Das zugängliche iPhone 3G S – ein Erfahrungsbericht

Nachdem ich kurz nach dessen Erscheinen das iPhone 3G S in einer Gravis-Filiale in Hamburg kurz testen durfte, habe ich seit dem 04.07. mein eigenes iPhone 3G S, und genau einen Monat später ist es nun Zeit für einen ausführlichen Erfahrungsbericht.

Das erste Auspacken und die Inbetriebnahme

Wie alle Apple-Produkte ist auch das iPhone 3G S in einem sehr effizient gestalteten Karton verpackt, in dem neben dem iPhone selbst ein Headset, ein USB-Kabel, das sowohl zum Laden als auch zur Synchronisation dient, ein externes USB-Netzteil mit europäischem Stecker und eine Kurzanleitung Platz finden.

Eine sehr angenehme Eigenschaft ist, dass dieses externe Netzteil genau dieselben Steckverbindungen für die Steckdose hat wie das Netzteil meines MacBooks. Ich kann also meine Stecker für die USA, Großbritanien und andere Systeme ohne Probleme auch für das externe iPhone-Netzteil verwenden, sollte das Notebook zum Laden mal nicht zur Verfügung stehen.

Beim ersten Anschließen ans Notebook meldet iTunes sofort die Verfügbarkeit des iPhones, und ein Assistent wird gestartet, der durch die verschiedenen Schritte der Aktivierung führt. Dieser Prozess ist mit dem des iPod Nano, den ich schon vorher hatte, quasi identisch. Ich selbst habe mit dem iTunes für Mac OS X synchronisiert, es geht aber mit JAWS 10 oder Window-Eyes 7 auch unter Windows ganz prima, habe ich mir berichten lassen.

Von Apple eigentlich angekündigt, wurde bei mir VoiceOver jedoch nicht automatisch auf dem iPhone gestartet. Ich musste in den iPhone-Einstellungen unter “Bedienungshilfen konfigurieren” VoiceOver manuell aktivieren. Dann begann es aber sofort zu sprechen und wies mich darauf hin, dass die SIM-Karte zur Zeit gesperrt sei und dass ich sie entsperren, also die PIN eingeben könne.

Es empfiehlt sich zu diesem Zeitpunkt dringend, mindestens mal einen Blick auf die Liste der Gesten zu werfen, die bei aktiviertem VoiceOver aktiv sind. Ich selbst hatte mich vorher ausführlich über das als PDF zur Verfügung stehenden Handbuches informiert. Tut man dies nicht, läuft man Gefahr, bei den ersten Schritten doch mehr zu stolpern als nötig. Und gerade die Eingabe der PIN ist ja nicht ganz unsensibel, da nur drei Versuche für die richtige Eingabe derselben zur Verfügung stehen, bevor die Karte gesperrt wird und man die PUK usw. bemühen muss.

Ich tippte also doppelt auf die Taste “Entsperren”. Das Ziffernfeld wurde angezeigt, und ich konnte mit dem Finger die einzelnen Elemente ansteuern. Die Eingabe der PIN war dann kein Problem, und kurz darauf hatte ich 5 von 5 möglichen Balken meines T-Mobile-Netzwerkes zur Verfügung.

Es empfiehlt sich weiterhin, möglichst frühzeitig eine WLAN-Verbindung zu seinem AccessPoint einzurichten, es sei denn, man hat sich den Luxus einer mobilen Flatrate geleistet. Das iPhone nimmt als erstes, wenn verfügbar, eine WLAN-Verbindung, bevor es auf UMTS und GPRS zurückgreift.

Die Eingabe gestaltete sich denkbar einfach: Ich ging in die Einstellung, und WLAN war gleich im Eingangsbildschirm als Option verfügbar. Ein Doppeltippen, und ich wurde aufgefordert, das Netz zu wählen, mit dem ich mich verbinden wollte. Da es in der Nachbarschaft mehrere Netze gibt, musste ich tatsächlich eines von mehreren durch doppeltes Tippen auswählen. Die Eingabe des WPA-Schlüssels gestaltete sich dann genauso unproblematisch wie vorher die Eingabe der PIN. Gleich darauf hatte ich Zugriff aufs Internet über meine Festnetzflatrate. Einziger Stolperstein, zumindest für ein paar Sekunden, war die Tatsache, dass die Taste zum Bestätigen des WPA-Schlüssels sich neben der Leertaste befand, also Teil der virtuellen Tastatur war, und nicht ein separates Benutzerinterface-Element wie ein “OK”-Button.

