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	<title>Marco Zehe EDV-Beratung &#187; Apple</title>
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	<description>Gedanken und Kommentare rund um Barrierefreiheit in der Softwarebranche</description>
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		<title>Meine erste Woche mit dem iPhone 4S</title>
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		<pubDate>Fri, 21 Oct 2011 09:33:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marco</dc:creator>
				<category><![CDATA[Apple]]></category>
		<category><![CDATA[Zugänglichkeit]]></category>
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		<category><![CDATA[Barrierefreiheit]]></category>
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		<description><![CDATA[Pünktlich zum Verkaufsstart am 14.10. brachte mir der UPS-Fahrer vor jetzt genau einer Woche mein iPhone 4S. Dessen größte Neuerung gegenüber dem iPhone 4, das ich bisher besaß, ist natürlich Siri, die Spracherkennung und der persönliche Assistent. Und genau das &#8230; <a href="http://www.zehe-edv.de/2011/10/21/meine-erste-woche-mit-dem-iphone-4s/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Pünktlich zum Verkaufsstart am 14.10. brachte mir der UPS-Fahrer vor jetzt genau einer Woche mein <a href="http://www.apple.com/de/iphone/">iPhone 4S</a>. Dessen größte Neuerung gegenüber dem iPhone 4, das ich bisher besaß, ist natürlich <a href="http://www.apple.com/de/iphone/features/#siri">Siri</a>, die Spracherkennung und der persönliche Assistent. Und genau das ist es, was Siri ist, ein persönlicher Assistent, viel mehr als nur eine Spracherkennung.</p>
<p>Zunächst wurde ich allerdings von dem inzwischen allgegenwärtigen <a href="http://heise.de/-1361853">SIM-PIN-Problem</a> heimgesucht. Zunächst glaubte ich, ein Montagsgerät erwischt zu haben. Übers Wochenende entdeckte ich dann jedoch im Internet, dass ich hier durchaus nicht der einzige war.</p>
<p>Dies hielt mich aber nicht davon ab, Siri und auch das iPhone sonst auf Herz und Nieren zu prüfen. Siri zeigt sich auch im Deutschen schon sehr fähig und reaktionsschnell. Fragen wie &#8220;Wie wird das Wetter morgen in Hamburg&#8221; oder &#8220;Brauche ich einen Regenschirm&#8221; beantwortet Siri im Deutschen genauso zuverlässig, wie dies in den von der Apple Keynote gezeigten Demos zu sehen und hören war. Das Erstellen von Terminen, Timern, das Wecken zu einer bestimmten Uhrzeit und das Erstellen und Versenden von SMS bzw. <span lang="en">iMessages</span> funktioniert ebenso reibungslos. Das Einrichten von Erinnerungen klappte ebenso.</p>
<p>Ich musste Siri auch nicht trainieren. Ich spreche ein relativ akzentfreies Hochdeutsch und hatte somit mit ihr keine Verständigungsschwierigkeiten. Wie Siri allerdings auf stärkere Dialekte wie schwäbisch, bayerisch oder fränkisch reagiert, weiß ich nicht.</p>
<p>Einige Dinge beherrscht Siri noch nicht, so kann es im Deutschen keine Abfragen machen wie &#8220;wie viel US$ sind 50 Euro?&#8221;, da es hierzu die Integration mit der Suchmaschine Wolfram Alpha braucht, die es bisher nur auf englisch gibt. Auch die Anbindung an die Karten-Anwendung gibt es noch nicht, also funktionieren Fragen nach in der Nähe gelegenen Restaurants o. ä. noch nicht. Auch das Finden eines Ortes, an dem man eine Leiche verschwinden lassen kann, ist im Deutschen noch nicht verfügbar. Siri fragt lediglich erstaunt: &#8220;Tatsächlich?&#8221; <img src='http://www.zehe-edv.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Aber auch Scherzfragen kann man ihr im Deutschen stellen. So bekommt man als Antwort auf die Bemerkung &#8220;Ich finde dich sexy&#8221; ein robustes &#8220;Jeder ist berechtigt, eine Meinung zu haben.&#8221; Mehrfache Fragen nach dem Sinn des Lebens fördern Antworten zu Tage wie &#8220;42&#8243;, &#8220;darüber nachzudenken&#8221; bis hin zu &#8220;Alles deutet darauf hin, dass es Schokolade ist&#8221;. Auf die mehrfache Frage &#8220;Willst du mich heiraten?&#8221; kommen Antworten wie &#8220;Lass uns einfach Freunde sein&#8221;, &#8220;Wir kennen uns doch kaum&#8221;, &#8220;dass ist nett von dir, kann ich dir sonst noch irgendwie helfen?&#8221; oder &#8220;Entschuldige, aber in meinem Lizenzvertrag steht nichts über Ehe!&#8221;.</p>
<p>Die Integration mit dem iPhone geht sogar so weit, dass Siri auf ein &#8220;Gute Nacht&#8221;, das am Vormittag ausgesprochen wird, entgeistert antwortet: &#8220;Gute Nacht? Es ist 11:15!&#8221;.</p>
<p>Abgesehen von diesen Spielereien ist die Integration mit dem iPhone aber schon sehr gut gelungen, und Siri wird ständig weiterentwickelt. So deklariert Apple Siri selbst noch als in der Betaphase befindlich. man darf also gespannt sein, ob z. B. das Versenden von Tweets und die im Deutschen fehlenden Funktionen bald nachgerüstet werden.</p>
<p>Genauso stark funktioniert die Diktatfunktion. Ist Siri aktiviert, gibt es auf der Tastatur neben der Leertaste eine Taste, um ein Diktat zu starten. In jede Anwendung kann so diktierter Text eingefügt werden. Bis auf wenige Worte und Sonderbegriffe oder auch mal unsauber zusammengeschmierte Worte hat Siri bisher alles erkannt, was ich ihr diktiert habe. Dies verkürzt das Antworten auf SMS oder WhatsApp-Nachrichten oder auch das Schreiben von tweets in der Regel erheblich, da man (übrigens auch auf anderen Handys) nie so schnell schreiben kann wie man spricht. Die Erkennung ist quasi sofort verfügbar.</p>
