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	<title>Marco Zehe EDV-Beratung &#187; Apple</title>
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	<description>Gedanken und Kommentare rund um Barrierefreiheit in der Softwarebranche</description>
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		<title>Zugänglicher Firefox unter OS X &#8211; es tut sich was!</title>
		<link>http://www.zehe-edv.de/2012/01/17/zuganglicher-firefox-unter-os-x-es-tut-sich-was/</link>
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		<pubDate>Tue, 17 Jan 2012 15:13:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marco</dc:creator>
				<category><![CDATA[Apple]]></category>
		<category><![CDATA[Firefox]]></category>
		<category><![CDATA[Zugänglichkeit]]></category>
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		<description><![CDATA[Hiermit möchte ich der werten Leserschaft mitteilen, dass das lange Jahre brach liegende Projekt der Zugänglichkeit des Firefox unter Mac OS X in letzter Zeit frischen Wind abbekommen hat und sich im letzten Monat viel getan hat! Hub Figuière, ein &#8230; <a href="http://www.zehe-edv.de/2012/01/17/zuganglicher-firefox-unter-os-x-es-tut-sich-was/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hiermit möchte ich der werten Leserschaft mitteilen, dass das lange Jahre brach liegende Projekt der Zugänglichkeit des Firefox unter Mac OS X in letzter Zeit frischen Wind abbekommen hat und sich im letzten Monat viel getan hat!</p>
<p><a href="http://www.figuiere.net/hub/blog/">Hub Figuière</a>, ein neuer Kollege im Accessibility-Team von Mozilla, der im November bei uns angefangen hat, kümmert sich zur Zeit mit Hochdruck um die Zugänglichkeit und Unterstützung für VoiceOver unter Mac OS X Snow Leopard und Lion. In den nächsten Wochen werde ich auf diesem Blog die Verfügbarkeit einer zum Testen geeigneten Version ankündigen. Diese wird eine Menge Probleme haben. Einige davon dürften uns intern schon bekannt sein, andere jedoch höchstwahrscheinlich nicht, und genau dafür würde ich mich sehr über testende Hilfe aus der Community freuen! Die Builds werden instabil sein, es wird längst nicht alles funktionieren und für einige Zeit noch nicht produktiv einsetzbar sein. Aber mit eurer Hilfe können wir das ändern und haben jetzt auch die Manpower dazu!</p>
<p>Diejenigen, die unsere Community schon kennen, können <a href="https://bugzilla.mozilla.org/show_bug.cgi?id=osxa11y">diesem Meta-Bug</a> folgen, um den Fortschritt zu beobachten.</p>
<p>Alle anderen können gern hier ihre Unterstützung signalisieren, sei es durch testen oder einfach nur moralisch, indem sie unter diesem Beitrag einen Kommentar hinterlassen. Ich würde mich freuen!</p>
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		<title>Meine erste Woche mit dem iPhone 4S</title>
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		<pubDate>Fri, 21 Oct 2011 09:33:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marco</dc:creator>
				<category><![CDATA[Apple]]></category>
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		<description><![CDATA[Pünktlich zum Verkaufsstart am 14.10. brachte mir der UPS-Fahrer vor jetzt genau einer Woche mein iPhone 4S. Dessen größte Neuerung gegenüber dem iPhone 4, das ich bisher besaß, ist natürlich Siri, die Spracherkennung und der persönliche Assistent. Und genau das &#8230; <a href="http://www.zehe-edv.de/2011/10/21/meine-erste-woche-mit-dem-iphone-4s/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Pünktlich zum Verkaufsstart am 14.10. brachte mir der UPS-Fahrer vor jetzt genau einer Woche mein <a href="http://www.apple.com/de/iphone/">iPhone 4S</a>. Dessen größte Neuerung gegenüber dem iPhone 4, das ich bisher besaß, ist natürlich <a href="http://www.apple.com/de/iphone/features/#siri">Siri</a>, die Spracherkennung und der persönliche Assistent. Und genau das ist es, was Siri ist, ein persönlicher Assistent, viel mehr als nur eine Spracherkennung.</p>
<p>Zunächst wurde ich allerdings von dem inzwischen allgegenwärtigen <a href="http://heise.de/-1361853">SIM-PIN-Problem</a> heimgesucht. Zunächst glaubte ich, ein Montagsgerät erwischt zu haben. Übers Wochenende entdeckte ich dann jedoch im Internet, dass ich hier durchaus nicht der einzige war.</p>
<p>Dies hielt mich aber nicht davon ab, Siri und auch das iPhone sonst auf Herz und Nieren zu prüfen. Siri zeigt sich auch im Deutschen schon sehr fähig und reaktionsschnell. Fragen wie &#8220;Wie wird das Wetter morgen in Hamburg&#8221; oder &#8220;Brauche ich einen Regenschirm&#8221; beantwortet Siri im Deutschen genauso zuverlässig, wie dies in den von der Apple Keynote gezeigten Demos zu sehen und hören war. Das Erstellen von Terminen, Timern, das Wecken zu einer bestimmten Uhrzeit und das Erstellen und Versenden von SMS bzw. <span lang="en">iMessages</span> funktioniert ebenso reibungslos. Das Einrichten von Erinnerungen klappte ebenso.</p>
<p>Ich musste Siri auch nicht trainieren. Ich spreche ein relativ akzentfreies Hochdeutsch und hatte somit mit ihr keine Verständigungsschwierigkeiten. Wie Siri allerdings auf stärkere Dialekte wie schwäbisch, bayerisch oder fränkisch reagiert, weiß ich nicht.</p>
<p>Einige Dinge beherrscht Siri noch nicht, so kann es im Deutschen keine Abfragen machen wie &#8220;wie viel US$ sind 50 Euro?&#8221;, da es hierzu die Integration mit der Suchmaschine Wolfram Alpha braucht, die es bisher nur auf englisch gibt. Auch die Anbindung an die Karten-Anwendung gibt es noch nicht, also funktionieren Fragen nach in der Nähe gelegenen Restaurants o. ä. noch nicht. Auch das Finden eines Ortes, an dem man eine Leiche verschwinden lassen kann, ist im Deutschen noch nicht verfügbar. Siri fragt lediglich erstaunt: &#8220;Tatsächlich?&#8221; <img src='http://www.zehe-edv.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Aber auch Scherzfragen kann man ihr im Deutschen stellen. So bekommt man als Antwort auf die Bemerkung &#8220;Ich finde dich sexy&#8221; ein robustes &#8220;Jeder ist berechtigt, eine Meinung zu haben.&#8221; Mehrfache Fragen nach dem Sinn des Lebens fördern Antworten zu Tage wie &#8220;42&#8243;, &#8220;darüber nachzudenken&#8221; bis hin zu &#8220;Alles deutet darauf hin, dass es Schokolade ist&#8221;. Auf die mehrfache Frage &#8220;Willst du mich heiraten?&#8221; kommen Antworten wie &#8220;Lass uns einfach Freunde sein&#8221;, &#8220;Wir kennen uns doch kaum&#8221;, &#8220;dass ist nett von dir, kann ich dir sonst noch irgendwie helfen?&#8221; oder &#8220;Entschuldige, aber in meinem Lizenzvertrag steht nichts über Ehe!&#8221;.</p>
<p>Die Integration mit dem iPhone geht sogar so weit, dass Siri auf ein &#8220;Gute Nacht&#8221;, das am Vormittag ausgesprochen wird, entgeistert antwortet: &#8220;Gute Nacht? Es ist 11:15!&#8221;.</p>
<p>Abgesehen von diesen Spielereien ist die Integration mit dem iPhone aber schon sehr gut gelungen, und Siri wird ständig weiterentwickelt. So deklariert Apple Siri selbst noch als in der Betaphase befindlich. man darf also gespannt sein, ob z. B. das Versenden von Tweets und die im Deutschen fehlenden Funktionen bald nachgerüstet werden.</p>
<p>Genauso stark funktioniert die Diktatfunktion. Ist Siri aktiviert, gibt es auf der Tastatur neben der Leertaste eine Taste, um ein Diktat zu starten. In jede Anwendung kann so diktierter Text eingefügt werden. Bis auf wenige Worte und Sonderbegriffe oder auch mal unsauber zusammengeschmierte Worte hat Siri bisher alles erkannt, was ich ihr diktiert habe. Dies verkürzt das Antworten auf SMS oder WhatsApp-Nachrichten oder auch das Schreiben von tweets in der Regel erheblich, da man (übrigens auch auf anderen Handys) nie so schnell schreiben kann wie man spricht. Die Erkennung ist quasi sofort verfügbar.</p>
<p>Siri braucht jedoch zur Arbeit Netzanbindung, da die Sprachanalyse selbst in der <span lang="en">Cloud</span> stattfindet und nicht lokal auf dem iPhone. Es reicht eine Verbindung per Handynetz, über WLAN geht es natürlich schneller. Auch was mit den Sprachdaten passiert, die man so an Apple überträgt, ist noch nicht abschließend von Apple beantwortet.</p>
<p>Abseits von Siri begeistert die neue Kamera. Es gibt eine Gesichtserkennung, die per VoiceOver sogar ansagt, wo sich das Gesicht befindet. Ein Ausrichten auf eine Person, so dass deren Gesicht im Zentrum des Bildes sein wird, ist also auch als Blinder selbständig möglich.</p>
<p>Auch die neue Mitteilungszentrale begeistert. Push-Benachrichtigungen werden von VoiceOver beim Eintreffen und kurzen Aufblinken am oberen Bildschirmrand selbständig gesprochen, aber sie geraten einem nicht mehr in den Weg, wenn man gerade einen Text schreibt.</p>