Ein paar Worte zur Handhabung der virtuellen Tastatur

Dies ist wohl der Teil des iPhones, der den größten Lernaufwand erfordert, weil sich die Vorgehensweise so komplett von allem unterscheidet, was man als Nutzer eines Smartphones von z. B. Nokia her kennt: Das iPhone stellt eine komplette Tastatur auf dem Touchscreen dar, aufgeteilt in drei Ebenen: Buchstaben, Ziffern (plus der wichtigsten Satzzeichen) und Symbole. Hierbei ist von Buchstaben lediglich zu Ziffern, aber von Ziffern sowohl zu Symbolen als auch zurück zu Buchstaben umschaltbar. Weiterhin gibt es mehrere Tastaturlayouts. Bei mir war standardmäßig englisch voreingestellt. Neben der Leertaste gibt es aber eine Taste mit der Beschriftung “nächste Tastatur”, mit der sich das Layout dann ganz problemlos auf Deutsch umstellen ließ.

Umlaute sind ein kleiner Spezialfall: Sie sind nicht Bestandteil der Standardtastatur, können aber durch eine Standardgeste zum Vorschein gebracht werden. Will man z. B. ein ü eingeben, tippt man doppelt auf den Buchstaben u und lässt den Finger nach dem zweiten Tippen auf dem Display ruhen. Dies bewirkt, dass als nächstes eine Standardgeste erwartet wird, die nicht von VoiceOver gefiltert wird. Dies entspricht in etwa dem Durchreichen eines Tastaturkommandos an einem herkömmlichen Screen-Reader vorbei. Sobald der Ton für die Aktivierung der Durchreichung ertönt ist, bewegt man den Finger, ohne ihn vom Display zu nehmen, nach links, bis VoiceOver das ü ansagt. Dann hebt man den Finger an. Dies bewirkt das Eingeben des Buchstabens ü ins Eingabefeld. Von jetzt an sind wieder die VoiceOver-Gesten aktiv.

Eingabetechniken gibt es mehrere. Es gibt Leute, die die Zwei-Daumen-Technik verwenden. Ich hingegen halte das iPhone in der rechten Hand und lasse lediglich den Daumen an einer Kante des Displays ruhen. Die Tasten steuere ich mit meinem Lesefinger, dem Zeigefinger der linken Hand, an. Sobald ich den gewünschten Buchstaben gefunden habe, lasse ich den Finger dort liegen und tippe mit dem rechten Daumen auf das Display. Dies bewirkt das sogenannte geteilte Tippen und damit die Eingabe des Buchstabens. Das ist dasselbe wie wenn ich den Buchstaben erst mit einem Finger ausgewählt und dann per Doppeltippen eingegeben hätte.

Am Anfang muss man sich natürlich etwas eingewöhnen, aber ich habe, wie ich schon in meinen ersten Eindrücken schilderte, schnell an Tippgeschwindigkeit gewonnen. Hat man das Gefühl, dass einem die Buchstaben zu dicht nebeneinander liegen, kann man das iPhone auf die Seite ins Querformat drehen und so die Tastatur etwas verbreitern.

Telefonieren

Ich bin, seit ich mein erstes Talks-handy hatte, ein großer Freund gut gepflegter Adressbücher geworden. Als Kind konnte ich mir über 50 Telefonnummern merken. Davon ist heute aber nicht mehr viel übrig, weil ich Telefonnummern inzwischen alle im handy verwalte. Dan eines freien Plugins von Nokia war es mir auch möglich, über Apple’s iSync die Daten von meinem N82 per Mac aufs iPhone zu bekommen, ohne den geringsten Datenverlust. Unter Windows geht das mit Outlook, der PC Suite und iTunes von Apple analog.

Demzufolge war für mich das Telefonieren auch von Anfang an sehr komfortabel: Die Telefonanwendung, die sich auf dem Home-Screen immer unten links befindet, egal welche der Home-Seiten angezeigt wird, hat eine Liste der Kontakte gleich als einen der verfügbaren Tabs im Angebot. Den Kontakt doppelt tippen, und in den Details die gewünschte Telefonnummer doppelt tippen, und schon geht der Anruf los.