<p>Siri braucht jedoch zur Arbeit Netzanbindung, da die Sprachanalyse selbst in der <span lang="en">Cloud</span> stattfindet und nicht lokal auf dem iPhone. Es reicht eine Verbindung per Handynetz, über WLAN geht es natürlich schneller. Auch was mit den Sprachdaten passiert, die man so an Apple überträgt, ist noch nicht abschließend von Apple beantwortet.</p>
<p>Abseits von Siri begeistert die neue Kamera. Es gibt eine Gesichtserkennung, die per VoiceOver sogar ansagt, wo sich das Gesicht befindet. Ein Ausrichten auf eine Person, so dass deren Gesicht im Zentrum des Bildes sein wird, ist also auch als Blinder selbständig möglich.</p>
<p>Auch die neue Mitteilungszentrale begeistert. Push-Benachrichtigungen werden von VoiceOver beim Eintreffen und kurzen Aufblinken am oberen Bildschirmrand selbständig gesprochen, aber sie geraten einem nicht mehr in den Weg, wenn man gerade einen Text schreibt.</p>
<p>Einziges Manko, das ich bisher festgestellt habe, ist eine verkürzte Akkulaufzeit. Obwohl alle Apps geschlossen sind und das iPhone neu gestartet ist, verbraucht es im Standby deutlich mehr Strom und ist am Ende eines Tages in der Regel komplett leer. Das 4 hält mit der gleichen Version von iOS und gleichen Benutzungsmustern (von Siri mal abgesehen) deutlich länger durch. [Update vom 24.10.2011]: Ich weiß inzwischen, was den erhöhten Akkuverbrauch bei mir verursacht hat. Es ist die Funktion &#8220;Sprechen&#8221; von Siri. Diese etwas verwirrend klingende Option ist lediglich dafür zuständig, Siri dazu zu befähigen, auch dann &#8220;aufzuhorchen&#8221;, wenn man sich das iPhone ans Ohr hält und gerade <strong>kein</strong> Telefongespräch im Gange ist. Siri scheint da in einem dauerhaften Lauscherzustand zu sein und auf Bewegungen des iPhones aufzupassen. Ich habe diese Funktion abgeschaltet. Somit ist Siri lediglich noch durch das längere Drücken der Home-Taste aktivierbar. Seitdem hat sich der Akkuverbrauch wieder auf ein gewohntes Maß reduziert.[/Update]</p>
<p>Von diesem Manko abgesehen kann ich aber sagen, dass ich den Kauf des 4S nicht bereue. Siri ist für jeden eine Erleichterung und stellt somit ein Rundum-Feature dar, mit dem z.B. Blinde, Sehende, motorisch eingeschränkte Menschen und Menschen mit Lese-Rechtschreib-Schwäche gleichermaßen eine große Erleichterung im Umgang mit dem iPhone erfahren. So schnell wie ich Siri z. B. sage, dass sie mich morgen um 8 Uhr wecken soll, kriege ich das in der Uhr-Anwendung nicht eingestellt!</p>
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		<title>Mac OS X Lion ist da, Eindrücke von den neuen Barrierefreiheitsfunktionen</title>
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		<pubDate>Wed, 20 Jul 2011 12:50:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marco</dc:creator>
				<category><![CDATA[Apple]]></category>
		<category><![CDATA[ARIA]]></category>
		<category><![CDATA[Zugänglichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Accessibility]]></category>
		<category><![CDATA[Barrierefreiheit]]></category>
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		<category><![CDATA[WAI-ARIA]]></category>

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		<description><![CDATA[Apple hat soeben die neueste Version seines Betriebssystems Mac OS X, Lion, veröffentlicht. Eine gute Gelegenheit, einen Blick auf die neuen Barrierefreiheitsmerkmale der jüngsten Raubkatze zu werfen! Neue Stimmen in vielen Sprachen Apple bietet für Lion Stimmen in niedriger und &#8230; <a href="http://www.zehe-edv.de/2011/07/20/mac-os-x-lion-ist-da-eindrucke-von-den-neuen-barrierefreiheitsfunktionen/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Apple hat soeben die neueste Version seines Betriebssystems Mac OS X, Lion, veröffentlicht. Eine gute Gelegenheit, einen Blick auf die neuen <a href="http://www.apple.com/macosx/whats-new/features.html#accessibility" title="Link zu Apples englischsprachiger Feature-Seite, Abschnitt 'Accessibility'" target="_blank">Barrierefreiheitsmerkmale</a> der jüngsten Raubkatze zu werfen!</p>
<h3>Neue Stimmen in vielen Sprachen</h3>
<p>Apple bietet für Lion Stimmen in niedriger und hoher Qualität in über 40 Sprachen und Dialekten an. Diese sind in kompakter Version für viele Sprachen bereits vorinstalliert. So kommt die deutsche Variante mit der Stimme Yannick daher, die bereits aus aktuellen iOS-Veröffentlichungen vom iPhone/iPod Touch und iPad bekannt ist. Eine höherwertige Version dieser Stimme sowie die Stimmen Steffi und Anna können nachgeladen werden. All diese Stimmen, also auch die ausländischen, werden von Apple kostenlos zur Verfügung gestellt. Man wählt sie einfach im VoiceOver-Dienstprogramm unter Sprachausgabe, Standard-Stimme, Menüpunkt &#8220;Anpassen&#8221;&#8230; aus und lädt sie dann über die automatisch sich öffnende Softwareaktualisierung herunter.</p>