<p>Einziges Manko, das ich bisher festgestellt habe, ist eine verkürzte Akkulaufzeit. Obwohl alle Apps geschlossen sind und das iPhone neu gestartet ist, verbraucht es im Standby deutlich mehr Strom und ist am Ende eines Tages in der Regel komplett leer. Das 4 hält mit der gleichen Version von iOS und gleichen Benutzungsmustern (von Siri mal abgesehen) deutlich länger durch. [Update vom 24.10.2011]: Ich weiß inzwischen, was den erhöhten Akkuverbrauch bei mir verursacht hat. Es ist die Funktion &#8220;Sprechen&#8221; von Siri. Diese etwas verwirrend klingende Option ist lediglich dafür zuständig, Siri dazu zu befähigen, auch dann &#8220;aufzuhorchen&#8221;, wenn man sich das iPhone ans Ohr hält und gerade <strong>kein</strong> Telefongespräch im Gange ist. Siri scheint da in einem dauerhaften Lauscherzustand zu sein und auf Bewegungen des iPhones aufzupassen. Ich habe diese Funktion abgeschaltet. Somit ist Siri lediglich noch durch das längere Drücken der Home-Taste aktivierbar. Seitdem hat sich der Akkuverbrauch wieder auf ein gewohntes Maß reduziert.[/Update]</p>
<p>Von diesem Manko abgesehen kann ich aber sagen, dass ich den Kauf des 4S nicht bereue. Siri ist für jeden eine Erleichterung und stellt somit ein Rundum-Feature dar, mit dem z.B. Blinde, Sehende, motorisch eingeschränkte Menschen und Menschen mit Lese-Rechtschreib-Schwäche gleichermaßen eine große Erleichterung im Umgang mit dem iPhone erfahren. So schnell wie ich Siri z. B. sage, dass sie mich morgen um 8 Uhr wecken soll, kriege ich das in der Uhr-Anwendung nicht eingestellt!</p>
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		<title>Canon iP3600 unter Mac OS X Lion als Netzwerkdrucker einrichten</title>
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		<pubDate>Fri, 05 Aug 2011 11:39:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marco</dc:creator>
				<category><![CDATA[Apple]]></category>
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		<description><![CDATA[Heute ist mir das erste mal etwas untergekommen, das so richtig abenteuerlich war und was von &#8220;von hinten durch die Brust ins Auge&#8221; hatte. ich wollte einen Canon PIXMA iP3600 Drucker per Fritz!Box als Netzwerkdrucker von Windows und Mac OS &#8230; <a href="http://www.zehe-edv.de/2011/08/05/canon-ip3600-unter-mac-os-x-lion-als-netzwerkdrucker-einrichten/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute ist mir das erste mal etwas untergekommen, das so richtig abenteuerlich war und was von &#8220;von hinten durch die Brust ins Auge&#8221; hatte. ich wollte einen Canon PIXMA iP3600 Drucker per Fritz!Box als Netzwerkdrucker von Windows und Mac OS X aus nutzen.</p>
<p>Erstaunlicherweise ging die Installation bzw. das Umschalten des am Windows-PC vorhandenen Druckertreibers von USB auf Netzwerkbetrieb erstaunlich einfach vonstatten. Ich folgte <a href="http://service.avm.de/support/de/SKB/FRITZ-Box-7390/12:USB-Drucker-an-FRITZ-Box-als-Netzwerkdrucker-einrichten" title="Link zu AVM Knowledgebase-Artikel" target="_blank">dieser Anleitung bei AVM</a>, um den Drucker als Netzwerkdrucker zu nutzen. Der Teil für Windows klappte ohne Murren, ich musste den Drucker bei erster Verwendung lediglich wieder online schalten.</p>
<p>Unter Mac OS X hingegen verlief die Installation, die ich laut Anleitung genauso vornahm, nicht reibungslos. Ich bekam immer eine Fehlermeldung &#8220;Kommunikation mit dem Drucker ist zur Zeit nicht möglich&#8221;, und die Konfiguration bzw. das Hinzufügen wurde abgebrochen.</p>
<p>Ich habe es nach vielem Herumprobieren schließlich aber doch geschafft, und hier kommt, wie:</p>
<ol>
<li>Den Drucker an den Mac stecken. Ich verwende Mac OS X Lion. Der Drucker wird sofort erkannt und ist verfügbar, das Ausdrucken einer Testseite klappt problemlos.</li>
<li>Per Softwareaktualisierung eine neue Version der Canon Gerätetreiber von Apple laden. Dieser Schritt ist sehr wichtig und darf nicht ausgelassen werden!</li>
<li>Einen neuen IP-Drucker hinzufügen, wie in der o. g. Anleitung beschrieben. Allerdings stellt man die Wahl des Druckertreibers &#8220;Drucken mit&#8221; auf &#8220;Allgemeiner PCL-Drucker&#8221;. Den Treiber ändern wir gleich. So klappt nämlich das Hinzufügen. Achtung: Bei den angezeigten Optionen sicherstellen, dass Vollduplex deaktiviert ist! Dies ist bei mir die Standardeinstellung gewesen, also nicht ändern, wenn&#8217;s bei euch auch so steht.</li>
<li>Den neu hinzugefügten Drucker jetzt in der Liste auswählen und auf &#8220;Optionen und Füllstände&#8221; klicken.</li>
<li>Auf dem Reiter &#8220;Treiber&#8221; jetzt per &#8220;Software auswählen&#8230;&#8221; den Canon iP3600 Series-Treiber wählen. Das Dialogfeld &#8220;Optionen und Füllstände&#8221; danach mit &#8220;OK&#8221; schließen.</li>
<li>Den zuerst eingerichteten USB-Drucker, wahrscheinlich der oberste unter Druckern, löschen, so dass nur noch der Netzwerkdrucker vorhanden ist.</li>
<li>Wieder &#8220;Konfiguration und Füllstände&#8221; für den Netzwerkdrucker aufrufen und auf dem Reiter &#8220;Sonstiges&#8221; auf &#8220;Tesseite drucken&#8221; klicken, um zu prüfen, ob auch alles funktioniert.</li>
</ol>
<p>Führt man die obigen Schritte aus, ohne Schritt 2, also das Softwareupdate, durchzuführen, funktioniert es nicht. Offensichtlich verbessert diese Version der Druckersoftware die Kommunikation übers Netzwerk, sobald man die Konfiguration einmal ausgetrickst hat.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Mac OS X Lion ist da, Eindrücke von den neuen Barrierefreiheitsfunktionen</title>
		<link>http://www.zehe-edv.de/2011/07/20/mac-os-x-lion-ist-da-eindrucke-von-den-neuen-barrierefreiheitsfunktionen/</link>
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		<pubDate>Wed, 20 Jul 2011 12:50:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marco</dc:creator>
				<category><![CDATA[Apple]]></category>
		<category><![CDATA[ARIA]]></category>
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		<description><![CDATA[Apple hat soeben die neueste Version seines Betriebssystems Mac OS X, Lion, veröffentlicht. Eine gute Gelegenheit, einen Blick auf die neuen Barrierefreiheitsmerkmale der jüngsten Raubkatze zu werfen! Neue Stimmen in vielen Sprachen Apple bietet für Lion Stimmen in niedriger und &#8230; <a href="http://www.zehe-edv.de/2011/07/20/mac-os-x-lion-ist-da-eindrucke-von-den-neuen-barrierefreiheitsfunktionen/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Apple hat soeben die neueste Version seines Betriebssystems Mac OS X, Lion, veröffentlicht. Eine gute Gelegenheit, einen Blick auf die neuen <a href="http://www.apple.com/macosx/whats-new/features.html#accessibility" title="Link zu Apples englischsprachiger Feature-Seite, Abschnitt 'Accessibility'" target="_blank">Barrierefreiheitsmerkmale</a> der jüngsten Raubkatze zu werfen!</p>
<h3>Neue Stimmen in vielen Sprachen</h3>
<p>Apple bietet für Lion Stimmen in niedriger und hoher Qualität in über 40 Sprachen und Dialekten an. Diese sind in kompakter Version für viele Sprachen bereits vorinstalliert. So kommt die deutsche Variante mit der Stimme Yannick daher, die bereits aus aktuellen iOS-Veröffentlichungen vom iPhone/iPod Touch und iPad bekannt ist. Eine höherwertige Version dieser Stimme sowie die Stimmen Steffi und Anna können nachgeladen werden. All diese Stimmen, also auch die ausländischen, werden von Apple kostenlos zur Verfügung gestellt. Man wählt sie einfach im VoiceOver-Dienstprogramm unter Sprachausgabe, Standard-Stimme, Menüpunkt &#8220;Anpassen&#8221;&#8230; aus und lädt sie dann über die automatisch sich öffnende Softwareaktualisierung herunter.</p>
<p>Aber auch für die Freunde der bereits für Leopard und Snow Leopard verfügbaren Stimmen der á Capella Group, die über <a href="http://www.assistiveware.com/" target="_blank">AssistiveWare</a> heruntergeladen und käuflich erworben werden können, gibt es Entwarnung: Diese funktionieren weiterhin, bei mir nach einem Upgrade von Snow Leopard auf Lion sogar ohne neuinstallation oder erneute Aktivierung. Wem also die Nuance-Stimmen nicht gefallen, der kann weiterhin Infovox iVox nutzen. AssistiveWare sagen selbst, dass sie bis Ende des Monats ihre Produkte auf mit Lion kompatible Versionen aktualisieren wollen, meine Tests mit den Stimmen haben allerdings gezeigt, dass die reinen Stimmenpakete anscheinend weiterhin problemlos funktionieren.</p>
<p>Die Tatsache, dass Stimmen u. a. für Deutsch vorinstalliert sind, bedeutet, dass man jetzt in einem Apple oder Gravis Store nicht nur iPhones und iPads in seiner Muttersprache ausprobieren kann, sondern auch alle Varianten des Macs. Bei einer frischen Installation von Lion auf deutsch wird automatisch mit Yannick Compact gesprochen, so dass VoiceOver ohne Installation einer externen Sprachausgabe sofort in deutsch zu sprechen beginnt.</p>