Natürlich funktioniert auch das Wählen mit dem Ziffernblock problemlos.

Das Register Favoriten in der Telefonanwendung bietet sogar noch schnelleren Zugriff auf häfugi angerufene Kontakte.

Auch findet man hier die Anruflisten, die man weiter in “alle”, “verpasst”, “eingehend” usw. filtern kann. Ein Doppeltippen startet einen Rückruf.

Schließlich kann man mit dem Register VoiceMail den mobilen Anrufbeantworter anrufen oder, falls verfügbar, die Funktionen von Visual VoiceMail, eine etwas interaktivere Oberfläche für den mobilen AB, nutzen. Ich selbst habe zur Zeit kein Visual VoiceMail zur Verfügung, weiß aber von anderen Anwendern, dass die Elemente alle zugänglich sind.

Eine kleine Schwäche stellte ich fest, als ich mit dem iPhone in einer Schutzhülle telefonierte. Obwohl ich das iPhone eindeutig aufrecht am Ohr hielt, schaltete es zwischendurch immer wieder in den Freisprech-Modus, als wenn ich das Telefon gerade auf den Tisch vor mich gelegt hätte. Es empfiehlt sich also, das iPhone zum Telefonieren immer aus seiner Schutztasche zu nehmen, da diese anscheinend das eine oder andere Signal ans Display sendet und das iPhone zu kleinen Felfunktionen verleitet. Ohne Tasche sind diese Effekte gänzlich verschwunden gewesen.

Nachrichten

Hier werden SMS und MMS gelesen und geschrieben. Die Interaktion ist ähnlich denen anderer Handies, man kann einen Empfänger eingeben oder aus den Kontakten wählen. Einziger Unterschied ist, dass man nicht im Vorwege entscheidet, obman eine SMS oder MMS versendet. Schreibt man nur Text, macht das iPhone automatisch eine SMS, fügt man Anlagen hinzu, wird eine MMS draus.

Mail

Mail ist sehr schnell und mächtig. Es hatte sofort alle Kontendaten von meinem MacBook übernommen und kommt wunderbar mit meinem Googlemail-Konto klar. Informationen wie der Ungelesen-Status werden angesagt, das Verfassen und Versenden sieht dem Verfassen von SMS ähnlich. Filter gibt es keine, da sollte man das GoogleMail-Interface im Web bemühen und die Filterung dort vornehmen lassen.

Safari

Dies ist der erste Browser, der mit Sprachausgabe auf einem handy zugänglich ist, bei dem ich nicht das Gefühl habe, den Finger an einer wackligen Kiste zu haben, die jeden Moment in einen Abgrund stürzt. Seiten wie die des Hamburger Abendblatts, die auf sämtlichen von mir ausprobierten Nokia-Handies immer für eine hoffnungslose Überforderung gesorgt hat, öffnet sich mit Safari auf dem iPhone problemlos und sehr schnell. Dank der Rotoreinstellungen für verschiedene HTML-Elemente ist das Navigieren sehr flexibel und funktioniert zuverlässig und zügig. Lesezeichen, Suchfunktion und sogar mehrere Tabs komplettieren den Funktionsumfang.

Da Safari mit modernen JavaScript-Dialekten umgehen kann, ist es eine sehr sichere Umgebung, um auch Web-2.0-Anwendungen gut nutzen zu können, wenn man unterwegs ist.

Kalender

Der Kalender ist komplett zugänglich und funktioniert sogar noch besser als iCal auf dem Mac. Erinnerungen, Geburtstage o. ä. sind im handumdrehen eingetragen.

Auch die Ansage bei Durchgehen der Daten, ob Termine vorhanden sind, klappt zuverlässig. Es werden alle Ansichten unterstützt.

Kamera und Fotos

Auch diese sind mit VoiceOver gut bedienbar. Wenn man also ein Gefühl dafür hat, wo die Kamera hin zeigt, kann man auch als Blinder hiermit Fotos machen. Sehr positiv fiel mir auf, dass es zwischen der Kamera und VoiceOver keine Konflikte gibt, wie ich sie leider von diversen Nokia-Handys und Talks her kenne. Man muss VoiceOver nicht zum Aufnehmen eines Fotos oder Videos ausschalten.