<p>Aber auch für die Freunde der bereits für Leopard und Snow Leopard verfügbaren Stimmen der á Capella Group, die über <a href="http://www.assistiveware.com/" target="_blank">AssistiveWare</a> heruntergeladen und käuflich erworben werden können, gibt es Entwarnung: Diese funktionieren weiterhin, bei mir nach einem Upgrade von Snow Leopard auf Lion sogar ohne neuinstallation oder erneute Aktivierung. Wem also die Nuance-Stimmen nicht gefallen, der kann weiterhin Infovox iVox nutzen. AssistiveWare sagen selbst, dass sie bis Ende des Monats ihre Produkte auf mit Lion kompatible Versionen aktualisieren wollen, meine Tests mit den Stimmen haben allerdings gezeigt, dass die reinen Stimmenpakete anscheinend weiterhin problemlos funktionieren.</p>
<p>Die Tatsache, dass Stimmen u. a. für Deutsch vorinstalliert sind, bedeutet, dass man jetzt in einem Apple oder Gravis Store nicht nur iPhones und iPads in seiner Muttersprache ausprobieren kann, sondern auch alle Varianten des Macs. Bei einer frischen Installation von Lion auf deutsch wird automatisch mit Yannick Compact gesprochen, so dass VoiceOver ohne Installation einer externen Sprachausgabe sofort in deutsch zu sprechen beginnt.</p>
<p>Einziger Wermutstropfen: Während der Installation wird diese Stimme noch nicht verwendet, hier quatscht immer noch die Decktalk-Variante &#8220;Fred&#8221; in allen Sprachen. Dies gilt aber nur für den Installationsvorgang von der Recovery-Partition, nicht für das Setup nach der allerersten Installation. Der Assistent, bei dem man u. a. nach seiner Apple-ID gefragt wird, wird bereits mit einer deutschen Stimme begleitet.</p>
<h3>Neue Braille-Funktionen</h3>
<p>VoiceOver liefert jetzt Brailletabellen in verschiedenen Sprachen mit, unter anderem deutsch. Auch die Kurzschriftübersetzung ist für deutsch und weitere unterstützte Sprachen verfügbar. Leider gibt es zur Zeit keine Möglichkeit, bei der Kurzschriftübersetzung die Anzeige von Großbuchstaben abzuschalten, so dass die Kurzschriftdarstellung nicht ganz der eines Standard-Buches entspricht, in der es ja keine Anzeige von Großbuchstaben gibt.</p>
<p>Durch Brailleausführlichkeit kann man jetzt angeben, was in verschiedenen Situationen angezeigt werden soll und somit gerade auf kleineren Displays den Platz effizienter nutzen.</p>
<h3>Aktivitäten</h3>
<p>VoiceOver-Aktivitäten sind Sätze von Einstellungen, auf Wunsch alle, die das VoiceOver-Dienstprogramm zur Verfügung stellt, die für bestimmte Situationen oder bestimmte Anwendungen angepasst werden können. So kann man z. B. eine Aktivität für eine Anwendung einstellen, oder man öffnet mit VO+X ein Menü aller verfügbaren Aktivitäten, weil man im Web zum Einkaufen vielleicht eine schnellere Sprechgeschwindigkeit und andere Stimme verwendet als zum Lesen von Artikeln, Blogs usw. Eine Aktivität kann hierbei durchaus auch auf mehrere Anwendungen automatisch angewendet werden.</p>
<h3>Ziehen und Ablegen (<span lang="en">Drag and Drop</span>)</h3>
<p>VoiceOver unterstützt jetzt das automatisierte <span lang="en">Drag and Drop</span>. Dies war bisher durch eine Kombination mehrerer Befehle bereits möglich, wurde jetzt jedoch erheblich vereinfacht.</p>
<ol>
<li>Man wählt mit den VoiceOver-navigationsbefehlen oder der Tastatur das zu ziehende Objekt an und drückt <kbd>VO+Komma</kbd>.</li>
<li>Man navigiert mit dem VoiceOver-Cursor an die gewünschte Zielstelle am Bildschirm und drückt eine der folgenden Tasten:
<ol>
<li><kbd>VO+Punkt</kbd> zum Fallenlassen auf dem Objekt, auf dem sich der VoiceOver-Cursor gerade befindet. Das Resultat hängt von der Anwendung ab.</li>
<li><kbd>VO+< (Kleiner als</kbd> Das Objekt auf dem Objekt, das dem Objekt, auf dem der VoiceOver-Cursor steht, voransteht. Hierbei ist die Navigationsreihenfolge gemeint, nicht die visuelle Anordnung auf dem Bildschirm.</li>
<li><kbd>VO+> (Größer als</kbd> zum Fallenlassen auf dem Objekt, das dem Objekt unterm VoiceOver-Cursor navigationsmäßig nachfolgt.</li>
</ol>
</li>
</ol>
<p>Hierbei unterliegt der Vorgang denselben Beschränkungen wie von Windows-Screen-Readern her gewohnt: Sind nicht mehr beide Objekte visuell am Bildschirm sichtbar, weil eines in der Zwischenzeit verdeckt wurde oder weggescrollt ist, schlägt der Vorgang fehl. Auch sind nicht alle Objekte von VoiceOver zum Ziehen freigegeben: Auf den meisten Webelementen erlaubt es schon das Markieren als zu ziehendes Objekt nicht. So kann man z.B. nicht wie der Sehende in Google Plus einen Kontakt auf einen Kreis ziehen, um ihn diesem Kreis hinzuzufügen.</p>
<h3>Schnelle Navigation mit einzelnen Buchstaben auf Webseiten</h3>
<p>Ähnlich dem Modell von Windows-Screen-Readern kann man in VoiceOver jetzt optional einstellen, dass man durch das Tippen einzelner Buchstaben ohne Umschalttasten wie <kbd>Befehlstaste</kbd> zu bestimmten Elementen navigieren kann. Dies sollte Umsteigern den Umstieg noch weiter erleichtern.</p>
<h3>Aufgeräumteres VoiceOver-Dienstprogramm</h3>
<p>Die Benutzeroberfläche des Dienstprogrammes für VoiceOver wurde an einigen Stellen überarbeitet, um neue Funktionen elegant zu integrieren und einige Tabs übersichtlicher zu gestalten. Weiterhin gibt es jetzt eine Suchfunktion, mit der eine bestimmte Funktion leicht aufgefunden werden kann, wenn man vergessen hat, wo genau sie sich verbirgt.</p>