<p>Einziger Wermutstropfen: Während der Installation wird diese Stimme noch nicht verwendet, hier quatscht immer noch die Decktalk-Variante &#8220;Fred&#8221; in allen Sprachen. Dies gilt aber nur für den Installationsvorgang von der Recovery-Partition, nicht für das Setup nach der allerersten Installation. Der Assistent, bei dem man u. a. nach seiner Apple-ID gefragt wird, wird bereits mit einer deutschen Stimme begleitet.</p>
<h3>Neue Braille-Funktionen</h3>
<p>VoiceOver liefert jetzt Brailletabellen in verschiedenen Sprachen mit, unter anderem deutsch. Auch die Kurzschriftübersetzung ist für deutsch und weitere unterstützte Sprachen verfügbar. Leider gibt es zur Zeit keine Möglichkeit, bei der Kurzschriftübersetzung die Anzeige von Großbuchstaben abzuschalten, so dass die Kurzschriftdarstellung nicht ganz der eines Standard-Buches entspricht, in der es ja keine Anzeige von Großbuchstaben gibt.</p>
<p>Durch Brailleausführlichkeit kann man jetzt angeben, was in verschiedenen Situationen angezeigt werden soll und somit gerade auf kleineren Displays den Platz effizienter nutzen.</p>
<h3>Aktivitäten</h3>
<p>VoiceOver-Aktivitäten sind Sätze von Einstellungen, auf Wunsch alle, die das VoiceOver-Dienstprogramm zur Verfügung stellt, die für bestimmte Situationen oder bestimmte Anwendungen angepasst werden können. So kann man z. B. eine Aktivität für eine Anwendung einstellen, oder man öffnet mit VO+X ein Menü aller verfügbaren Aktivitäten, weil man im Web zum Einkaufen vielleicht eine schnellere Sprechgeschwindigkeit und andere Stimme verwendet als zum Lesen von Artikeln, Blogs usw. Eine Aktivität kann hierbei durchaus auch auf mehrere Anwendungen automatisch angewendet werden.</p>
<h3>Ziehen und Ablegen (<span lang="en">Drag and Drop</span>)</h3>
<p>VoiceOver unterstützt jetzt das automatisierte <span lang="en">Drag and Drop</span>. Dies war bisher durch eine Kombination mehrerer Befehle bereits möglich, wurde jetzt jedoch erheblich vereinfacht.</p>
<ol>
<li>Man wählt mit den VoiceOver-navigationsbefehlen oder der Tastatur das zu ziehende Objekt an und drückt <kbd>VO+Komma</kbd>.</li>
<li>Man navigiert mit dem VoiceOver-Cursor an die gewünschte Zielstelle am Bildschirm und drückt eine der folgenden Tasten:
<ol>
<li><kbd>VO+Punkt</kbd> zum Fallenlassen auf dem Objekt, auf dem sich der VoiceOver-Cursor gerade befindet. Das Resultat hängt von der Anwendung ab.</li>
<li><kbd>VO+< (Kleiner als</kbd> Das Objekt auf dem Objekt, das dem Objekt, auf dem der VoiceOver-Cursor steht, voransteht. Hierbei ist die Navigationsreihenfolge gemeint, nicht die visuelle Anordnung auf dem Bildschirm.</li>
<li><kbd>VO+> (Größer als</kbd> zum Fallenlassen auf dem Objekt, das dem Objekt unterm VoiceOver-Cursor navigationsmäßig nachfolgt.</li>
</ol>
</li>
</ol>
<p>Hierbei unterliegt der Vorgang denselben Beschränkungen wie von Windows-Screen-Readern her gewohnt: Sind nicht mehr beide Objekte visuell am Bildschirm sichtbar, weil eines in der Zwischenzeit verdeckt wurde oder weggescrollt ist, schlägt der Vorgang fehl. Auch sind nicht alle Objekte von VoiceOver zum Ziehen freigegeben: Auf den meisten Webelementen erlaubt es schon das Markieren als zu ziehendes Objekt nicht. So kann man z.B. nicht wie der Sehende in Google Plus einen Kontakt auf einen Kreis ziehen, um ihn diesem Kreis hinzuzufügen.</p>
<h3>Schnelle Navigation mit einzelnen Buchstaben auf Webseiten</h3>
<p>Ähnlich dem Modell von Windows-Screen-Readern kann man in VoiceOver jetzt optional einstellen, dass man durch das Tippen einzelner Buchstaben ohne Umschalttasten wie <kbd>Befehlstaste</kbd> zu bestimmten Elementen navigieren kann. Dies sollte Umsteigern den Umstieg noch weiter erleichtern.</p>
<h3>Aufgeräumteres VoiceOver-Dienstprogramm</h3>
<p>Die Benutzeroberfläche des Dienstprogrammes für VoiceOver wurde an einigen Stellen überarbeitet, um neue Funktionen elegant zu integrieren und einige Tabs übersichtlicher zu gestalten. Weiterhin gibt es jetzt eine Suchfunktion, mit der eine bestimmte Funktion leicht aufgefunden werden kann, wenn man vergessen hat, wo genau sie sich verbirgt.</p>
<h3>Unterstützung von Anwendungen</h3>
<h4>Kalender</h4>
<p>Die Navigation und Interaktion mit Kalenderobjekten wurde stark verbessert, auch die Überarbeitung des Kalenders selbst bringt für VoiceOver eine weitere Verbesserung der Zugänglichkeit des ohnehin schon sehr zugänglichen Kalenders.</p>
<h4>Mail</h4>
<p>Das neue, für meine Begriffe sehr gelungene, mail wird von VoiceOver unterstützt. Es ist also nicht nötig, außer man möchte es aus Gewohnheit tun, auf die klassische Darstellung, die man aus Snow Leopard gewohnt ist, umzuschalten. Die neue, konversationsorientierte, darstellung ist mit VoiceOver genauso nutzbar. Nach wenigen Minuten des Eingewöhnens möchte ich diese Darstellung, die auch schon vom iPad und iPhone bekannt ist, nicht mehr missen. Die Vorschau der einzelnen Mails wird automatisch vorgelesen und gibt so einen schnellen Überblick über den wichtigsten Inhalt der Mail.</p>
<h4>Safari</h4>
<p>Es werden jetzt Navigationspunkte (WAI-ARIA Landmarks) erkannt. Die deutsche Übersetzung ist etwas hakelig geworden, so sagt VoiceOver beim Erreichen eines Orientierungspunkts z. B. "Banner eingeben". Warum man nicht einfach die gut funktionierende Übersetzung von iOS genommen hat, erschließt sich mir nicht.</p>
<p>VoiceOver sagt jetzt erforderliche und ungültige Einträge an, wenn diese mit HTML5 oder WAI-ARIA ausgezeichnet sind. Auch werden WAI-ARIA Dialoge und <span lang="en">Live Regions</span> unterstützt.</p>
<p>Die Interaktion mit formatierbarem Text, z. B. beim Verfassen einer Mail in GoogleMail, wurde verbessert.</p>
<p>VoiceOver kommt spürbar besser und schneller mit sich dynamisch aktualisierenden Seiten wie Facebook zurecht.</p>
<h4><span lang="en">LaunchPad</span> und <span lang="en">Mission Control</span></h4>
<p>Auch die neuen Funktionen <span lang="en">LaunchPad</span> und <span lang="en">Mission Control</span> sind mit VoiceOver bedienbar. Der wirkliche Nutzen erschließt sich mir aber nur, wenn ich die Trackpad-Steuerung aktiviert habe und somit die Objekte tatsächlich berühre. Die Navigation im Gitter mit der Tastatur ist nicht effizienter als das Wählen einer Anwendung aus dem Dock oder dem Programme-Ordner im <span lang="en">Finder</span>, sondern eher langsamer, weil man hier keine Möglichkeit der Eingabe von Buchstaben hat, um ein Programm gezielt anzuspringen.</p>
<h4>Die neue Rechtschreibkorrektur und Autovervollständigung</h4>
<p>Die neue Autovervollständigung wird von VoiceOver unterstützt. Ertönt der auch vom iPhone bekannte Blubberton, kann man mit <kbd>Pfeil runter</kbd> die Rechtschreibvorschläge ansteuern, mit <kbd>rechts</kbd> und <kbd>links</kbd> die einzelnen Vorschläge auswählen und mit Eingabe von z. B. Leerzeichen oder einem Satzzeichen übernehmen, oder man drückt <kbd>Pfeil rauf</kbd>, um keinen der Vorschläge zu akzeptieren.</p>
<h3>Kleine Detailverbesserungen</h3>
<p>Es sind aber auch die Detailverbesserungen, die das Arbeiten unter Lion mit VoiceOver zu einem schönen Erlebnis machen. So werden bei Tabellen, denen von einem programm Zeilen hinzugefügt werden, die gewählten Zeilen nicht automatisch erneut vorgelesen, nur weil neue Inhalte dazugekommen sind. Gerade bei einem Programm wie dem Twitter-Client Syrinx ist dies eine angenehme Reduzierung der Geschwätzigkeit.</p>
<p>Das Vorlesen im Web geht meines Erachtens nach etwas flüssiger vonstatten als unter Snow Leopard. In manchen Situationen (ich habe noch nicht genau herausgefunden, welche) kann man sogar während des Vorlesens eines Absatzes <kbd>VO+A</kbd> drücken, und das Vorlesen wird nicht unterbrochen, sondern das Objekt wird zu Ende gelesen und dann mit dem nächsten weitergemacht.</p>
<h3>Fazit</h3>
<p>Von vielen wird bemängelt, dass Lion kein großer Fortschritt sei. In Bezug auf die Zugänglichkeit dynamischer und mit neuen Technologien wie HTML5 und WAI-ARIA zugänglich gemachter Webinhalte ist VoiceOver in Lion hingegen doch ein sehr großer Fortschritt, da die Menge an unterstützten Widgets dramatisch zugenommen hat.</p>
<p>Auch die neuen Oberflächen von Mail und Kalender sind, wenn man viel mit diesen Programmen arbeitet, das Upgrade definitiv wert.</p>
<p>Etwas weniger sinnvoll ist <span lang="en">LaunchPad</span> für VoiceOver-Benutzer, die die Trackpad-Steuerung nicht benutzen.</p>
<p>Die eingebauten und kostenlos herunterladbaren Stimmen sind ein echter Zugewinn! Man ist nicht mehr zwangsweise auf den Erwerb von Stimmen eines Drittanbieters angewiesen, sondern bekommt schön klingende und dennoch sehr reaktionsschnelle Stimmen frei haus mitgeliefert, man muss lediglich ein bisschen Zeit aufwenden, sie per Softwareaktualisierung herunterzuladen.</p>
<p>Für €23,99 bekommt man hier definitiv eine ganze Menge Neues fürs Geld geboten, und ich kann das Upgrade nur wärmstens empfehlen!</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Neues Bezahlsystem mit Bezahlcode ein Gewinn für die Barrierefreiheit</title>
