von banken erwarte ich ehrlichkeit und seriösität.

  18. Es ist völlig unverständlich, warum die Sparda ohne Not das vorbildliche „Classic-Banking“ durch diesen krötenlahmen, unübersichtlichen Nachfolger ersetzt. Dem KundenServiceCenter Team meiner Sparda-Filiale sind die Schwächen des „Modern-Banking“ bekannt, man hält es aber für aussichtslos, sich der Zentrale in Nürnberg zu widersetzen.

    Von den zwölf Sparda-Filialen zeigen zur Zeit sechs die Option Classic-Banking schon nicht mehr an: Augsburg 72090500, Baden-Württemberg 60090800, Hessen 50090500, Nürnberg 76090500, Regensburg 75090500 und Südwest 55090500.

    Bis die Zentrale die Schotten endgültig dicht macht, kommt man noch mit diesem Link zum Ziel (BBBBBBBB=Bankleitzahl):

    https://banking.sparda.de/wps/sparda-classic-banking.jsp?blz=BBBBBBBB

  19. ich hab es nach langer zeit mal wieder getestet … den großen Wurf der sparda.
    beim ersten versuch eine Überweisung zu tätigen ist mozilla direkt abgestürzt. das erste mal seit 14 Monaten (so alt ist mein mac) das mozilla abstürzt.
    kann ja mal passieren. wieder eingeloggt. Kontostände waren sichtbar nur die Bewegungen nicht (Auszugliste).
    dritter versuch: anderer Rechner (pc mit explorer) ewige Wartezeiten bis hin zum weißen Browserfenster – ab da ging nichts mehr.
    ich glaube nicht mehr an ein optimieren der Seite. bleibt zu hoffen das die classic-Version weiterhin online bleibt. jedenfalls habe ich alle Aufgaben mit der classic-Variante zügig erledigt.

  20. @Johannes Schwarz,

    also wenn ich ehrlich sein soll kriege ich bei Statements wie dem Ihren das kalte Kotzen.

    „Diese Bank hat für sehbehinderte Menschen einen Weg gewählt
    der toll ist:“

    Ja, wirklich toll. Blöd nur, dass dieser „Weg“ kein dauerhafter sein kann, oder relauncht man eine Seite und stellt die alte Version dauerhaft zur Verfügung?
    – Nein natürlich nicht, wäre ja auch blödsinnig. Und genau dieser Befürchtung hat der Autor in seinem Blogeintrag Ausdruck verliehen. Und sie hat sich bewahrheitet, wie ein Kommentator auch schon feststellte. Darauf sind sie mit keiner Silbe eingegangen – wieso auch, sie braucht das ja nicht zu kümmern, wenn Blinde Spardabank-Kunden das so praktische online-Banking von nun an verschlossen ist und sie stattdessen auf die Hilfe eines Bankangestellten hoffen müssen, der ihnen bei der Bedienung des Touchscreen-Automaten hilft.

    Es wird von Blinden so auf Barrierefreiheit gepocht, eben damit sie nicht mer auf die Hilfe und Gnade Sehender angewiesen sind, die ihnen, wie sie, mehr oder weniger explizit mit einem Mitleidsentzug drohen. Das sollten Sie sich mal durch den Kopf gehen lassen, bevor sie sich darüber empören, dass Behinderte, also hilfebedürftige Menschen, die ihrer Erwartung nach wahrscheinlich still und demütig sein sollten, eine große Institution harsch kritisieren. Und ihre an den Haaren herbeigezogene Annahme, durch einen Blog wie diesen könnte die Spardabank ruiniert werden, und ihr darauf basierender Appell an uns Blinde für Rücksicht kann ich mir nur mit der Art von Paranoia erklären, die grundsätzlich Minderheiten – seien es Ausländer, Behinderte oder Homosexuelle – im Visier hat. Paranoia und Ignoranz ist eine üble Mischung, die schon so manche katastrophalen Folgen gezeitigt hat!

    An den Betreiber dieses Blogs: Sie leisten wirklich großartige Informations- und Lobbyarbeit, zu der ich Sie nur beglückwünschen kann. Machen Sie auf alle Fälle weiter so!

  21. aus die maus – das classic banking ist abgeschaltet in hamburg.
    schön dann darf man jetzt bei jeder dritten überweisung abstürzen

  22. @schreiber:

    > .. aus die maus – das classic banking ist abgeschaltet in hamburg ..