<h3>Unterstützung von Anwendungen</h3>
<h4>Kalender</h4>
<p>Die Navigation und Interaktion mit Kalenderobjekten wurde stark verbessert, auch die Überarbeitung des Kalenders selbst bringt für VoiceOver eine weitere Verbesserung der Zugänglichkeit des ohnehin schon sehr zugänglichen Kalenders.</p>
<h4>Mail</h4>
<p>Das neue, für meine Begriffe sehr gelungene, mail wird von VoiceOver unterstützt. Es ist also nicht nötig, außer man möchte es aus Gewohnheit tun, auf die klassische Darstellung, die man aus Snow Leopard gewohnt ist, umzuschalten. Die neue, konversationsorientierte, darstellung ist mit VoiceOver genauso nutzbar. Nach wenigen Minuten des Eingewöhnens möchte ich diese Darstellung, die auch schon vom iPad und iPhone bekannt ist, nicht mehr missen. Die Vorschau der einzelnen Mails wird automatisch vorgelesen und gibt so einen schnellen Überblick über den wichtigsten Inhalt der Mail.</p>
<h4>Safari</h4>
<p>Es werden jetzt Navigationspunkte (WAI-ARIA Landmarks) erkannt. Die deutsche Übersetzung ist etwas hakelig geworden, so sagt VoiceOver beim Erreichen eines Orientierungspunkts z. B. "Banner eingeben". Warum man nicht einfach die gut funktionierende Übersetzung von iOS genommen hat, erschließt sich mir nicht.</p>
<p>VoiceOver sagt jetzt erforderliche und ungültige Einträge an, wenn diese mit HTML5 oder WAI-ARIA ausgezeichnet sind. Auch werden WAI-ARIA Dialoge und <span lang="en">Live Regions</span> unterstützt.</p>
<p>Die Interaktion mit formatierbarem Text, z. B. beim Verfassen einer Mail in GoogleMail, wurde verbessert.</p>
<p>VoiceOver kommt spürbar besser und schneller mit sich dynamisch aktualisierenden Seiten wie Facebook zurecht.</p>
<h4><span lang="en">LaunchPad</span> und <span lang="en">Mission Control</span></h4>
<p>Auch die neuen Funktionen <span lang="en">LaunchPad</span> und <span lang="en">Mission Control</span> sind mit VoiceOver bedienbar. Der wirkliche Nutzen erschließt sich mir aber nur, wenn ich die Trackpad-Steuerung aktiviert habe und somit die Objekte tatsächlich berühre. Die Navigation im Gitter mit der Tastatur ist nicht effizienter als das Wählen einer Anwendung aus dem Dock oder dem Programme-Ordner im <span lang="en">Finder</span>, sondern eher langsamer, weil man hier keine Möglichkeit der Eingabe von Buchstaben hat, um ein Programm gezielt anzuspringen.</p>
<h4>Die neue Rechtschreibkorrektur und Autovervollständigung</h4>
<p>Die neue Autovervollständigung wird von VoiceOver unterstützt. Ertönt der auch vom iPhone bekannte Blubberton, kann man mit <kbd>Pfeil runter</kbd> die Rechtschreibvorschläge ansteuern, mit <kbd>rechts</kbd> und <kbd>links</kbd> die einzelnen Vorschläge auswählen und mit Eingabe von z. B. Leerzeichen oder einem Satzzeichen übernehmen, oder man drückt <kbd>Pfeil rauf</kbd>, um keinen der Vorschläge zu akzeptieren.</p>
<h3>Kleine Detailverbesserungen</h3>
<p>Es sind aber auch die Detailverbesserungen, die das Arbeiten unter Lion mit VoiceOver zu einem schönen Erlebnis machen. So werden bei Tabellen, denen von einem programm Zeilen hinzugefügt werden, die gewählten Zeilen nicht automatisch erneut vorgelesen, nur weil neue Inhalte dazugekommen sind. Gerade bei einem Programm wie dem Twitter-Client Syrinx ist dies eine angenehme Reduzierung der Geschwätzigkeit.</p>
<p>Das Vorlesen im Web geht meines Erachtens nach etwas flüssiger vonstatten als unter Snow Leopard. In manchen Situationen (ich habe noch nicht genau herausgefunden, welche) kann man sogar während des Vorlesens eines Absatzes <kbd>VO+A</kbd> drücken, und das Vorlesen wird nicht unterbrochen, sondern das Objekt wird zu Ende gelesen und dann mit dem nächsten weitergemacht.</p>
<h3>Fazit</h3>
<p>Von vielen wird bemängelt, dass Lion kein großer Fortschritt sei. In Bezug auf die Zugänglichkeit dynamischer und mit neuen Technologien wie HTML5 und WAI-ARIA zugänglich gemachter Webinhalte ist VoiceOver in Lion hingegen doch ein sehr großer Fortschritt, da die Menge an unterstützten Widgets dramatisch zugenommen hat.</p>
<p>Auch die neuen Oberflächen von Mail und Kalender sind, wenn man viel mit diesen Programmen arbeitet, das Upgrade definitiv wert.</p>
<p>Etwas weniger sinnvoll ist <span lang="en">LaunchPad</span> für VoiceOver-Benutzer, die die Trackpad-Steuerung nicht benutzen.</p>
<p>Die eingebauten und kostenlos herunterladbaren Stimmen sind ein echter Zugewinn! Man ist nicht mehr zwangsweise auf den Erwerb von Stimmen eines Drittanbieters angewiesen, sondern bekommt schön klingende und dennoch sehr reaktionsschnelle Stimmen frei haus mitgeliefert, man muss lediglich ein bisschen Zeit aufwenden, sie per Softwareaktualisierung herunterzuladen.</p>
<p>Für €23,99 bekommt man hier definitiv eine ganze Menge Neues fürs Geld geboten, und ich kann das Upgrade nur wärmstens empfehlen!</p>
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		<title>Neue Mailingliste für Apple-spezifische Themen der Zugänglichkeit</title>
		<link>http://www.zehe-edv.de/2008/12/24/neue-mailingliste-fur-apple-spezifische-themen-der-zuganglichkeit/</link>
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		<pubDate>Wed, 24 Dec 2008 08:00:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marco</dc:creator>