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		<pubDate>Thu, 03 Feb 2011 09:55:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marco</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Apple]]></category>
		<category><![CDATA[Zugänglichkeit]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich bin seit einiger Zeit Betatester für die iPhone- und iPad-Anwendung iOutBank. Das folgende ist ein Ausblick auf die kommende Version von iOutbank, speziell für das iPhone, die einen riesigen Schritt für mehr Barrierefreiheit beim Bezahlen per Überweisung darstellen kann, &#8230; <a href="http://www.zehe-edv.de/2011/02/03/neues-bezahlsystem-mit-bezahlcode-ein-gewinn-fur-die-barrierefreiheit/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin seit einiger Zeit Betatester für die iPhone- und iPad-Anwendung <a href="http://www.ioutbank.de/">iOutBank</a>. Das folgende ist ein Ausblick auf die kommende Version von iOutbank, speziell für das iPhone, die einen riesigen Schritt für mehr Barrierefreiheit beim Bezahlen per Überweisung darstellen kann, wenn entsprechend die Firmen mitziehen. Ich habe von der Stöger IT GmbH die Genehmigung, über dieses noch nicht veröffentlichte Feature zu bloggen.</p>
<p>Zunächst einmal folgt ein kleiner Einblick darin, wie ich als Blinder heute eine Überweisung tätige:</p>
<ol>
<li>Rechnung kommt mit der Post oder als PDF.</li>
<li>Rechnung wird auf Scanner gepackt bzw. das PDF wird geöffnet.</li>
<li>Wenn das PDF ordentlich ausgezeichnet ist, was die wenigsten sind, kann ich die Rechnung sofort verarbeiten. In den meisten Fällen muss ich aber die PDF-Rechnung durch eine Texterkennung jagen, um den Text überhaupt lesen zu können. Mit der Papierrechnung muss ich das auf jeden Fall tun.</li>
<li>Die generierte Textdatei durchsuche ich nun nach den Daten wie Kontonummer, BLZ, genauen Namen der Firma, Rechnungsbetrag und Rechnungsnummer.</li>
<li>Jetzt logge ich mich in mein Online-Banking-Portal ein und wähle &#8220;Überweisung&#8221;.</li>
<li>Wenn ich Glück habe, kann ich mit <span lang="en">Copy &#038; Paste</span> die Daten in die einzelnen Felder übernehmen. Wenn ich Pech habe, muss ich Dinge wie Bankleitzahl oder Kontonummer in kleineren Portionen kopieren oder im Kopf behalten, nämlich immer dann, wenn aus Gründen der optischen Verschönerung und besseren Lesbarkeit mit den Augen Leerzeichen in den Ziffernfolgen stehen. Und ich kenne bisher kein Onlinebanking-Portal, das so klug wäre, die Leerzeichen beim Einfügen rauszufiltern oder ggf. für übliche Ziffernaufteilungen in den Eingabefeldern genug Platz zu lassen. Die Folge sind abgeschnittene Kontonummern oder Bankleitzahlen, die ich erst noch mühsam nachbearbeiten und vervollständigen muss.</li>
<li>Ist alles ausgefüllt, dann noch die indizierte TAN eingeben und die Überweisung absenden. Bei Firmen, mit denen ich öfters Zahlungsverkehr habe, kann ich die Empfängerdaten speichern und mir in Zukunft vielleicht einige Tipparbeit sparen.</li>
</ol>
<p>Vor einigen Wochen nun sprach mich der Inhaber der Stöger IT GmbH an, dass da eine neue Funktion in IOutbank käme namens Bezahlcode-Unterstützung. Er verwies mich dann auch auf die Webseite <a href="http://www.bezahlcode.de/">bezahlcode.de</a>, auf der das Verfahren näher erklärt wird und sogar ein Bezahlcode-Generator zum Ausprobieren vorhanden ist.</p>
<p>Ich habe dann mal einen Test gemacht und mir selbst eine Rechnung gestellt. Der Bezahlcode war auf der Seite schnell generiert, die entsprechende Grafik in die Zwischenablage kopiert und in ein Word-Dokument eingefügt.</p>
<p>Als nächstes die neueste Beta von iOutbank gestartet, die entsprechenden Knöpfe betätigt und die Kamera ca. 10-20 cm über das ausgedruckte Blatt Papier gehalten. Ein bisschen hin und her bewegt, und nach wenigen Sekunden ertönte ein Signal, und iOutbank teilte mir mit, dass es einen Bezahlcode identifiziert hat. Nach dem Bestätigen wurde automatisch ein Überweisungsfenster geöffnet und die Daten eingetragen. Es war alles da: Name, Kontonummer, Bankleitzahl, Betrag und Verwendungszweck! Kein Abtippen, keine Gefahr von zahlen- oder Buchstabendrehern. Ich hätte die Überweisung jetzt einfach absenden, eine i-Tan eingeben und die Überweisung tätigen können.</p>
<p>Einen Audioeindruck (ganz bewusst kein Video!) gibt es in <a href="http://boo.fm/b269127">diesem AudioBoo</a> von mir.</p>
<p>Ich hoffe sehr, dass sich dieser Bezahlcode durchsetzt und in Zukunft auf jeder Rechnung zu finden sein wird! Dies wird blinden und sehenden Anwendern das Bezahlen von Rechnungen ganz erheblich erleichtern und gerade Blinden viel viel Arbeit, Frust und evtl. doppelt auszuführende Überweisungen ersparen (weil eine z. B. wegen Zifferndrehern oder unvollständiger Kontonummer zurückgebucht wird).</p>
<p>Und hiermit möchte ich einen Aufruf an alle Firmenmitentscheider, die diesen Blog lesen, starten, diesen Bezahlcode in Zukunft zu unterstützen! Es wird weitere Anwendungen geben, die diese Bezahlcodes werden auswerten können, nicht nur die iPhone-Anwendung, und Sie werden Ihren Kunden damit einen sehr großen Dienst erweisen, egal ob diese blind sind oder nicht!</p>
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		<title>Anwendungstipp: Geburtstagsverwaltung und Online-Banking-Anwendungen fürs iPhone</title>
		<link>http://www.zehe-edv.de/2010/01/13/anwendungstipp-geburtstagsverwaltung-und-online-banking-anwendungen-furs-iphone/</link>
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		<pubDate>Wed, 13 Jan 2010 09:53:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marco</dc:creator>
				<category><![CDATA[Apple]]></category>
		<category><![CDATA[Zugänglichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Barrierefreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[iPhone]]></category>
		<category><![CDATA[OnlineBanking]]></category>

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		<description><![CDATA[Gestern bin ich auf zwei Anwendungen gestoßen, die ich sehr nützlich finde und die fast komplett mit VoiceOver bedienbar sind. Die erste ist eine Geburts- und Feiertagsverwaltung namens Occasions. Die Anwendung erstellt aus den in den Kontakten hinterlegten Geburtstagen eine &#8230; <a href="http://www.zehe-edv.de/2010/01/13/anwendungstipp-geburtstagsverwaltung-und-online-banking-anwendungen-furs-iphone/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern bin ich auf zwei Anwendungen gestoßen, die ich sehr nützlich finde und die  fast komplett mit <span lang="en">VoiceOver</span> bedienbar sind.</p>
<p>Die erste ist eine Geburts- und Feiertagsverwaltung namens <a href="http://itunes.apple.com/de/app/occasions-geburtstage-jahrestage/id318103548?mt=8" lang="en" title="iTunes Link zur Anwendung Occasions">Occasions</a>. Die Anwendung erstellt aus den in den Kontakten hinterlegten Geburtstagen eine Liste und kann den Benutzer an die Geburtstage erinnern. Nett: Es wird das Alter gleich mit angezeigt. Das Programm kann auch Geburtstage von <span lang="en">FaceBook</span> abfragen und ebenfalls in die Liste aufnehmen. Eigene Ereignisse und auch Geburtstage für Kontakte können aus der Anwendung heraus nachgetragen werden.</p>
<p>Einziger Haken ist, man muss das <span lang="en">Theme</span> von &#8220;Wasser&#8221; auf &#8220;Standard&#8221; umstellen. Erst dann bekommen die meisten Schalter eine vernünftige Beschriftung und das Arbeiten mit der Anwendung läuft flüssig. Lobend erwähnen möchte ich in diesem Zusammenhang den Support des Herstellers <a href="http://www.handcarvedcode.com" lang="en">Hand Carved Code</a>. Ich hatte Verbesserungsvorschläge inklusive dem Link zum <span lang="en">iPhone Accessibility Programming Guide</span> per E-Mail an den Support geschickt. Innerhalb von 10 Minuten bekam ich eine Antwort mit dem Tipp, das <span lang="en">Theme</span> umzustellen und mit der Ankündigung, Verbesserungen für VoiceOver mit in die Liste von Kundenwünscen aufzunehmen. Hierfür gab&#8217;s von mir dann eine 4-Sterne-Rezension im <span lang="en">App Store</span>.</p>
<p>Die zweite Anwendung wurde von <a href="http://twitter.com/GermanStudent" title="@GermanStudent bei Twitter">@GermanStudent</a> empfohlen: <a href="http://itunes.apple.com/de/app/id299850339?mt=8" title="iTunes-Link zu iOutbank pro">iOutBank Pro</a> ist eine Online-Banking-Anwendung, die diverse Banken unterstützt. Auf <a href="http://www.outbank.de/">OutBank.de</a> kann man anhand der Bankleitzahl überprüfen, ob die eigene Bank unterstützt wird. Die Anwendung kostet nur heute (am 13.01.2010) 0,79 € anstatt 6,99€, weil die Anwendung heute ihren ersten Geburtstag feiert.</p>