    Nein, noch nicht ganz. So geht es noch:

    https://banking.sparda.de/wps/sparda-classic-banking.jsp?blz=20690500

    Wenn das irgendwann auch nicht mehr funktioniert, kündige ich mein Konto bei der Sparda nach über 20 Jahren, denn die neue Banking- Version ist für mich schlicht unbrauchbar.

    Vielleicht geben sich die Entwickler beim nächsten Versuch mehr Mühe.
    Eine erstklassige Vorlage hätten sie ja: das Classic-Banking 😉

  23. Vielleicht sollten die Genossenschaftsmitglieder der Sparda von ihren Mitwirkungsmöglichkeiten mal Gebrauch machen? Oder wird das von der Zentrale etwa nicht erwünscht? 😉

  24. Heute zählt sogenannte „klickibunti“ Oberfläche mehr, wie Funktionalität.
    Man muss heute um „modern“ zu sein, Webseiten massiv überladen und während das Datenvolumen beim Classic Banking noch etwa 60kB bis zur Umsatzanzeige betrug, zeigt der Zähler beim neuen Banking 1,2MB an.
    Die Sparda Bank interessiert sich auch nicht für die Belange der Kundschaft, und wie ich nun nach immer intensiveren Suche feststellen muss, stehe ich mit der Abneigung zum neuen Banking tatsächlich nicht mal alleine damit da.
    Eine Alternative zum neuen Banking war seit entfernen des Links zum Classic Banking der Umweg über die Sparda Berlin, aus deren Link zum Classic Banking musste man nur die Blz durch die eigene ersetzen.
    In meinem Fall: https://banking.sparda.de/wps/sparda-classic-banking.jsp?blz=50090500&switch=1

    Und jetzt kommt aber der richtige Gau!
    Auf der Suche nach einer anderen Bank mit einer funktionellen Onlinebanking Seite, stolperte ich über die Netbank.de.
    Der Link: https://banking.netbank.de/wps/netbank-classic-banking.jsp?blz=20090500&switch=1
    Hier kopieren bitte die Sparda Kunden den Link, fügen die in die Adresszeile des Browsers ein und ersetzen die BLZ 20090500 durch ihre eigene (ihrer Bank)
    Man gelangt auf die Anmeldeseite der Netbank.de und kann sich hier mit seinen Daten in sein eigenes Konto bei der Spardabank einloggen, sieht jedoch das Design der Netbank.

    Ich war bis jetzt ein eigentlich zufriedener Kunde der Sparda Bank. Aber hier wird die Scheidung stattfinden, wer so mit seinen Kunden umzugehen pflegt, muss es nicht mehr nötig haben und kann gut und gerne auf die Kunden verzichten.

    Auf Anfrage/Beschwerde bei der Sparda Bank Hessen wird mitgeteilt, dass die meisten Kunden das neue Banking ja nutzen würden. Das ist auch klar, wenn man dem Kunden das Classic Banking verwehrt, ist der Kunde ja gezwungen mit dem neuen Banking zurecht kommen.
    Mit „Hilfe Videos“ will man es erleichtern. Die jedoch sind pur nutztlos, wenn die Oberfläche selbst in Unübersichtlichkeit glänzt.

    Wir sehen düsteren Zeiten entgegen, vielleicht wäre es doch besser sich vom Internet weitgehendst wieder zu lösen, also einen Rückschritt zu tun.

    Ich habe zwar keine direkte Einschränkungen (also noch kein Bedarf an Barrierefreiheit) jedoch widerstrebt es mir mehr und mehr diesen überladenen Wahnsinn im Netz weiter hinzunehmen. Web2.0 ist ein Freibrief geworden, Standards gibt es nur noch auf dem Papier. Jeder kocht seine eigene Suppe, während es fast monatlich eine neue Browserversion gibt und diese neuen tollen Ideen/Funktionen von Praxisignoranten eingebaut werden, die sich ihre Stellung sichern müssen. Anders kann ich es mir zum gegenwärtigen Stand nicht anders erklären.

    Es können sich eigentlich nicht genügend Kunden bei ihrer Bank beschweren und die Fortführung des Classic Banking fordern!!!