				<category><![CDATA[Apple]]></category>
		<category><![CDATA[Zugänglichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Mailingliste]]></category>

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		<description><![CDATA[Da mein Beitrag über die Zugänglichkeit von Mac OS X auch außerhalb des Blogs eine rege Resonanz gefunden hat, habe ich mich entschlossen, eine deutschsprachige Mailingliste einzurichten, die sich mit dem Themenkreis Apple und deren zugängliche Produkte wie Mac OS &#8230; <a href="http://www.zehe-edv.de/2008/12/24/neue-mailingliste-fur-apple-spezifische-themen-der-zuganglichkeit/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Da mein <a href="http://www.zehe-edv.de/2008/11/19/mac-os-x-zuganglichkeit-eine-erfolgsgeschichte/">Beitrag über die Zugänglichkeit von Mac OS X</a> auch außerhalb des Blogs eine rege Resonanz gefunden hat, habe ich mich entschlossen, eine deutschsprachige Mailingliste einzurichten, die sich mit dem Themenkreis Apple und deren zugängliche Produkte wie Mac OS und dessen Anwendungen, den iPod Nano der vierten Generation usw. beschäftigt. Diese Liste soll zum Erfahrungsaustausch zwischen Anwendern dienen, richtet sich aber genauso an diejenigen, die bisher keinen Apple verwenden, sich aber informieren möchten. <a href="http://www.as-2.de/mailman/listinfo/apple-freunde">Hier geht&#8217;s zur Infoseite mit Anmeldemöglichkeit</a>.</p>
<p>Also dann, auf einen fruchtbaren Austausch!</p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Mac OS X Zugänglichkeit: Eine Erfolgsgeschichte</title>
		<link>http://www.zehe-edv.de/2008/11/19/mac-os-x-zuganglichkeit-eine-erfolgsgeschichte/</link>
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		<pubDate>Wed, 19 Nov 2008 13:36:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marco</dc:creator>
				<category><![CDATA[Apple]]></category>
		<category><![CDATA[Zugänglichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Mac]]></category>
		<category><![CDATA[VoiceOver]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit ein paar Jahren schon gibt es neben Windows andere Desktop-Betriebssysteme, die Barrierefreiheitsfunktionen zur Verfügung stellen und für die es Screen Reader gibt. Orca ist seit Version 2.18 des GNOME Desktop fester Bestandteil dieses Pakets und somit in jeder Distribution, &#8230; <a href="http://www.zehe-edv.de/2008/11/19/mac-os-x-zuganglichkeit-eine-erfolgsgeschichte/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit ein paar Jahren schon gibt es neben Windows andere Desktop-Betriebssysteme, die Barrierefreiheitsfunktionen zur Verfügung stellen und für die es Screen Reader gibt. Orca ist seit Version 2.18 des GNOME Desktop fester Bestandteil dieses Pakets und somit in jeder Distribution, die den GNOME Desktop vorinstalliert, ebenfalls verfügbar. Dies ermöglicht auch einigen Distributionen, sprechende Installationen zur Verfügung zu stellen, mit deren Hilfe ein Blinder das Betriebssystem selbständig installieren kann.</p>
<p>Während der Entwicklung von Mac OS X 10.4 Tiger betrat auch Apple das Feld der Zugänglichkeit für sein Betriebssystem und bietet seitdem den Screen Reader <a href="http://www.apple.com/de/accessibility/voiceover/">VoiceOver</a> als festen Bestandteil des Betriebssystems an. Dies ist nichts Neues, zumal es inzwischen den Nachfolger Mac OS X 10.5 Leopard gibt. Ich hatte jedoch vor ein paar Tagen Gelegenheit, VoiceOver das erste Mal selbst unter den Fingern zu haben und muss gestehen, dass ich hin und weg bin, was die Zugänglichkeit und die Möglichkeiten angeht!</p>
<p>Das geht schon damit los, dass nach dem Einschalten des Macs ein Hinweis gesprochen wird, dass, wenn man nicht sehen kann, man <kbd>Befehlstaste+F5</kbd> (oder <kbd>Cmd+F5</kbd>) drücken soll, um Sprachunterstützung bei der Ausführung des Setupassistenten zu bekommen. Kleiner Wehrmutstropfen hierbei ist, dass Apple selbst nur englische Stimmen mitliefert. Wenn Apple ein Abkommen mit einem Hersteller wie <a href="http://www.cepstral.com">Cepstral</a> oder <a href="http://www.assistiveware.com">Assistive Ware</a> treffen würde, um auch fremdländische Stimmen gleich von Haus aus mitzuliefern, wäre das Bild perfekt! Die englische Stimme namens Alex, die standardmäßig zu sprechen beginnt, ist an sich aber schon ein echtes Schmankerl. Nicht nur, dass sie sehr schön klar ist, Apple hat ihr auch einen Lufthol-Algorithmus spendiert, der sie noch natürlicher klingen lässt.</p>
<p>Es benötigt also nur einen Tastendruck, um VoiceOver zu starten und den Setupassistenten somit zugänglichdurchlaufen zu können. Nach Beendigung dieses Assistenten war ich per WLAN verbunden und der Mac war sofort einsatzbereit.</p>
<p>Spaßeshalber habe ich dann auch mal die Mac-OS-X-DVD eingelegt und von dieser gebootet. Auch diese lädt ein vollständiges Betriebssystem, und VoiceOver ist, sobald die DVD das erste Mal aufhört, sich zu drehen, nur einen Druck auf <kbd>Befehlstaste+F5</kbd> entfernt. Das Installationsprogramm wird automatisch gestartet, von diesem aus sind aber auch Zugriffe auf das Disk Utility und andere Programme zur Wartung des Computers erreichbar und somit voll sprachunterstützt einsatzfähig.</p>