<p>Die Anmeldung meiner Bankdaten klappte problemlos. Das Ansehen der Kontoumsätze war ebenfalls problemlos möglich, und das Überweisungsformular sieht auch so aus, dass VoiceOver damit prima zurechtkommt. Es fehlen einige Schalterbeschriftungen, und die Anwendung hat die Eigenart, dass man sie nicht gut mit der Geste &#8220;Nach links Streichen&#8221; bzw. &#8220;Nach rechts Streichen&#8221; untersuchen kann, sondern den Bildschirm mit dem Finger systematisch absuchen muss, um die Elemente zu erreichen. Für diese zwei Proleme gab es in der ansonsten uneingeschränkt positiven Rezension 1 Stern Abzug von mir, die Bedienung ist aber trotzdem sehr gut und intuitiv gelöst.</p>
<p>Diese zwei Anwendungen haben mein iPhone-Leben definitiv wieder bereichert, und ich freue mich darüber, dass sie von Haus aus schon so weit barrierefrei sind! Ich hoffe natürlich, dass die Entwickler der Anwendungen die verbleibenden Probleme schnell beheben, damit es dann auch 5 Sterne von mir geben kann. <img src='http://www.zehe-edv.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
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		<title>Anwendungstipp: Zuginfo für das iPhone</title>
		<link>http://www.zehe-edv.de/2009/09/16/anwendungstipp-zuginfo-fur-das-iphone/</link>
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		<pubDate>Wed, 16 Sep 2009 10:07:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marco</dc:creator>
				<category><![CDATA[Apple]]></category>
		<category><![CDATA[Zugänglichkeit]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich war gestern beim Stammtisch OSXHH, einer Gruppe, die sich jeden 3. Dienstag im Monat in der Halle 13 nähe der U-Bahn-Station Saarlandstraße in Hamburg trifft. Es ist eine Gruppe von Mac-Enthusiasten, die sich privat und/oder beruflich mit dem Mac &#8230; <a href="http://www.zehe-edv.de/2009/09/16/anwendungstipp-zuginfo-fur-das-iphone/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich war gestern beim Stammtisch OSXHH, einer Gruppe, die sich jeden 3. Dienstag im Monat in der Halle 13 nähe der U-Bahn-Station Saarlandstraße in Hamburg trifft. Es ist eine Gruppe von Mac-Enthusiasten, die sich privat und/oder beruflich mit dem Mac befassen.</p>
<p>Ich zeigte dort ein paar Dinge zur Barrierefreiheit in Mac OS X Snow Leopard und dem iPhone.</p>
<p>Ein anderer Stammtischteilnehmer empfahl mir eine Anwendung namens ZugInfo, mit der es ganz einfach möglich ist, sich Verbindungen im ÖPNV herauszusuchen. Die Anwendung arbeitet mit bahn.de und lokalen Verkehrsverbünden und kann auch so nette Dinge tun wie Verspätungen von Zügen herausfinden.</p>
<p>Ich lud mir zunächst die kostenlose Version herunter, um sie mit dem iPhone auszuprobieren. Das klappte ganz prima, ich hatte lediglich ein Verständnisproblem zu einer Funktion, und nach kurzem hatte ich meinen Rückweg nach Hause mit Umsteigezeiten usw. auf dem Handy.</p>
<p>Auf dem Rückweg lud ich mir aus dem App Store noch die Spenden-Version für 1,59 €. Obwohl die kostenlose Version nicht eingeschränkt ist, fand ich es nur fair, die Arbeit zu belohnen, die Anwendung ist nämlich prima mit VoiceOver bedienbar. <a href="http://itunes.apple.com/WebObjects/MZStore.woa/wa/viewSoftware?id=296519073&#038;mt=8">Hier der Link zu ZugInfo Spendenversion (öffnet in iTunes)</a>.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Das zugängliche iPhone 3G S &#8211; ein Erfahrungsbericht</title>
		<link>http://www.zehe-edv.de/2009/08/04/das-zugangliche-iphone-3g-s-ein-erfahrungsbericht/</link>
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		<pubDate>Tue, 04 Aug 2009 12:23:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marco</dc:creator>
				<category><![CDATA[Apple]]></category>
		<category><![CDATA[Zugänglichkeit]]></category>

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		<description><![CDATA[Nachdem ich kurz nach dessen Erscheinen das iPhone 3G S in einer Gravis-Filiale in Hamburg kurz testen durfte, habe ich seit dem 04.07. mein eigenes iPhone 3G S, und genau einen Monat später ist es nun Zeit für einen ausführlichen &#8230; <a href="http://www.zehe-edv.de/2009/08/04/das-zugangliche-iphone-3g-s-ein-erfahrungsbericht/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem ich kurz nach dessen Erscheinen das iPhone 3G S in einer Gravis-Filiale in Hamburg kurz <a href="http://www.zehe-edv.de/2009/06/22/erstes-anfuhlen-von-voiceover-auf-dem-iphone/">testen</a> durfte, habe ich seit dem 04.07. mein eigenes iPhone 3G S, und genau einen Monat später ist es nun Zeit für einen ausführlichen Erfahrungsbericht.</p>
<h3>Das erste Auspacken und die Inbetriebnahme</h3>
<p>Wie alle Apple-Produkte ist auch das iPhone 3G S in einem sehr effizient gestalteten Karton verpackt, in dem neben dem iPhone selbst ein Headset, ein USB-Kabel, das sowohl zum Laden als auch zur Synchronisation dient, ein externes USB-Netzteil mit europäischem Stecker und eine Kurzanleitung Platz finden.</p>
<p>Eine sehr angenehme Eigenschaft ist, dass dieses externe Netzteil genau dieselben Steckverbindungen für die Steckdose hat wie das Netzteil meines MacBooks. Ich kann also meine Stecker für die USA, Großbritanien und andere Systeme ohne Probleme auch für das externe iPhone-Netzteil verwenden, sollte das Notebook zum Laden mal nicht zur Verfügung stehen.</p>
<p>Beim ersten Anschließen ans Notebook meldet iTunes sofort die Verfügbarkeit des iPhones, und ein Assistent wird gestartet, der durch die verschiedenen Schritte der Aktivierung führt. Dieser Prozess ist mit dem des iPod Nano, den ich schon vorher hatte, quasi identisch. Ich selbst habe mit dem iTunes für Mac OS X synchronisiert, es geht aber mit JAWS 10 oder Window-Eyes 7 auch unter Windows ganz prima, habe ich mir berichten lassen.</p>
<p>Von Apple eigentlich angekündigt, wurde bei mir VoiceOver jedoch nicht automatisch auf dem iPhone gestartet. Ich musste in den iPhone-Einstellungen unter &#8220;Bedienungshilfen konfigurieren&#8221; VoiceOver manuell aktivieren. Dann begann es aber sofort zu sprechen und wies mich darauf hin, dass die SIM-Karte zur Zeit gesperrt sei und dass ich sie entsperren, also die PIN eingeben könne.</p>
<p>Es empfiehlt sich zu diesem Zeitpunkt dringend, mindestens mal einen Blick auf die Liste der Gesten zu werfen, die bei aktiviertem VoiceOver aktiv sind. Ich selbst hatte mich vorher ausführlich über das als PDF zur Verfügung stehenden Handbuches informiert. Tut man dies nicht, läuft man Gefahr, bei den ersten Schritten doch mehr zu stolpern als nötig. Und gerade die Eingabe der PIN ist ja nicht ganz unsensibel, da nur drei Versuche für die richtige Eingabe derselben zur Verfügung stehen, bevor die Karte gesperrt wird und man die PUK usw. bemühen muss.</p>
<p>Ich tippte also doppelt auf die Taste &#8220;Entsperren&#8221;. Das Ziffernfeld wurde angezeigt, und ich konnte mit dem Finger die einzelnen Elemente ansteuern. Die Eingabe der PIN war dann kein Problem, und kurz darauf hatte ich 5 von 5 möglichen Balken meines T-Mobile-Netzwerkes zur Verfügung.</p>
<p>Es empfiehlt sich weiterhin, möglichst frühzeitig eine WLAN-Verbindung zu seinem AccessPoint einzurichten, es sei denn, man hat sich den Luxus einer mobilen Flatrate geleistet. Das iPhone nimmt als erstes, wenn verfügbar, eine WLAN-Verbindung, bevor es auf UMTS und GPRS zurückgreift.</p>
<p>Die Eingabe gestaltete sich denkbar einfach: Ich ging in die Einstellung, und WLAN war gleich im Eingangsbildschirm als Option verfügbar. Ein Doppeltippen, und ich wurde aufgefordert, das Netz zu wählen, mit dem ich mich verbinden wollte. Da es in der Nachbarschaft mehrere Netze gibt, musste ich tatsächlich eines von mehreren durch doppeltes Tippen auswählen. Die Eingabe des WPA-Schlüssels gestaltete sich dann genauso unproblematisch wie vorher die Eingabe der PIN. Gleich darauf hatte ich Zugriff aufs Internet über meine Festnetzflatrate. Einziger Stolperstein, zumindest für ein paar Sekunden, war die Tatsache, dass die Taste zum Bestätigen des WPA-Schlüssels sich neben der Leertaste befand, also Teil der virtuellen Tastatur war, und nicht ein separates Benutzerinterface-Element wie ein &#8220;OK&#8221;-Button.</p>
<h3>Ein paar Worte zur Handhabung der virtuellen Tastatur</h3>
<p>Dies ist wohl der Teil des iPhones, der den größten Lernaufwand erfordert, weil sich die Vorgehensweise so komplett von allem unterscheidet, was man als Nutzer eines Smartphones von z. B. Nokia her kennt: Das iPhone stellt eine komplette Tastatur auf dem Touchscreen dar, aufgeteilt in drei Ebenen: Buchstaben, Ziffern (plus der wichtigsten Satzzeichen) und Symbole. Hierbei ist von Buchstaben lediglich zu Ziffern, aber von Ziffern sowohl zu Symbolen als auch zurück zu Buchstaben umschaltbar. Weiterhin gibt es mehrere Tastaturlayouts. Bei mir war standardmäßig englisch voreingestellt. Neben der Leertaste gibt es aber eine Taste mit der Beschriftung &#8220;nächste Tastatur&#8221;, mit der sich das Layout dann ganz problemlos auf Deutsch umstellen ließ.</p>