Das einzige, was ich in diesem Bereich noch nicht probiert habe, ist das Schneiden von Videos. Sobald ich dies mal getan habe, werde ich diesen Absatz aktualisieren.

Youtube, Karten, Aktien

Diese kleinen Anwendungen sind Interfaces zu verschiedenen Diensten wie eben Youtube, Yahoo! Finance und Google Maps. In Karten gibt es einige Möglichkeiten auch für blinde Anwender, zumindest ungefähre Richtungsangaben zu erhalten oder Verkehrsverbundsinformationen nachzuschlagen. Karten ist nicht als Ersatz für ein GPS gedacht und erfüllt auch nicht diese Funktionen, auch nicht für Sehende.

Notizen, Sprachmemos

Zwei sehr schöne kleine Helferlein, die zur Aufnahme von Sprachnotizen oder zum Niederschreiben von Informationen dienen und beide natürlich zugänglich sind. Die Notizen können ebenfalls auch abgeglichen werden, wenn man Mac OS X 10.5.7 oder höher einsetzt.

Uhr

Die Uhr ist ein kleines Wunderwerk. Sie bietet nicht nur die obligatorische Weckfunktion, sondern auch eine Weltuhr mit einstellbaren Orten. Da ich viel mit Kollegen aus sowohl Mountain View, Kalifornien (nähe San Francisco) als auch Aucland, Neuseeland, zusammenarbeite, habe ich mir eingestellt, dass mir diese beiden lokalen Zeiten ganz prominent angezeigt werden. So weiß ich jederzeit, ob meine Kollegen wach sind oder schlafen. Gerade bei Neuseeland auf der Südhalbkugel und verschobenen Sommer- und Winterzeiten ist es immer recht aufwendig, die Zeitverschiebungen zu errechnen, und daher bin ich über dieses Helferlein sehr dankbar.

Eine Stoppuhr und eine Timer-/Countdown-Funktion vervollständigen den Funktionsumfang.

Wetter

Eine kleine, aber nützliche, Anwendung, die sich mit Yahoo! Wetter verbindet und aktuelle Wetterdaten abruft. Ich habe mir Hamburg als Standardort eingestellt, es können aber jede Menge weiterer Orte hinzugefügt werden. Diese Anwendung habe ich auch im Ohrfunk-Podcast während meines Interviews demonstriert.

Der Kompass

Eine Funktion, die ich so auf noch keinem handy gesehen habe, ist ein Kompass, und dieser funktioniert auch ganz prima! Gerade wenn man mal irgendwo unterwegs ist, z. B. im Wald, kann es sehr nützlich sein, die genaue Himmelsrichtung zu wissen, in die man gerade läuft.

Anwendungen aus dem App Store

Ein Modell, das sol angsam Schule macht, ist das Vertreiben von Software von Drittherstellern über eine zentrale Sammelstelle, in diesem Fall dem App Store von Apple. Nokia und Google kopieren diesen Ansatz derzeit, weil über 65000 Anwendungen und weit über 1.000.000.000 Downloads nicht ganz falsch sein können. :) Sowohl das Kaufen von Musik als auch das Kaufen oder Herunterladen kostenloser Software ist sowohl über das iPhone direkt als auch über iTunes auf Mac oder PC möglich. Das iPhone bietet eine sehr schöne Oberfläche für diese Tätigkeiten, die schnörkellos die wichtigsten Daten präsentiert.

Apple haben angekündigt, mit Entwicklern von iPhone-Anwendungen zusammenarbeiten zu wollen, um sicherzustellen, dass neue oder aktualisierte Anwendungen auch mit VoiceOver bedienbar sind. Der Accessibility Programming Guide for iPhone OS ist eine gute Einstiegsseite für Entwickler, deren Anwendungen nicht oder nur teilweise zugänglich sind.

Ich habe mal ein paar Anwendungen getestet und unterschiedliche Ergebnisse bekommen, bin alles in allem aber positiv überrascht, wie viel mit dieser ersten Version von VoiceOver und diversen zufällig gewählten Anwendungen schon geht! Eine viel ausführlichere Liste von Anwendungen, die Anwender weltweit auf die Funktionalität mit VoiceOver hin getestet haben, wird von Communitymitgliedern aus Kanada gepflegt (englisch).