<p>Im Vergleich hierzu gibt es unter Windows nur im grafischen Teil der Installation, und dann auch nur in englischsprachigen Versionen, die Möglichkeit, Narrator zu starten. Der nichtgrafische Teil, also der Teil, in dem Festplatten partitioniert und formatiert werden können, ist vollständig unzugänglich. Hinzu kommt, dass man unter Windows XP mit Microsoft Sam vorlieb nehmen muss, was ja nun wahrlich kein Vergnügen ist. Unter Vista gibt es eine Stimme namens Anna, die nur unwesentlich besser ist.</p>
<p>Unter Linux ist das Bild uneinheitlich: Während man bei Ubuntu 8.04 Hardy Heron nur eine überschaubare Anzahl Tasten in der richtigen Reihenfolge im Blindflug drücken musste, hat Ubuntu 8.10 hier wieder einen echten Rückschritt hingelegt. Jetzt muss man wieder die Live-CD starten, Orca beenden, als SuperUser neu starten und hoffen, dass man sich auf dem Weg dahin nicht vertippt, Ubiquity hochfahren und hoffen, dass Ubiquity und Orca sich dann auch unterhalten. Andere Distributionen bieten nur brailleunterstützte oder anderweitig klimmzugartige Techniken an, um einen zugänglichen Installationsvorgang hinzubekommen. Nur was für hartgesottene, aber keinesfalls was für Anfänger oder Gelegenheits-Tüftler. Die neue Ausgabe von Open Solaris soll ebenfalls einen zugänglichen Installer bieten, wie der aber funktioniert, weiß ich noch nicht.</p>
<p>Hinzu kommt, dass sowohl unter Windows als auch unter Linux die Gefahr besteht, dass die Hardware, auf die das System installiert werden soll, nicht erkannt wird. Im schlimmsten Fall wird die Soundkarte nicht erkannt, und man sitzt buchstäblich im Dunkeln. Hier zeigt sich der Vorteil der Kopplung von Betriebssystem und Hardware: Apple wissen, was sie in ihren Rechnern für Hardware haben und können so sicherstellen, dass die Unterstützung durch VoiceOver immer gewährleistet ist.</p>
<p>Ist Windows dann mal installiert, kommt man mit Narrator nicht einmal soweit, sich NVDA herunterzuladen, um einen vollwertigen Screen Reader zu haben. Also am besten die portable Version von NVDA vor der Neuinstallation auf einen USB-Stick ziehen, um nach der Installation dann sofort einsatzfähig zu sein.</p>
<p>Auch die Menge an bereits zugänglichen Anwendungen hat mich begeistert. Nicht nur die betriebssystemeigenen Anwendungen wie TextEdit, Mail, Safari o. ä., oder die Zusatzprogramme wie QuickTime und iTunes sind nutzbar, sondern z. B. auch Skype und OpenOffice. Skype ist eine von Blinden sehr häufig genutzte Internettelefonie-Anwendung, und die ist z. B. unter Linux gar nicht zugänglich. Dies ist eine der am häufigsten nachgefragten Anwendungen, wenn man über die Zugänglichkeit von Linux redet. Es steht zu hoffen, dass mit der Umstellung der Kommunikationswege weg von Corba hin zu D-Bus sich hier Verbesserungen auftun. OpenOffice ist seit Version 3.0 eine native Cocoa-Anwendung unter Mac OS und bietet volle Unterstützung von VoiceOver.</p>
<p>Und eben die Tatsache, den Screen Reader mit einem einzigen Tastendruck starten (und auch wieder beenden) zu können, ist ein ziemlich überzeugendes Argument! Wenn also eventuell in nächster Zeit eine Neuanschaffung in Sachen Desktop- oder Notebook-Computer ansteht, warum nicht mal im nächsten Mac-Shop vorbeischauen und sich die Modelle vorführen lassen?</p>
<p>Apple haben eine Zeit gebraucht, um die Zugänglichkeitsbühne zu betreten. Das, was sie aber vorweisen, kann sich wirklich sehen lassen.</p>
<p>Dies unterstreicht die Dringlichkeit, mit der wir bei Mozilla an der Fertigstellung unseres Supports für VoiceOver arbeiten müssen, damit Anwender auch unter diesem Betriebssystem Dinge wie WebVisum werden nutzen können.</p>
<p>Ich plane in naher Zukunft eine Serie von Audiovorführungen zu diesem Thema, die ich der ISCB zur Bereitstellung im Audiobereich anbieten werde.</p>
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		<title>Warum ich mir noch keinen Apple iPod kaufen würde</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Oct 2008 14:38:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marco</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Freizeit]]></category>
		<category><![CDATA[iPod]]></category>
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		<category><![CDATA[Zugänglichkeit]]></category>

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		<description><![CDATA[Kürzlich hat Apple eine verbesserte Zugänglichkeit in iTunes 8 und dem iPod Nano vierter Generation verkündet. Dies ist ein wichtiger Durchbruch im Bereich der Barrierefreiheit von Musikplayern von der Stange. Die Hersteller eines weit verbreiteten MP3 Players haben Funktionen eingebaut, &#8230; <a href="http://www.zehe-edv.de/2008/10/01/warum-ich-mir-noch-keinen-apple-ipod-kaufen-wurde/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kürzlich hat Apple eine <a href="http://www.apple.com/accessibility/itunes/vision.html">verbesserte Zugänglichkeit in iTunes 8 und dem iPod Nano vierter Generation</a> verkündet. Dies ist ein wichtiger Durchbruch im Bereich der Barrierefreiheit von Musikplayern von der Stange. Die Hersteller eines weit verbreiteten MP3 Players haben Funktionen eingebaut, damit dieses Gerät auch von Sehgeschädigten verwendet werden kann. Bisher gab es lediglich Projekte wie <a href="http://www.rockbox.org/">Rockbox</a>, in denen eine zusätzliche <span lang="en">Firmware</span> für bestimmte Geräte programmiert wird, die dann zugänglich ist. Diese Herangehensweise bietet aber immer nur eingeschränkten Zugriff. So ist zum Beispiel das Abspielen DRM-geschützter Inhalte aus dem <span lang="en">iTunes Music Store</span> nicht mit der Rockbox-Software für einige ältere iPod-Modelle möglich.</p>