<p>Umlaute sind ein kleiner Spezialfall: Sie sind nicht Bestandteil der Standardtastatur, können aber durch eine Standardgeste zum Vorschein gebracht werden. Will man z. B. ein ü eingeben, tippt man doppelt auf den Buchstaben u und lässt den Finger nach dem zweiten Tippen auf dem Display ruhen. Dies bewirkt, dass als nächstes eine Standardgeste erwartet wird, die nicht von VoiceOver gefiltert wird. Dies entspricht in etwa dem Durchreichen eines Tastaturkommandos an einem herkömmlichen Screen-Reader vorbei. Sobald der Ton für die Aktivierung der Durchreichung ertönt ist, bewegt man den Finger, ohne ihn vom Display zu nehmen, nach links, bis VoiceOver das ü ansagt. Dann hebt man den Finger an. Dies bewirkt das Eingeben des Buchstabens ü ins Eingabefeld. Von jetzt an sind wieder die VoiceOver-Gesten aktiv.</p>
<p>Eingabetechniken gibt es mehrere. Es gibt Leute, die die Zwei-Daumen-Technik verwenden. Ich hingegen halte das iPhone in der rechten Hand und lasse lediglich den Daumen an einer Kante des Displays ruhen. Die Tasten steuere ich mit meinem Lesefinger, dem Zeigefinger der linken Hand, an. Sobald ich den gewünschten Buchstaben gefunden habe, lasse ich den Finger dort liegen und tippe mit dem rechten Daumen auf das Display. Dies bewirkt das sogenannte geteilte Tippen und damit die Eingabe des Buchstabens. Das ist dasselbe wie wenn ich den Buchstaben erst mit einem Finger ausgewählt und dann per Doppeltippen eingegeben hätte.</p>
<p>Am Anfang muss man sich natürlich etwas eingewöhnen, aber ich habe, wie ich schon in meinen ersten Eindrücken schilderte, schnell an Tippgeschwindigkeit gewonnen. Hat man das Gefühl, dass einem die Buchstaben zu dicht nebeneinander liegen, kann man das iPhone auf die Seite ins Querformat drehen und so die Tastatur etwas verbreitern.</p>
<h3>Telefonieren</h3>
<p>Ich bin, seit ich mein erstes Talks-handy hatte, ein großer Freund gut gepflegter Adressbücher geworden. Als Kind konnte ich mir über 50 Telefonnummern merken. Davon ist heute aber nicht mehr viel übrig, weil ich Telefonnummern inzwischen alle im handy verwalte. Dan eines freien Plugins von Nokia war es mir auch möglich, über Apple&#8217;s iSync die Daten von meinem N82 per Mac aufs iPhone zu bekommen, ohne den geringsten Datenverlust. Unter Windows geht das mit Outlook, der PC Suite und iTunes von Apple analog.</p>
<p>Demzufolge war für mich das Telefonieren auch von Anfang an sehr komfortabel: Die Telefonanwendung, die sich auf dem Home-Screen immer unten links befindet, egal welche der Home-Seiten angezeigt wird, hat eine Liste der Kontakte gleich als einen der verfügbaren Tabs im Angebot. Den Kontakt doppelt tippen, und in den Details die gewünschte Telefonnummer doppelt tippen, und schon geht der Anruf los.</p>
<p>Natürlich funktioniert auch das Wählen mit dem Ziffernblock problemlos.</p>
<p>Das Register Favoriten in der Telefonanwendung bietet sogar noch schnelleren Zugriff auf häfugi angerufene Kontakte.</p>
<p>Auch findet man hier die Anruflisten, die man weiter in &#8220;alle&#8221;, &#8220;verpasst&#8221;, &#8220;eingehend&#8221; usw. filtern kann. Ein Doppeltippen startet einen Rückruf.</p>
<p>Schließlich kann man mit dem Register VoiceMail den mobilen Anrufbeantworter anrufen oder, falls verfügbar, die Funktionen von Visual VoiceMail, eine etwas interaktivere Oberfläche für den mobilen AB, nutzen. Ich selbst habe zur Zeit kein Visual VoiceMail zur Verfügung, weiß aber von anderen Anwendern, dass die Elemente alle zugänglich sind.</p>
<p>Eine kleine Schwäche stellte ich fest, als ich mit dem iPhone in einer Schutzhülle telefonierte. Obwohl ich das iPhone eindeutig aufrecht am Ohr hielt, schaltete es zwischendurch immer wieder in den Freisprech-Modus, als wenn ich das Telefon gerade auf den Tisch vor mich gelegt hätte. Es empfiehlt sich also, das iPhone zum Telefonieren immer aus seiner Schutztasche zu nehmen, da diese anscheinend das eine oder andere Signal ans Display sendet und das iPhone zu kleinen Felfunktionen verleitet. Ohne Tasche sind diese Effekte gänzlich verschwunden gewesen.</p>
<h3>Nachrichten</h3>
<p>Hier werden SMS und MMS gelesen und geschrieben. Die Interaktion ist ähnlich denen anderer Handies, man kann einen Empfänger eingeben oder aus den Kontakten wählen. Einziger Unterschied ist, dass man nicht im Vorwege entscheidet, obman eine SMS oder MMS versendet. Schreibt man nur Text, macht das iPhone automatisch eine SMS, fügt man Anlagen hinzu, wird eine MMS draus.</p>
<h3>Mail</h3>
<p>Mail ist sehr schnell und mächtig. Es hatte sofort alle Kontendaten von meinem MacBook übernommen und kommt wunderbar mit meinem Googlemail-Konto klar. Informationen wie der Ungelesen-Status werden angesagt, das Verfassen und Versenden sieht dem Verfassen von SMS ähnlich. Filter gibt es keine, da sollte man das GoogleMail-Interface im Web bemühen und die Filterung dort vornehmen lassen.</p>
<h3>Safari</h3>
<p>Dies ist der erste Browser, der mit Sprachausgabe auf einem handy zugänglich ist, bei dem ich nicht das Gefühl habe, den Finger an einer wackligen Kiste zu haben, die jeden Moment in einen Abgrund stürzt. Seiten wie die des <a href="http://www.abendblatt.de/">Hamburger Abendblatts</a>, die auf sämtlichen von mir ausprobierten Nokia-Handies immer für eine hoffnungslose Überforderung gesorgt hat, öffnet sich mit Safari auf dem iPhone problemlos und sehr schnell. Dank der Rotoreinstellungen für verschiedene HTML-Elemente ist das Navigieren sehr flexibel und funktioniert zuverlässig und zügig. Lesezeichen, Suchfunktion und sogar mehrere Tabs komplettieren den Funktionsumfang.</p>
<p>Da Safari mit modernen JavaScript-Dialekten umgehen kann, ist es eine sehr sichere Umgebung, um auch Web-2.0-Anwendungen gut nutzen zu können, wenn man unterwegs ist.</p>
<h3>Kalender</h3>
<p>Der Kalender ist komplett zugänglich und funktioniert sogar noch besser als iCal auf dem Mac. Erinnerungen, Geburtstage o. ä. sind im handumdrehen eingetragen.</p>
<p>Auch die Ansage bei Durchgehen der Daten, ob Termine vorhanden sind, klappt zuverlässig. Es werden alle Ansichten unterstützt.</p>
<h3>Kamera und Fotos</h3>
<p>Auch diese sind mit VoiceOver gut bedienbar. Wenn man also ein Gefühl dafür hat, wo die Kamera hin zeigt, kann man auch als Blinder hiermit Fotos machen. Sehr positiv fiel mir auf, dass es zwischen der Kamera und VoiceOver keine Konflikte gibt, wie ich sie leider von diversen Nokia-Handys und Talks her kenne. Man muss VoiceOver nicht zum Aufnehmen eines Fotos oder Videos ausschalten.</p>
<p>Das einzige, was ich in diesem Bereich noch nicht probiert habe, ist das Schneiden von Videos. Sobald ich dies mal getan habe, werde ich diesen Absatz aktualisieren.</p>
<h3>Youtube, Karten, Aktien</h3>
<p>Diese kleinen Anwendungen sind Interfaces zu verschiedenen Diensten wie eben Youtube, Yahoo! Finance und Google Maps. In Karten gibt es einige Möglichkeiten auch für blinde Anwender, zumindest ungefähre Richtungsangaben zu erhalten oder Verkehrsverbundsinformationen nachzuschlagen. Karten ist nicht als Ersatz für ein GPS gedacht und erfüllt auch nicht diese Funktionen, auch nicht für Sehende.</p>
<h3>Notizen, Sprachmemos</h3>
<p>Zwei sehr schöne kleine Helferlein, die zur Aufnahme von Sprachnotizen oder zum Niederschreiben von Informationen dienen und beide natürlich zugänglich sind. Die Notizen können ebenfalls auch abgeglichen werden, wenn man Mac OS X 10.5.7 oder höher einsetzt.</p>
<h3>Uhr</h3>
<p>Die Uhr ist ein kleines Wunderwerk. Sie bietet nicht nur die obligatorische Weckfunktion, sondern auch eine Weltuhr mit einstellbaren Orten. Da ich viel mit Kollegen aus sowohl Mountain View, Kalifornien (nähe San Francisco) als auch Aucland, Neuseeland, zusammenarbeite, habe ich mir eingestellt, dass mir diese beiden lokalen Zeiten ganz prominent angezeigt werden. So weiß ich jederzeit, ob meine Kollegen wach sind oder schlafen. Gerade bei Neuseeland auf der Südhalbkugel und verschobenen Sommer- und Winterzeiten ist es immer recht aufwendig, die Zeitverschiebungen zu errechnen, und daher bin ich über dieses Helferlein sehr dankbar.</p>
<p>Eine Stoppuhr und eine Timer-/Countdown-Funktion vervollständigen den Funktionsumfang.</p>
<h3>Wetter</h3>
<p>Eine kleine, aber nützliche, Anwendung, die sich mit Yahoo! Wetter verbindet und aktuelle Wetterdaten abruft. Ich habe mir Hamburg als Standardort eingestellt, es können aber jede Menge weiterer Orte hinzugefügt werden. Diese Anwendung habe ich auch im Ohrfunk-Podcast während meines <a href="http://ohrfunk-kompakt.podspot.de/post/iphone-in-der-praxis-int-mit-marco-zehe/">Interviews</a> demonstriert.</p>
<h3>Der Kompass</h3>
<p>Eine Funktion, die ich so auf noch keinem handy gesehen habe, ist ein Kompass, und dieser funktioniert auch ganz prima! Gerade wenn man mal irgendwo unterwegs ist, z. B. im Wald, kann es sehr nützlich sein, die genaue Himmelsrichtung zu wissen, in die man gerade läuft.</p>
<h3>Anwendungen aus dem App Store</h3>