    Viele Grüße,
    Andy

  25. klasse link zu netbank! leider hatte es die spardabank versäumt die gespeicherten empfängerdaten des onlinebankings zu übertragen. das ist bei mehreren konten und vielen empfängern eine qual alles manuell übertragen zu müssen.
    auf dem netbanking-portal sind alle da und ich muss nichts übertragen. perfekt!

  26. Tja, inzwischen ist es offiziell: Das Classic-Banking wird zum 15.05.2012 endgültig für alle abgeschaltet (nachzulesen auf der dazugehörigen Login-Seite).

    Ich für meinen Teil bin zwar noch nicht auf barrierefreie Webseiten angewiesen, empfinde das moderne Design allerdings auch für nicht-eingeschränkte Nutzer als eine Katastrophe. Mag sein, dass es besser ins Corporate Design der Bank passt und die Zentrale (mit hoher Wahrscheinlichkeit) viel Geld gekostet hat. Aber das moderne Design ist in seiner Struktur nur sehr schwer zu begreifen (auch dank wechselnder Navigation und unterschiedlichem Menü-Aufbau, je nachdem, auf welcher Unterseite man sich gerade befindet); grafisch vollkommen überladen; langsam in der JavaScript-Bedienung (vor allem auf älteren Systemen); und damit unterm Strich schlichtweg ein umständlicher Rückschritt.

    Leider läuft der Relaunch eines neuen Internet-Auftrittes in Konzernen meist so ab, dass die Zentrale eine Agentur mit der Neugestaltung beauftragt; diese sich entsprechend bemüht, etwas möglichst Trendiges und Innovatives auf die Beine zu stellen, was gut ins CD passt; es sich fürstlich entlohnen lässt; und die Unternehmensleitung dann jedwede Kritik kontert. Wobei man auch sagen muss, dass die Leute dort dem teilweise dann auch etwas ratlos gegenüber stehen – denn man hat ja schließlich professionelle Leute beauftragt, vielleicht sogar empfohlen bekommen, und entsprechend Geld für ausgegeben, damit es gut wird.

    Leider ist es in Konzernen nicht Sitte, einen neuen Internetauftritt oder ein neues Corporate Design von den Zielgruppen evaluieren zu lassen. Ich persönlich wäre gespannt gewesen, was bei so einer Umfrage herausgekommen wäre. Und wie viele Leute z. B. heute noch das Classic-Banking bevorzugen. Aber meines Wissens hat die Sparda so etwas nicht durchgeführt – und wenn, dann nicht gut sichtbar auf der Homepage platziert.

    Das modere Interface wird also Standard werden. Mit all den bereits zuvor erwähnten Fauxpas. Zwar scheint das Interface im Firefox jetzt stabiler zu laufen. Doch an der Barrierefreiheit für eingeschränkte Nutzer hat sich bis heute nach wie vor noch nichts getan, wenn ich das richtig sehe. Da wirkt die Empfehlung für die Zeit nach der Abschaltung fast schon ein wenig wie Hohn: „Nutzen Sie ab diesem Termin einfach unser aktuelles SpardaNet-Banking. Die neue Anwendung ist übersichtlich und einfach zu bedienen.“ Vielleicht sind wir (die hier Schreibenden) ja auch nur zu konservativ. Aber das würde mich ehrlich gesagt wundern.

    @Marco, würdest Du dich evtl. bereit erklären, zur Sparda-Bank ein weiteres Mal Kontakt aufzunehmen, und herauszufinden, was uns für die Zukunft bevorsteht? Beispielsweise, ob es Alternativen gibt? Und ob wirklich die Mehrheit der Kunden das Interface so grandios findet? Ich bin auf deinen Blogeintrag gestoßen, weil er in der Trefferliste meiner Online-Suche an 1. Stelle stand; ergo wäre ein weiteres Statusupdate deines Blogeintrages vielleicht auch für andere Suchende von Relevanz.

  27. Leider ist die Sparda-Bank kein Einzelfall. Ich selbst bin bei der Netbank, die sich vor einigen Jahren als Vorbild an Barrierefreiheit feiern ließ. Hier bekam man als blinder Kunde Unterlagen sogar in Blindenschrift zugeschickt. Aber selbst hier ist nach einem Relaunch barrierefreies Onlinebanking nur noch über „Anmeldung im Classic-Banking“ möglich. Wenn man das Beispiel Sparda sieht, stellt sich die Frage, wie lang die Netbank das zugängliche Banking noch online lässt…

  28. @SemiX: Wiki sagt: „Die netbank AG wurde 1998 von sieben Sparda-Banken gegründet…“

    Trotzdem krass. Vielen Dank für den Hinweis.