<p>Auf der anderen Seite gibt es neue innovative Ansätze von Firmen wie <a href="http://www.humanware.com/"><span lang="en">HumanWare</span></a>, die Produkte wie den <a href="http://www.baum.de/de/produkte/daisy/victorreaderstream.php"><span lang="en">VictorReader Stream</span></a> herstellen. Dies ist ein kleines Abspielgerät für <a href="http://www.daisy.org/"><span lang="en">DAISY</span></a>- und <a href="http://www.audible.de/"><span lang="en">Audible</span></a>-Hörbücher und MP3-, Ogg-Vorbis und Flac-Dateien. Das Revolutionäre am <span lang="en">Stream</span> ist, dass er mit einer zweisprachigen Sprachausgabe daherkommt, die nicht nur Texte in verschiedenen Formaten vorlesen, sondern auch die Dateinamen und Metadaten von Musikdateien und Hörbüchern sprechen kann.</p>
<p>Die Frage, die ich mir beim Lesen von Apples Bekanntmachung stellte, war, ob dies nun die Notwendigkeit blindenspezifischer Geräte überflüssig macht. Und die Antwort kam fast prompt: Soweit sind wir noch nicht! Erst wenn Hersteller solcher Massenprodukte auch eher blindenspezifische Funktionen und Formate unterstützen, werden sie zu einer echten Alternative. Da ich inzwischen bei <a href="http://www.soforthoeren.de">Sofort Hören</a> auch Hörbücher im <span lang="en">DAISY</span>-Format entdeckt habe, bleibt zu hoffen, dass dieses Format auch bald von herkömmlichen Musikplayern unterstützt wird.</p>
<p>Die zweite Frage, die ich mir stellte, war, würde ich mir einen neuen Player kaufen, wäre dies ein iPod? Ich besitze seit März diesen jahres einen <span lang="en">Stream</span>. Für mich stellt sich die Frage konkret also nicht. Aber selbst wenn dem so wäre, würde ich mich zur Zeit dennoch immer noch für einen <span lang="en">Stream</span> entscheiden. Und hier sind die Gründe dafür.</p>
<h3>Mehr Flexibilität bei der Sprachausgabe</h3>
<p>Der <span lang="en">Stream</span> bietet eine zweisprachige Sprachausgabe zum Vorlesen von Texten und Dateinamen und Metadaten. Eine Sprache ist immer englisch, die zweite eine individuelle Landessprache. In meinem Fall ist diese natürlich deutsch. Der Ansatz von Apple ist, die Prompts für Menüs und Dateinamen auf dem Desktop-Computer vorzusynthetisieren, indem das im Betriebssystem integrierte oder ein zusätzliches Sprachausgabesystem verwendet wird. Dies ist aber immer einsprachig. Wenn ich also meine Menüprompts in deutscher Sprache haben möchte, werden auch die Dateinamen meiner englischsprachigen MP3-Dateien mit deutschen Ausspracheregeln und Phonemen vorgelesen, was natürlich etwas gewöhnungsbedürftig klingt.</p>
<h3>Kein Kauf einer weiteren Sprachausgabe notwendig</h3>
<p>Wenn man einen <span lang="en">Stream</span> erwirbt, ist die zweisprachige Sprachsynthese gleich an Bord. Um mit iTunes und dem iPod die volle Funktionalität nutzen zu können, ist der Erwerb einer Sprachausgabe notwendig, die mit der Microsoft Speech API 5 kompatibel ist. Anwender des JAWS Screen Readers haben Glück, seit Version 8 liefert JAWS die RealSpeak Solo aus, welche eine mehrsprachige SAPI-5-Sprachausgabe ist. Anwender anderer Screen Reader müssen zu anderen Sprachausgabeangeboten und somit in die Tasche greifen. Und ich möchte meine iPod-Menüs ehrlich gesagt nicht von Microsoft <span lang="en">Sam</span> vorgelesen bekommen. Öffnen Sie mal unter Windows XP die Systemsteuerung und wählen Sprachein-/-ausgabe. Lassen Sie sich das Beispiel von der Standardstimme vorsprechen, dann wissen Sie, was ich meine. <img src='http://www.zehe-edv.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' />  Die Stimmqualität unter Windows Vista ist nicht viel besser, und außerdem sind diese Sprachen alle nur auf englisch verfügbar.</p>
<h3>Unterstützung von Hörbüchern im <span lang="en">DAISY</span>-Format</h3>
<p>Der Apple iPod unterstützt die in <span lang="en">DAISY</span>-Büchern zur Verfügung stehenden Navigationsmöglichkeiten nicht. Man kann diese Hörbücher lediglich als MP3-Dateien hören. Die Navigation durch Abschnitte oder Phrasen ist jedoch nicht möglich. Da meine Maxime ist, mir die größtmögliche Flexibilität zu bewahren, würde ich mich nicht beschränken lassen wollen, aus allen möglichen Quellen Hörbücher zu erhalten. Wenn ich Bücher im <span lang="en">DAISY</span>-Format verwenden möchte, möchte ich dies auch im vollen Umfang tun.</p>
<h3>Keine Unterstützung für die Formate Ogg Vorbis und Flac</h3>
<p>Ich weiß, dies ist ein sehr subjektiver Punkt. Ich bevorzuge es, meine CDs im Format Ogg Vorbis zu rippen, da dieses Format erheblich bessere Klangergebnisse liefert als MP3. Die iPods unterstützen selbst in der neuesten Generation die Formate Ogg Vorbis und Flac nicht.</p>