Twitter

Diejenigen, die mir auf Twitter folgen, werden bemerkt haben, dass ich auch vom iPhone aus getwittert habe. Ich habe sowohl Twittelator Pro als auch Tweetero ausprobiert und komme mit beiden gut klar. Twittelator hat deutlich mehr Funktionen, aber auch zur Zeit noch einige Probleme mit Tasten, die von VoiceOver zwar als solche angesagt werden, denen aber die Beschriftungen fehlen. Andrew Stone, der Autor, hat inzwischen über Twitter verlauten lassen, dass er sich über das Feedback gefreut hat, das er aus der Blindenszene bekommen hat und an dem Zustand was ändern möchte. Wir dürfen also aufs nächste Update gespannt sein!

Der Funktionsumfang beider Programme geht deutlich über das hinaus, was z. B. Jibjib auf dem N82 bietet, und es geht flotter von der Hand als über die Twitter-Webseiten zu navigieren. Auch die mobilen Twitter-Seiten sind im Funktionsumfang eingeschränkt, so dass eine native Anwendung für Twitter auf dem iPhone der Produktivität definitiv gut tut.

Facebook

Die Facebook-Anwendung fürs iPhone funktioniert besser als viele Funktionen mit einem Screen Reader auf PC oder Mac. Die Anwendung ist in ihrem Funktionsumfang eingeschränkt, die Funktionen, die drin sind, funktionieren dafür aber prima! Man kann Facebook nur ermutigen, den Weg weiter zu gehen und auch in Zukunft gute und nützliche Funktionen einzubauen.

Radioprogramme

Ich habe sowohl die Anwendung für die Radioprogramme des norddeutschen Rundfunks als auch des Hamburger Lokalsenders Oldie95 getestet. Beide haben Barrierefreiheitsprobleme in Form von nicht beschrifteten Tasten oder Elementen, die sich mit VoiceOver nicht bedienen lassen. Während die Firma, die für Oldie95 diese Anwendung programmiert, auf meine Anmerkungen und Vorschläge innerhalb einer Stunde reagierte und Besserung beim nächsten Update in Aussicht stellte, hat sich der NDR bis heute nicht gerührt, nicht mal geschrieben, dass sie meine Anmerkungen überhaupt erhalten haben.

AroundMe

Eine kleine nützliche Anwendung für das iPhone ist AroundMe, die anhand aktueller GPS-Daten Points Of Interest aus der Umgebung findet. Wenn man also irgendwo fremd ist und ein Restaurant, eine Bank o. ä. sucht, ist dieses Programm ein sehr nützlicher Helfer.

Mobile Butler

Mobile Butler ist eine Anwendung, mit der nicht nur aktuelle Daten zum Mobilfunkvertrag wie verbrauchte Minuten und Volumen abgerufen, sondern ausgehend vom aktuellen Standort auch der nächst gelegene T-Mobile-WLAN-Hotspot gefunden werden kann. Leider hat dieses nützliche Tool noch diverse Probleme bei der Barrierefreiheit. ich habe den Autoren Holger Frank darüber informiert. Ich erhielt als Antwort, dass er sich darum kümmern möchte, jedoch warten muss, bis eine genügend große Sättigung mit iPhone OS 3.0 im Markt vorhanden ist, da die nötigen Änderungen die Kompatibilität mit iPhone OS 2.x nicht mehr gewährleisten würden. Ich versuche zur Zeit herauszufinden, ob es einen Workaround gibt, mit dem beides möglich ist. Wenn jemand eine Idee hat, bitte melden! ;)

heise.de

Diese Anwendung für die Online-Angebote des Heise Zeitschriftenverlages funktioniert in vielen Teilen schon ganz gut, es gibt auch hier jedoch einige nicht beschriftete Tasten und evtl. andere nicht zugängliche Elemente. Auf mein Forumposting hat sich der Autor umgehend bei mir gemeldet, und wir werden jetzt mal gucken, dass das besser wird. ;)

Fazit

Es ist, wie geschrieben, schon erstaunlich, was alles schon ohne weiteres Zutun möglich ist! Apple haben ihr Versprechen definitiv gehalten, dass sämtliche mit dem iPhone ausgelieferte Anwendungen mit VoiceOver kompatibel sind. Bei diversen anderen Anwendungen scheint es auch keine Probleme zu geben, einige Anwendungen, die ich selbst getestet haben, waren auch problemlos bedienbar, andere haben hier und da noch ein paar Haken und Ösen.