  29. Interessant mit der Netbank.

    Hat sich auch schon wer bei der/seiner Sparda Bank schon gegen die Abschaltung des Classic ausgesprochen?

    Jeder Sparda Kunde ist Teilhaber (Geschäftsanteil)

    Jeder sollte von seinem STIMME/STIMMRECHT Gebrauch machen!

    Wurde bislang kein Gebrauch davon gemacht …

  30. Ich hatte ja meiner Sparda Bank Hessen u.A. auch diese Seite als Link geschickt, sowie um Stellungsnahme zum Login über die Netbank gebeten.
    (dies klärte sich ja im Verlauf, einige Posts zuvor)

    Es steht bis heute eine Antwort aus; man behauptet sogar auf Nachfrage, man habe mir postschriftlich geantwortet. Der Brief wäre jedoch zurück gekommen.
    Seltsam, dass mich deren Werbung und Mitteilung über Änderungen erreichen;
    Die Antwort, die mir angeblich wegen fehlerhafter Anschrift nicht zugestellt werden konnte, steht bis heute weiterhin aus.

    Das „klassische“ Online-Banking funktioniert auch noch heute, am 16.05.2012.

    Als Alternative wäre noch die für mobile Endgeräte eingerichtete Online Banking vielleicht interessant?
    https://imode.bankingonline.de/imode-banking/view/index.jsp?blz=50090500
    bzw
    https://www.sparda-hessen.de/mobil/mobile_index.html
    (und die Blz in der URL ändern)

    Wir hier sind jedenfalls über die Art und Weise, wie die Sparda Bank mit ihren Bestandskunden, insbesondere aus ursprünglichem Anlass dieses Blogs, mehr wie nur enttäuscht.
    Eine Weiterempfehlung, wie bisher als eigentlich zufriedener Kunde, kann hier niemand mehr entsprechen.

    Bedauere dies zu tiefst.

  31. Ergänzung zum vorherigen post:

    Heute erreicht mich das Schreiben meiner Sparda Bank als Kopie. Diese hätte man mir bereits per Email gesandt, und auf ein erneutes Versenden auf dem Postweg verzichtet.
    (jetzt müsste diese besagte Email nur auch noch tatsächlich bei mir angekommen sein, wäre alles prima)

    ————————————–
    Man teilt mir mit: Den Sachverhalt habe man geprüft (Argumente und u.A. Übermittlung von Links aus dem Internet, wie auch dieser Seite hier) und man habe sich dazu entschlossen, die Abschaltung des Classic-Bankings auf unbestimmte Zeit zu verschieben. Bedeutet, dass das CB weiterhingenutzt werden könne.

    Für den Hinweis auf das Netbank(ing) bedanke man sich und die zuständige Fachabteilung hätte nach Prüfung festgestellt, dass der Zugriff nur über Änderung der URL geschehen könne (hallo? das schrieb ich ja im Hinweis bereits!) In der Regel wäre die Veränderung nicht möglich (jeder kann eine URL in der Adresszeile bearbeiten)
    DURCH EINEN „PROGRAMMIERFEHLER“ wurde die Sperre zur Änderung der URL jedoch leicht außer Kraft gesetzt (also können wir uns auf noch mehr Scripte freuen, hätte ich doch nur die Schnute gehalten)
    Sparda und Netbank läge im gleichen Rechenzentrum, wodurch dies möglich sei (wir betrachten uns noch einmal die URL und die Funktionen; rein durch Änderung der Subdomain wird die entsprechende Oberfläche der jew. Bank geladen, der Rest ist die gleiche Engine)

    Bei der nächsten Überarbeitung im Juli2012 soll dies behoben werden.
    Es würde keine Sicherheitslücke bestehen, ein Zugriff quer könne zwischen den Banken nicht erfolgen (im Zeitalter des gläsernen Kontos?)
    ————————-

    Na wer hätte das gedacht?

    DANK ALLER, die auch ihrer Bank gegenüber entsprechend argumentierten, wird uns das Classic-Banking vorerst weiterhin erhalten bleiben.