<h3>Unterstützung verschiedener Dateiformate</h3>
<p>Der <span lang="en">Stream</span> unterstützt das Vorlesen von Dateien unter anderem in den Formaten Text, HTML, XML und RTF. Auch das Vorlesen formatierter Brailledateien ist möglich.</p>
<h3>Notizfunktion</h3>
<p>Mit dem <span lang="en">Stream</span> kann ich Notizen entweder mit einem externen oder dem eingebauten Mikrofon aufnehmen. Abhängig von der eingelegten Speicherkarte kann ich damit sogar ganze Präsentationen mitschneiden. Zugegeben, diese Funktion, wie auch die zuvor genannte, sind sehr spezifisch auf den Bedarf blinder Anwender zugeschnitten. Es ist jedoch sehr effizient, Aufnahmen mit dem <span lang="en">Stream</span> zu machen. Es geht wesentlich schneller als mit der Notizfunktion des Handys herumzuwerkeln, ja ich würde sogar behaupten schneller als der Griff zu Stift und Papier.</p>
<h3>Mehr Flexibilität bei der Wahl des Speichers</h3>
<p>Der <span lang="en">Stream</span> arbeitet mit ganz normalen SD- oder SDHC-Speicherkarten, die man in jedem Fotogeschäft bekommt. Der zur Verfügung stehende Speicher ist somit theoretisch endlos. Im iPod Nano der vierten Generation ist man auf 8 oder 16 Gigabyte Flash-Speicher festgelegt. Wenn man bedenkt, dass für die Dateien, in denen die Sprachprompts gespeichert werden, Speicher benötigt wird, hat man sogar weniger für seine Musik zur Verfügung als ein sehender iPod-Benutzer.</p>
<h3>Die freie Auswahl bei der Wahl der Quellen für Musikinhalte</h3>
<p>Verwendet man den iPod, ist man zwangsläufig auf <span lang="en">iTunes</span> und den <span lang="en">iTunes Music Store</span> festgelegt. Obwohl dieser auch DRM-freie Inhalte anbietet, steht die große Mehrheit der Inhalte lediglich in dem kopiergeschützten und mit 128 kbit/s nicht gerade üppig codierten Aac-Format zur Verfügung. Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass andere Musikdownloadportale mit 128 kbit/s codierte Windows Media Audio (WMA)-Dateien verwenden, die ich ähnlich wenig ansprechend finde. Wenn ich Musik aus dem Internet herunterlade, nehme ich eigentlich nur mit hoher Qualität codierte MP3-Dateien, die nicht kopiergeschützt sind. Finde ich das Gesuchte dort nicht, gehe ich zu Amazon und kaufe mir die CD, um sie dann in meinem favorisierten Ogg-Vorbis-Format zu rippen. Nennen Sie mich altmodisch, aber ich gehöre zu denen, die lieber ganze Alben als einzelne Musikstücke kaufen. Das fühlt sich immer so unvollkommen an.</p>
<p>Der <span lang="en">Stream</span> ermöglicht mir diese Flexibilität, während mich der iPod auf <span lang="en">iTunes</span> zum Kopieren der Dateien und Kauf der Musikstücke beschränkt. Für den <span lang="en">Stream</span> lege ich meine SD-Karte in den Kartenleser, kopiere die Dateien mit meinem bevorzugten Dateiverwaltungsprogramm, schiebe die Karte in den <span lang="en">Stream</span> zurück, und ab geht die Post!</p>
<h3>Aber gibt es denn gar keine Argumente <strong>für</strong> den iPod?</h3>
<p>Das einzige Argument, das mir zur Zeit einfällt, ist der Preis. Der iPod Nano mit 16 Gigabyte Speicher kostet nur ungefähr die Hälfte von dem, was ein <span lang="en">Stream</span> kostet.</p>
<p>Ein anderes Argument, das manche ins Feld führen könnten, ist die &#8220;Trendigkeit&#8221; des iPods. Aber mehr als die Gewissheit, dass man mit einem iPod <span lang="en">trendy</span> wirken könnte, bleibt dabei auch nicht hängen und sollte nie das entscheidende Argument für die Wahl eines Hilfsmittels sein. Zugegeben, der <span lang="en">Stream</span> sieht &#8211; und hier zitiere ich den 8-jährigen Sohn eines Bekannten &#8211; mit seinem Lautsprecher, eingebauten Mikrofon und den recht großen Tasten und dem doch eher eckigen Gehäuse ein bisschen aus wie ein Handy aus der Mitte der 90er Jahre. Für manche wird sich der iPod mit Sicherheit viel attraktiver anfühlen.</p>
<p>Wenn man sich weitere Funktionen des iPod anguckt, so ist meine Meinung, dass das Betrachten von Bildern nun leider völlig am Ziel vorbei schießt und das Angucken von Videos nur dann interessant ist, wenn man sich Filme oder Serienepisoden im <span lang="en">Store</span> ausleihen oder diese erwerben möchte. Wenn man vom Fernsehen aufzeichnet oder DVDs verwendet, gibt es genug Möglichkeiten, lediglich die Audiodaten zu extrahieren und diese auf dem <span lang="en">Stream</span> mitzunehmen.</p>
<p>Nachdem ich dies nun alles angeführt habe, möchte ich noch einmal verdeutlichen, dass ich Apples Schritte in diese Richtung weder für falsch noch für brotlose Kunst halte. Ich finde es ganz fantastisch, dass sie diese Schritte unternommen haben und möchte sie ausdrücklich ermutigen, diesen Weg weiter zu beschreiten. Ich möchte weiterhin andere ermutigen, diesem Beispiel zu folgen. Je mehr Auswahl zur Verfügung steht, desto besser ist dies für alle!</p>
<p>Und falls jetzt jemand von Apple diese Zeilen liest und daran denkt, mir ein Weihnachtsgeschenk machen zu wollen, so seien Sie versichert, dass ich diese Geste dankbar zur Kenntnis nehmen und auch eine positive Rezension auf meinem Blog veröffentlichen würde. <img src='http://www.zehe-edv.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
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