<p>Ein Modell, das sol angsam Schule macht, ist das Vertreiben von Software von Drittherstellern über eine zentrale Sammelstelle, in diesem Fall dem App Store von Apple. Nokia und Google kopieren diesen Ansatz derzeit, weil über 65000 Anwendungen und weit über 1.000.000.000 Downloads nicht ganz falsch sein können. <img src='http://www.zehe-edv.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' />  Sowohl das Kaufen von Musik als auch das Kaufen oder Herunterladen kostenloser Software ist sowohl über das iPhone direkt als auch über iTunes auf Mac oder PC möglich. Das iPhone bietet eine sehr schöne Oberfläche für diese Tätigkeiten, die schnörkellos die wichtigsten Daten präsentiert.</p>
<p>Apple haben angekündigt, mit Entwicklern von iPhone-Anwendungen zusammenarbeiten zu wollen, um sicherzustellen, dass neue oder aktualisierte Anwendungen auch mit VoiceOver bedienbar sind. Der <a href="http://developer.apple.com/iPhone/library/documentation/UserExperience/Conceptual/iPhoneAccessibility/Accessibility_on_iPhone/Accessibility_on_iPhone.html">Accessibility Programming Guide for iPhone OS</a> ist eine gute Einstiegsseite für Entwickler, deren Anwendungen nicht oder nur teilweise zugänglich sind.</p>
<p>Ich habe mal ein paar Anwendungen getestet und unterschiedliche Ergebnisse bekommen, bin alles in allem aber positiv überrascht, wie viel mit dieser ersten Version von VoiceOver und diversen zufällig gewählten Anwendungen schon geht! Eine viel ausführlichere <a href="http://www.lioncourt.com/voiceover-compatible-iphone-applications/">Liste von Anwendungen</a>, die Anwender weltweit auf die Funktionalität mit VoiceOver hin getestet haben, wird von Communitymitgliedern aus Kanada gepflegt (englisch).</p>
<h4>Twitter</h4>
<p>Diejenigen, die <a href="http://twitter.com/MarcoZehe">mir auf Twitter folgen</a>, werden bemerkt haben, dass ich auch vom iPhone aus getwittert habe. Ich habe sowohl <a href="http://www.stone.com/Twittelator/index.html">Twittelator Pro</a> als auch <a href="http://code.google.com/p/tweetero/">Tweetero</a> ausprobiert und komme mit beiden gut klar. Twittelator hat deutlich mehr Funktionen, aber auch zur Zeit noch einige Probleme mit Tasten, die von VoiceOver zwar als solche angesagt werden, denen aber die Beschriftungen fehlen. Andrew Stone, der Autor, hat inzwischen über Twitter verlauten lassen, dass er sich über das Feedback gefreut hat, das er aus der Blindenszene bekommen hat und an dem Zustand was ändern möchte. Wir dürfen also aufs nächste Update gespannt sein!</p>
<p>Der Funktionsumfang beider Programme geht deutlich über das hinaus, was z. B. Jibjib auf dem N82 bietet, und es geht flotter von der Hand als über die Twitter-Webseiten zu navigieren. Auch die mobilen Twitter-Seiten sind im Funktionsumfang eingeschränkt, so dass eine native Anwendung für Twitter auf dem iPhone der Produktivität definitiv gut tut.</p>
<h4>Facebook</h4>
<p>Die Facebook-Anwendung fürs iPhone funktioniert besser als viele Funktionen mit einem Screen Reader auf PC oder Mac. Die Anwendung ist in ihrem Funktionsumfang eingeschränkt, die Funktionen, die drin sind, funktionieren dafür aber prima! Man kann Facebook nur ermutigen, den Weg weiter zu gehen und auch in Zukunft gute und nützliche Funktionen einzubauen.</p>
<h4>Radioprogramme</h4>
<p>Ich habe sowohl die Anwendung für die Radioprogramme des norddeutschen Rundfunks als auch des Hamburger Lokalsenders Oldie95 getestet. Beide haben Barrierefreiheitsprobleme in Form von nicht beschrifteten Tasten oder Elementen, die sich mit VoiceOver nicht bedienen lassen. Während die Firma, die für Oldie95 diese Anwendung programmiert, auf meine Anmerkungen und Vorschläge innerhalb einer Stunde reagierte und Besserung beim nächsten Update in Aussicht stellte, hat sich der NDR bis heute nicht gerührt, nicht mal geschrieben, dass sie meine Anmerkungen überhaupt erhalten haben.</p>
<h4>AroundMe</h4>
<p>Eine kleine nützliche Anwendung für das iPhone ist <a href="http://www.tweakersoft.com/mobile/aroundme.html">AroundMe</a>, die anhand aktueller GPS-Daten Points Of Interest aus der Umgebung findet. Wenn man also irgendwo fremd ist und ein Restaurant, eine Bank o. ä. sucht, ist dieses Programm ein sehr nützlicher Helfer.</p>
<h4>Mobile Butler</h4>
<p><a href="http://mobilebutler.drahtlosunterwegs.de/">Mobile Butler</a> ist eine Anwendung, mit der nicht nur aktuelle Daten zum Mobilfunkvertrag wie verbrauchte Minuten und Volumen abgerufen, sondern ausgehend vom aktuellen Standort auch der nächst gelegene T-Mobile-WLAN-Hotspot gefunden werden kann. Leider hat dieses nützliche Tool noch diverse Probleme bei der Barrierefreiheit. ich habe den Autoren Holger Frank darüber informiert. Ich erhielt als Antwort, dass er sich darum kümmern möchte, jedoch warten muss, bis eine genügend große Sättigung mit iPhone OS 3.0 im Markt vorhanden ist, da die nötigen Änderungen die Kompatibilität mit iPhone OS 2.x nicht mehr gewährleisten würden. Ich versuche zur Zeit herauszufinden, ob es einen Workaround gibt, mit dem beides möglich ist. Wenn jemand eine Idee hat, bitte melden! <img src='http://www.zehe-edv.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<h4>heise.de</h4>
<p>Diese Anwendung für die Online-Angebote des Heise Zeitschriftenverlages funktioniert in vielen Teilen schon ganz gut, es gibt auch hier jedoch einige nicht beschriftete Tasten und evtl. andere nicht zugängliche Elemente. Auf mein Forumposting hat sich der Autor umgehend bei mir gemeldet, und wir werden jetzt mal gucken, dass das besser wird. <img src='http://www.zehe-edv.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<h3>Fazit</h3>
<p>Es ist, wie geschrieben, schon erstaunlich, was alles schon ohne weiteres Zutun möglich ist! Apple haben ihr Versprechen definitiv gehalten, dass sämtliche mit dem iPhone ausgelieferte Anwendungen mit VoiceOver kompatibel sind. Bei diversen anderen Anwendungen scheint es auch keine Probleme zu geben, einige Anwendungen, die ich selbst getestet haben, waren auch problemlos bedienbar, andere haben hier und da noch ein paar Haken und Ösen.</p>
<p>Alles in allem bereue ich den Kauf des iPhone 3G S überhaupt nicht. Es ist ein Mainstream-Handy mit eingebautem, vollwertigem, Screen Reader, basierend auf modernen Programmierschnittstellen, die bei korrekter Implementierung keinen Zweifel an der Richtigkeit der Informationen aufkommen lassen. Die Stimmen sind klar und verständlich, die Reaktionsgeschwindigkeit enorm hoch.</p>
<p>Es wäre wünschenswert, wenn Funktionen wie das Markieren von Text und anschließendes Copy &#038; Paste auch bald mit VoiceOver funktionieren werden! Und mit &#8220;bald&#8221; hoffe ich mal darauf, dass wir nicht bis zur dritten Vollversion nach VoiceOver-Start warten müssen, wie das bei den Sehenden der Fall war.</p>
<p>Auch hoffe ich, dass eine Funktion bald kommt, mit der VoiceOver einfacher vom iPhone aus aus- und vor allem eingeschaltet werden kann. <a href="http://techtribenews.wordpress.com/2009/07/18/iphone-3-1-adds-accessibility-features-similar-to-nano/">Gerüchten</a> zu Folge soll dies mit dreimaligem Tippen auf die Home-Taste bewerkstelligt werden.</p>
<p>Die große Frage, die sich manche(r) stellt, lautet mit Sicherheit: &#8220;Ist das iPhone was für mich?&#8221; Darauf gibt es keine eindeutige Antwort. Denn nicht jeder wird mit den Anforderungen, einen Touchscreen zu bedienen, klar kommen. Ähnlich wie auch nicht jedes Blindenhilfsmittel für jeden Blinden gleichermaßen geeignet ist (z. B. fühlbare Armbanduhren versus sprechende), ist auch das iPhone ein Gerät, das nicht jeder (übrigens auch nicht jeder Sehende) bedienen kann. Das beste ist: Ab zum Apple-Händler des Vertrauens, den Verkäufer bitten, VoiceOver über Einstellungen/Allgemein/Bedienungshilfen einzuschalten und selbst ausprobieren. Über dieselbe Einstellung wird es auch rückstandsfrei wieder ausgeschaltet. So kann man sich in Ruhe ein erstes Bild machen, ähnlich wie ich dies getan habe.</p>
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		<title>Erstes Anfühlen von VoiceOver auf dem iPhone</title>
		<link>http://www.zehe-edv.de/2009/06/22/erstes-anfuhlen-von-voiceover-auf-dem-iphone/</link>
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		<pubDate>Mon, 22 Jun 2009 15:48:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marco</dc:creator>
				<category><![CDATA[Apple]]></category>
		<category><![CDATA[Zugänglichkeit]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute Vormittag war ich bei Gravis in der Hamburger Innenstadt, um mir das am Freitag vergangener Woche erschienene iPhone 3G S anzuschauen. Das 3G S ist das erste iPhone von Apple, welches mit einem Screen Reader ausgestattet ist (die deutsche &#8230; <a href="http://www.zehe-edv.de/2009/06/22/erstes-anfuhlen-von-voiceover-auf-dem-iphone/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute Vormittag war ich bei Gravis in der Hamburger Innenstadt, um mir das am Freitag vergangener Woche erschienene iPhone 3G S anzuschauen. Das 3G S ist das erste iPhone von Apple, welches mit einem <a href="http://www.apple.com/accessibility/iphone/vision.html">Screen Reader</a> ausgestattet ist (die deutsche Seite spiegelt diese Info leider noch nicht wider).</p>