    Wir werden sehen, das war sicherlich nicht die letzte Aktion…

    Grüße,
    Andy

  32. Mal abgesehen von der Barrierefreiheit ist das neue Design absolut katastrophal. Es nutzt nur einen winzigen Anteil der Bildschirms, die Bedienlogik ist völlig krank! In einem Gespräch mit einem Mitarbeiter der Sparda-EDV in Nürnberg sagte dieser mir, er sehe das genauso. Zumal das neue design wesentlich mehr serverlast erzeugt. Leider ist der Vorstand klar für das neue Design. Es ist ja klar, daß dieser das banking nicht nutzt, sondern allenfalls ansieht. Wahrscheinlich haben die Vorstände ihre minderjährigen Kinder zu ihrer Meinung gefragt, un denen gefiel besser, was eher wie ein Bilderbuch aussieht!

  33. Sparda Bank kündigt nun wieder einmal die endgültige Abschaltung des „klassischen“ Online Banking an:

    Das neue Online-Banking kommt!
    Bitte beachten Sie, dass wir Ihnen ab dem 23.10.2013 unser neues Online-Banking zur Verfügung stellen. Das neue SpardaNetbanking beinhaltet alle Funktionen des bisherigen Online-Bankings und bietet Ihnen darüber hinaus noch viele weitere Vorteile.
    Für blinde und stark sehbehinderte Kunden stellen wir eine kostenlose barrierefreie Finanzsoftware zur Verfügung, die klar strukturiert und einfach zu bedienen ist.
    Mehr dazu erfahren Sie unter ‚Jetzt informieren‘.

    Mitteilung an die Sparda erging bereits in welcher mitgeteilt wurde, dass sich unsere Wege ab dem Tag trennen werden.

    Da hat man sich einst seitens der Sparda ein Ei gelegt, um dessen Ausbrütung man nicht mehr umher kommt. Da nimmt man die paar Kunden in Kauf, die in Konsequenz abwandern werden.
    Der Rest der Welt scheint sich heutzutage irgendwie alles widerstandslos vorsetzen zu lassen. Rund und bunt, es werden Leistungsresourcen verbraten … Wo sind denn bitte hier die „Ökos“?
    Aber ich schweife fast ab.

    Man investiert nun also in eine Software (und die ist wie sicher?) anstelle die Onlineversion kundenfreundlicher anzupassen? Es wäre mit einem alternativen Style getan. (ich arbeite nebenbei auch an Webseiten und Forum Software, und weiß dass dies möglich wäre! Aber der Experte sieht nur bis zum Tellerrand in seiner Betriebsblindheit und lässt nichts an sich herankommen)
    So gehen die mit unserem Geld um. Prima. Dann können sich schon mal alle, die auf diese Software angewiesen sind, richtig „freuen“.

    Ich war bislang mit der Verarbeitungsgeschwindigkeit von Buchungen und den Kontoführungskonditionen der Sparda Bank Hessen eigentlich zufrieden.
    Bisherige Fauxpasse seitens der Bank verzeihte man dadurch auch schneller.
    Aber nun ist Schluß. Es reicht. Diese Merk- und Lernresistenz ist inakzeptabel.

    Nun geht die Suche wieder los, auf eine Bank mit nicht nur akzeptablen Konditionen, sondern auch einem Onlinebanking das nutzbar ist.

    cheers.

  34. Heute habe auch ich den Hinweis gelesen. Um weiterhin Online-Banking nutzen zu können, wird man nun von der Sparta-Bank dazu gedrängt Software zu kaufen. Die Sparda-Bank grenzt hier ganz klar aus – „entweder Du kaufst jetzt die Software oder Du hast Pech gehabt“ – das finde ich im Jahre 2013 ein ziemlich asoziales und sehr trauriges Verhalten einer Bank. Grade bei der Sparta-Bank hätte ich nicht erdacht, dass diese so respektlos mit einer Minderheit umgeht.

  35. Ich habe kein Handicap und trotzdem finde ich das Classic Banking weit besser. Die Schrift kann einfach vergrößert werden und es ist wesentlich übersichtlicher. Beim Moden Banking ist zwar alles farblich mehr unterlegt, aber die Fenster sind steif und es gibt keinen Vergrößerungsbutton z. B. bei der Umsatzanzeige. Das ist schlecht und ich habe das mit anderen Banken verglichen und kein Onlinelogin ist so schlecht und unübersichtlich wie bei der Sparda Bank.