<p>Da Touchscreens bisher ja für Blinde eine unüberwindliche Barriere darstellten, war ich sehr gespannt. Nicht nur, dass es keine oder kaum taktile Orientierungspunkte geben würde, die Angst, etwas falsch zu machen oder auszulösen, was man gar nicht will, war schon vorhanden. Ich habe mal einen Alarm in einem Fahrstuhl ausgelöst, dessen Tasten nur durch Berührung sofort auslösten. Und ich habe natürlich den Alarmknopf getroffen. <img src='http://www.zehe-edv.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Als ich bei Gravis ankam, wurde ich nach kurzer Frage sofort zum iPhone-Stand geführt. Ich hatte vorab per E-Mail mit dem Geschäft abgesprochen, dass ich mir das 3G S ausführlich anfühlen dürfe. Einer der beiden anwesenden Verkäufer wusste auch prompt, wie VoiceOver einzuschalten ist. Dies steht in der ganz normalen Anleitung für das iPhone gleichberechtigt neben allen anderen Funktionen, man muss es nicht sonstwo gesondert suchen. Im Gegensatz zur Accessibility-Seite ist die Anleitung sogar schon auf deutsch verfügbar und auf dem aktuellen Stand.</p>
<p>Als VoiceOver startete, begrüßte mich eine altbekannte Stimme: Yannick von den RealSpeak-Stimmen von Nuance. Die Stimme kam klar und deutlich aus dem eingebauten Lautsprecher des iPhone. Die Lautstärke lässt sich gut raufregeln, so dass man selbst in lauten Umgebungen gut verstehen kann. Leider waren die Umgebungsgeräusche jedoch so zahlreich, dass eine von mir ursprünglich geplante Aufnahme meines Tests nicht zustande kam.</p>
<p>Nachdem VoiceOver lief und eie Gesten sich veränderten, kam die Verkäuferin damit nicht mehr ganz so gut klar. <img src='http://www.zehe-edv.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' />  So übernahm ich das Handy und startete mit dem linken Zeigefinger (meinem Lesefinger für Punktschrift) eine Fahrt über den Bildschirm. VoiceOver kam sofort mit relevanten Infos daher, in einer sehr schnellen Reaktionszeit. Diese schlägt sogar die Reaktionszeiten meines N82 auf Tastendrücke um Längen. Und noch etwas wurde mir sofort klar: Ich bekam hier ein glasklares Gefühl dafür, wie der Bildschirm aufgebaut ist. Ich wusste ziemlich schnell, dass auf dem Home-Bildschirm das Symbol für Nachrichten ganz links oben unterhalb der Statusanzeige für die Akkulaufzeit, Netzstärke usw. angeordnet ist, dass das iPod-Symbol im rechten unteren Quadranten liegt usw. Man muss also nicht die erforschenden VoiceOver-Kommandos bemühen, sondern geht zielstrebig mit dem Finger in die Richtung, in der man die relevanten Infos vermutet.</p>
<p>Dies erleichtert natürlich auch ungemein die Kommunikation mit Sehenden: Die Verkäuferin sagte mir in der Telefonapplikation, dass man Kontakte, Zahlentastatur und andere Dinge unten umschaltet. Der Finger wanderte nach unten, und schon hatte ich die einzelnen Auswahlmöglichkeiten unterm Finger und konnte das gewünschte fokussieren und mit einem doppelten Tippen auslösen.</p>
<p>Das Tippen auf der Tastatur oder dem Ziffernblock gestaltete sich auch einfacher als erwartet. Dank eines Tipps von James Craig aus der englischsprachigen VIPhone Google Group, mit einem Finger das gewünschte Zeichen anzusteuern, den Finger dort zu belassen und mit einem anderen Finger derselben oder der anderen hand irgendwo auf dem Bildschirm zu tippen (geteiltes Tippen) gestaltete sich dies schon nach kurzer Eingewöhnung recht flüssig. Klar ist dies wahrscheinlich die größte Umstellung von allen, wenn man von einer Zifferntastatur wie dem N82 kommt. Aber die Tastatur erscheint immer anderselben Stelle, so dass es bald ein leichtes sein dürfte, sich darauf zurechtzufinden und schnell die gewünschten Buchstaben anzusteuern. Außerdem gibt es eine weitere Bedienungshilfe namens Autovervollständigung, die Wörter automatisch komplettiert und so Tipparbeit spart. Diese Funktion arbeitet gut mit VoiceOver zusammen.</p>
<p>Auch andere Gesten ließen sich schnell erlernen. So merkte ich ziemlich schnell, wie ich von links nach rechts streichen musste, um die VoiceOver-Funktion &#8220;nächstes Element lesen&#8221; auszulösen. Auch das Scrollen durch Streichen mit den Fingern nach oben und unten begriff ich schnell. Auch die Bedienung des Rotors, die z. B. die Art der Textnavigation umschaltet (zeichen, wörter) oder im Browser Elemente auswählt, zwischen denen navigiert werden soll (Überschriften, Formulare, Links) ließ sich gut an. Hier kam mir meine Erfahrung mit meinem iPod Nano zu Gute: Die Bewegung mit einem Finger ist dieselbe wie das Navigieren über das Drehrad des iPods, um die Lautstärke zu verändern, durch Alben zu scrollen usw. Sogar der Sound, den das iPhone macht, ist bei dieser Aktion dieselbe wie im Nano. <img src='http://www.zehe-edv.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Dies ist natürlich kein erschöpfender Vergleich. Ich besitze auch leider noch kein iPhone, da mein Vertrag vor kurzem erst verlängert wurde und ich mir noch kein neues Handy subventionieren lassen kann, und in Deutschland gibt&#8217;s das iPhone nur mit Vertrag. Einige Funktionen konnte ich daher bisher auch noch nicht ausprobieren, da die SIM-karte in dem iPhone gesperrt war.</p>
<p>Apple zeigen aber, dass sie inzwischen an vorderster Front in Puncto Accessibility mit dabei sind und sich nicht scheuen, neue Wege zu gehen und Konventionen aufzubrechen. Oder wie schrieb es Mike Calvo von Serotek neulich in einem Blogeintrag? <a href="http://blog.serotek.com/2009/06/why-is-it-that-apple-always-seems-to.html"><span lang="en">Why is it that Apple always seems to get to the future first?</span></a> Sie geben dem iPhone 3G S einen vollwertigen Screen Reader mit, für den man bei Handys mit Symbian oder Windows Mobile-Betriebssystemen mehrere hundert Euro extra zahlen muss, Updatepreise gar nicht mit eingerechnet. Und selbst die im AEGIS-Projekt aktive RIM Ltd arbeitet mit einer Firma zusammen, deren Blackberry-Lösung ein kostenpflichtiger Screen Reader sein wird. Lediglich Google Android scheinen da was ähnliches aufzubauen mit einer kostenlosen Screen-Reader-Lösung. Das, was ich bisher aber gehört habe, kommt bei weitem nicht an das Paket heran, das Apple hier geschnürt hat. Denn nicht nur die Anwendungen, die auf dem iPhone mitgeliefert werden, sondern auch schon diverse Anwendungen des App Store sind zugänglich, und das öffnet natürlich eine ganz große Reihe von Möglichkeiten! Denn auch Entwickler, die ein 3G S haben, können gleich testen, ob ihre Anwendung mit VoiceOver zusammenarbeitet, es ist ja einfach vorhanden.</p>
<p>Wie unschwer zu erkennen ist, bin ich sehr angetan vom iPhone 3G S und hoffe, dass ich in Bälde eines mein Eigen nennen kann, auf welchem Wege auch immer. <img src='http://www.zehe-edv.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
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		<title>Neue Mailingliste für Apple-spezifische Themen der Zugänglichkeit</title>
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		<pubDate>Wed, 24 Dec 2008 08:00:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marco</dc:creator>
				<category><![CDATA[Apple]]></category>
		<category><![CDATA[Zugänglichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Mailingliste]]></category>

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		<description><![CDATA[Da mein Beitrag über die Zugänglichkeit von Mac OS X auch außerhalb des Blogs eine rege Resonanz gefunden hat, habe ich mich entschlossen, eine deutschsprachige Mailingliste einzurichten, die sich mit dem Themenkreis Apple und deren zugängliche Produkte wie Mac OS &#8230; <a href="http://www.zehe-edv.de/2008/12/24/neue-mailingliste-fur-apple-spezifische-themen-der-zuganglichkeit/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Da mein <a href="http://www.zehe-edv.de/2008/11/19/mac-os-x-zuganglichkeit-eine-erfolgsgeschichte/">Beitrag über die Zugänglichkeit von Mac OS X</a> auch außerhalb des Blogs eine rege Resonanz gefunden hat, habe ich mich entschlossen, eine deutschsprachige Mailingliste einzurichten, die sich mit dem Themenkreis Apple und deren zugängliche Produkte wie Mac OS und dessen Anwendungen, den iPod Nano der vierten Generation usw. beschäftigt. Diese Liste soll zum Erfahrungsaustausch zwischen Anwendern dienen, richtet sich aber genauso an diejenigen, die bisher keinen Apple verwenden, sich aber informieren möchten. <a href="http://www.as-2.de/mailman/listinfo/apple-freunde">Hier geht&#8217;s zur Infoseite mit Anmeldemöglichkeit</a>.</p>
<p>Also dann, auf einen fruchtbaren Austausch!</p>
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