    Die fehlende Integration von SEPA wird aus meienr Sicht nur als Vorwand dargestellt das Classic komplett abzustellen. Stattdessen sitzen irgendwelche Firmenchefs in oberer Liga und geilen sich auf, wenn sie ihr kunterbuntes Modern Banking sehen und sich selber mit Lobhuldigungen bewerfen.

    Die Entwicklung der Sparda Bank mit ihrer kindlichen HALLO Aktion läuft prinzipiell mehr und mehr in die Richtung, wie ich es nicht von einer seriösen und ernst zu nehmenden Bank erwarte. So hatte ich neulich z. B. meine Geschäftsanteile auf einen Minimumanteil wieder reduziert und ich muss geschlagene 1,5 Jahre warten bis ich das Geld ausbezahlt bekomme.

    Ich werde demnächst mein Arbeitsverhältnis wechseln und dementsprechend das Gehalt auch bei einer anderen Bank eingehen lassen. Sollte die Sparda Bank dann sich doch mal wieder eines besseren besinnen, würde ich das Geld auch wieder an die Sparda Bank überweisen. So lange kann sich die Geschäftsführung gerne auf ihrer Spielwiese austoben. Eines Tages haben sie aber nur noch das eigene Geld mit dem sie spielen können, da die Kinder (Kunden) sich etwas anderes gesucht haben.

  36. Die Sparda hat sich bis heute nicht mehr weiter dazu geäusert.
    Hatte zwischenzeitlich noch ein paar Seiten im Netz zum gleichen Thema gefunden, und freundlicherweise auch diese Links zur KN an die Sparda weitergeleitet – bis heute keine weitere Reaktion.
    Bedeutet fixer sturer Kurs, ohne Rücksicht auf Verluste.
    Bitte sehr. Noch 2 Tage, dann will die Sparda das Classic abschalten.
    Mit Feststellung der Nichterreichbarkeit des Onlinebanking ergeht meine Kündigung an die Sparda-Bank.

    hatte ja schon weit oben den Link zur Netbank gepostet.
    Hier wird ja die gleiche Software, bzw Serversystem genutzt. Jedoch konnte ich hier beim heutigen Besuch (mit dem Smartie aber) keinen Hinweis finden, dass hier das Classic eingestellt werden soll.
    https://banking.netbank.de/wps/portal/netbank-banking-portal
    Auch funktioniert der ‚Trick‘ nicht mehr, aus der URL die Blz auszutauschen. Hätte es wohl für mich behalten sollen 🙂

    sonst von anderen Seiten keine Neuigkeiten? Kopf in den Sand gesteckt? Damit abgefunden, widerstadslos nicht für die eigenen Interessen gekämpft? Leichtes Spiel für die Bank also.

    alternativen???

    1. Heute war es bei der Netbank soweit, das Classic Banking wurde deaktiviert. Kommentar der Netbank auf meine Anfrage:

      „Das Classic Banking wird nicht mehr von uns angeboten, der Link wird auch in Kürze dementsprechend entfernt.“

      Anfrage nach einer barrierefreien Alternative läuft noch…

  37. Das ist interessant. Montag noch hatte ich an die Netbank eine Anfrage bezüglich des alten OnlineBankings gestellt und erhielt folgende Antwort:

    „““
    Die netbank hat bereits das Online-Banking am 24.07.2013 auf die SEPA-Überweisung und das Lastschriftverfahren umgestellt. Im Zuge der SEPA Anpassungen sind wir dazu gezwungen unser altes Banking zum 31.10.2013 einzustellen, da die Weiterentwicklung aus technischer Sicht nicht mehr sinnvoll ist. Demnächst erhalten unsere Kunden hierzu mehr Informationen. Das Classic Banking wird aktuell nur noch von einem sehr geringen Teil unserer Kunden genutzt, daher ist für uns jetzt nach 3 Jahren Parallelbetrieb der Zeitpunkt gekommen, die Anwendung einzustellen. Wir hoffen auf Ihr Verständnis.
    „““

    Welchen Kalender verwendet man dort?

    Bei der Spard ersetzt seit heute Vormittag – fristgerecht – eine Umleitung das alte Banking.

    Werde mir jetzt diese Tage die verschiedenen OnlineBankingSysteme ansehen, die Konditionen vergleichen und dann entweder der Sparda die Karte vor die Füße werfen, oder es als Pufferkonto behalten.
    Um die Konsequenz zu zeigen wäre erstes wohl sinngemäßer.
    Mal schauen wie mir der Bart morgen steht 🙂

    Andy

  38. Das neue Design ist voll übel. Es nutzt nur einen winzigen Anteil des Bildschirms, die Bedienlogik ist nicht nachvollziehbar! Was noch übler ist: ich lade die Umsätze (jsp) alle 90 Tage runter und werte die csv-Files mit perl aus. nun kann man nur noch ein xls runterladen!! Ist das dasgleiche csv wie bisher? Sonst fluche ich bis Weihnachten!
    Wahrscheinlich haben die Vorstände ihre minderjährigen Kinder zu ihrer Meinung gefragt, und denen gefiel besser, was eher wie ein Bilderbuch aussieht!

  39. @Robert: Na das nennt man dann wohl einen Volltreffer.

    Würde vorab schon mal versuchen die XLS Datei mit bspw. Excel zu laden und als CSV zu speichern, bevor wieder Stichtag ist und dann die Katze wirklich im Brunnen liegt.
    Vielleicht müssen ein paar Spalten vertauscht oder ergänzt / gelöscht werden.
    Das Ergebnis der „Konvertierung“ vor dem Einlesen in die Perl mit einem Texteditor direkt öffnen und vergleichen.
    Die „Tabellen“ werden in CSV Dateien mit Kommas oder Semikolon getrennt.
    Vielleicht müssen hier dann noch die Trennzeichen getauscht werden (geht auch schon bei der Speicherung mit bspw. Excel)

    Habe dies selbst bis jetzt nur bei einfachen Listen und Telefonbücher aus Handys zur Konvertierung anwenden müssen. Klappte gelegentlich… Meist ist noch gute Handarbeit nötig gewesen, da hier ja auch jeder sein eigenes Süppchen kocht.

    Na lang lebe der Fortschritt. (in anderen Dingen ist es auch nicht besser… könnte ich einen ganzen Server damit füllen)

    Andy

  40. Ja was ist denn das jetzt ….

    https://www.sparda-hessen.de/mobil/mobile_index.html

    Das funktioniert nun auch nicht mehr?

    Leitet weiter zu
    https://mobilebanking.sparda.de/mobile-banking/pages/error.jsf
    und die einzige Meldung die zu sehen ist:
    „Fehler!“

    Ja da haben wir ja Profis am Werk. Achtung, schnell zu Ende tippen, die schalten gleich noch das ganze Internet mit aus! *eek*

    Ach – sagte die nette Dame vom Sparda Center nicht, dass man dies nun ausbauen wolle? Darum funktioniert es also nicht. Mal gespannt wie lange der Ausbau dauert.
    Hoffentlich lange genug, so das ich es mir nicht doch noch mal anders überlege und das „Willkommensgeschenk“ für mich und meinen Werber eines anderen Institutes verpasse …

    😉

    Aber im Ernst. Es würde mich jetzt wirklich brennend interessieren was alle, die auf die Besonderheiten des alten Banking angewiesen waren, nun zu berichten haben.
    Haben alle die Sparda-Software bekommen und kostete die etwas?
    Erfüllt diese Software wenigst ansatzweise die Anforderungen?
    Wer wechselte? Und wohin?

    Andy

  41. Dies soll keine „Werbung“ in dem Sinn sein, nur als Bericht/Tipp zu betrachten.

    Zwischen den ganzen Banken und ihrem Onlinebanking bin ich bei der PoBa hängen geblieben. Die damit verbundenen Konditionen sind ja weitgehendst bekannt.
    Deren Onlinebanking wurde vor einigen Jahren bereits „modernisiert“ und hält sich im Aufbau dennoch an die Usability-Grenzen.
    Die PoBa bietet auch eine Demo-Version an, die über die Startseite -> Online Banking erreichbar ist.
    Weiter bin ich bei der Suche nach deren „alten Banking“ auf eine barrierefreie Version gestoßen, die auch mit dem nötigsten, sprich ohne unnötigen Schnickschnack auskommt:
    https://barrierefrei.postbank.de/login

    Wie eingangs geschrieben, soll dies keine Werbung für die PoBa sein. Die PoBa war schon aufgrund der Zugehörigkeit des Mutterkonzerns lange Zeit nicht meine erste Wahl. Auch kann man heute noch Berichte über starke Defizit, u.A. der Sicherheit (scheinbar der vorherigen Online Banking Version) im Netz nachlesen.

  42. @Andreas,

    ja, das habe ich schon gemacht, das xls ist genauso aufgebaut wie das jsp vorher.

    Der Tip mit https://barrierefrei.postbank.de/login ist super, denn da hatten wir ja den gleichen Ärger – das direkt.postbank.de wurde Oktober eingestampft!
    Zur Postbank wechselt man am besten, sobald es wieder mal ne fette Prämie gibt – ich bekam im April einen Kindle, Später gabs ein kleines Galaxy-tab.

    Hat jemand die Sparda-Software getestet? Ich will nicht noch was installieren, wenn es aber schlank und schnell ist …

    1. @Robert:
      im Moment gibt es dort „nur“ bei einem Onlineabschluß 50eu für je den Werber und den beworbenen… habe ich doch gleich mal mir einer Bekannten wahrgenommen 🙂
      (bin gespannt ob die PoBa sich in 2 Monaten noch daran erinnert?)

      Bei Filialabschluß gibt es leider nur 25eu für den Werber. Wir wollten das erst direkt in der Filiale machen, doch die wußten nichts von der50:50 Aktion.
      Tja, keine Provision für die von der Post engagierten Versicherungsmakler von Nebenzimmer.

      Beim Onlineabschluß gab es dann jetzt eine BLZ aus Ludwigshafen, leider keine von hier – naja das ist ja auch nicht so tragisch.

      Beim PoBa Onlinebanking kann man sich die Übersicht als CSV und als PDF herunterladen.
      Das verlinkte Banking bietet noch ein paar kleine Vorteil, neben der sehr leichten Benutzeroberfläche, kann sich bspw. das Eingabefeld für die Kontonummer auch wieder die Eingabe (=Kontonummer) im Brauser merken, das ist bei einer nicht mehr so leichten Nr. wie ich sie bei der Sparda habe, schon mal hilfreich und fast so angenehm wie früher 😉
      und man hat auch eine längere Sitzungszeit (wie lange habe ich noch nicht ausprobiert)

      Mobile Anwendung:
      Merke! Die PoBa-Android-App hat diverse Stabilitätsdefizite und man kann sich bei Überweisungen über die App keine mobileTAN zuschicken lassen.
      Das ‚offizielle‘ Banking läuft auch auf einem 1Ghz Smartphone halbwegs gut, das verlinkte Banking lässt sich auch hier sehr angenehm bedienen.

      Ich tue mich dabei jetzt wirklich schwer, aber das muss ich lobenswert für die PoBa eingestehen 😉

      Diese Sparda Software würde ich mir aber schon aus Neugierde auch gerne mal genau ansehen, was man damit den Kunden ‚andrehen‘ will.

      Gruß,
      Andy

  43. Wollte grade mit der barrierefrei-Version der Postbank überweisen, da kommt:

    Es sind Fehler aufgetreten
    mobileTAN: Die von Ihnen eingegebene mobileTAN ist nicht gültig. Bitte geben Sie die mobileTAN ein, die Ihnen soeben per SMS übermittelt wurde.

    beim 2. Versuch ebenso. den dritten habe ich dann über das häßliche Banking gemacht, da klappte es.
    Haben andere auch diese Erfahrung gemacht?

  44. Eben probiert, ja es hängt wenn man die Überweisung absenden will…

    Greifen wohl jetzt zu viele darauf zu ?

    hups … ich sollte solche Tipps dann wohl doch für mich behalten 😉
    (Spaß)

  45. Hinweis für alle Leser: Ich habe den Beginn des Beitrags mit dem aktuellen Stand und einem Link zu einer Petition aktualisiert, die die Sparda-Banken auffordert, endlich eine barrierefreie Online-Banking-Lösung anzubieten, die alle nutzen können. Bitte zeichnet diese Petition mit und verbreitet den Link zu selbiger auch gern unter Freunden, Kollegen und Bekannten! Danke!

  46. @marco
    Guter Gedanke, ob die das berühren wird bleibt abzuwarten.
    Wie es bisher verlief sehe ich das skeptisch 🙂
    Auch wenn die Sparda für mich mittlerweile als aktive Bank
    pase ist, unterstütze ich das in der Peti gerne.

Was denkst Du darüber?