Alles in allem bereue ich den Kauf des iPhone 3G S überhaupt nicht. Es ist ein Mainstream-Handy mit eingebautem, vollwertigem, Screen Reader, basierend auf modernen Programmierschnittstellen, die bei korrekter Implementierung keinen Zweifel an der Richtigkeit der Informationen aufkommen lassen. Die Stimmen sind klar und verständlich, die Reaktionsgeschwindigkeit enorm hoch.

Es wäre wünschenswert, wenn Funktionen wie das Markieren von Text und anschließendes Copy & Paste auch bald mit VoiceOver funktionieren werden! Und mit “bald” hoffe ich mal darauf, dass wir nicht bis zur dritten Vollversion nach VoiceOver-Start warten müssen, wie das bei den Sehenden der Fall war.

Auch hoffe ich, dass eine Funktion bald kommt, mit der VoiceOver einfacher vom iPhone aus aus- und vor allem eingeschaltet werden kann. Gerüchten zu Folge soll dies mit dreimaligem Tippen auf die Home-Taste bewerkstelligt werden.

Die große Frage, die sich manche(r) stellt, lautet mit Sicherheit: “Ist das iPhone was für mich?” Darauf gibt es keine eindeutige Antwort. Denn nicht jeder wird mit den Anforderungen, einen Touchscreen zu bedienen, klar kommen. Ähnlich wie auch nicht jedes Blindenhilfsmittel für jeden Blinden gleichermaßen geeignet ist (z. B. fühlbare Armbanduhren versus sprechende), ist auch das iPhone ein Gerät, das nicht jeder (übrigens auch nicht jeder Sehende) bedienen kann. Das beste ist: Ab zum Apple-Händler des Vertrauens, den Verkäufer bitten, VoiceOver über Einstellungen/Allgemein/Bedienungshilfen einzuschalten und selbst ausprobieren. Über dieselbe Einstellung wird es auch rückstandsfrei wieder ausgeschaltet. So kann man sich in Ruhe ein erstes Bild machen, ähnlich wie ich dies getan habe.

Über Marco

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Comments

79 Antworten auf Das zugängliche iPhone 3G S – ein Erfahrungsbericht

  1. Stan Lüder sagt:

    Hallo Marco,

    vielen Dank für den anschaulichen und ausführlichen Bericht, ist noch Eine richtig gute Ergänzung zum Ohrfunk-Interview, welches ich vor kurzem in deren Podcast noch nachhören durfte. Da bekommt man schon Lust drauf, wenn man das so liest. :-)

  2. Muri sagt:

    Hi. Oh man ich sollte dieses Blog meiden. Nur solange, bis ich das iPhone mein eigen nennen kann :-) Das warten ist schon schlimm, aber dann noch sollch positive Berichte zulesen. Schlimm schlimm. :-)

  3. Per sagt:

    Vielen Dank für den guten und sehr ausführlichen Artikel. Da ich auch schon einige Zeit mit dem neuen iPhone herumgespielt habe, kann ich alle Aussagen von Marco bestätigen. Das 3GS ist das erste Mobilgerät, das mir Spaß macht. Als eine Art Trackback hier noch die Information, dass ich diese Seite in einer Heise-Meldung verlinkt habe:
    http://www.heise.de/newsticker/iPhone-3GS-mit-VoiceOver-fuer-blinde-Menschen-nutzbar–/meldung/143092

  4. Classifier sagt:

    Hi,
    bin durch einen Artikel bei Heise hier gelandet. Vorweg: Ich bin Programmierer, kenne mich aber kaum mit “Accessibility” aus.
    Mir ist eines nicht ganz klar… Wie kannst du eine Applikation starten? Wie weisst du, wo du welches Programm findest, auf welchem Home-Screen du bist etc.?

  5. Pingback: iPhone 3GS mit VoiceOver für blinde Menschen nutzbar « Superglide´s Blog …

  6. Marco sagt:

    @Classifier: Programme wiederzufinden ist sehr einfach: Normalerweise bewegen sich die Programmicons auf dem Home-Bildschirm ja nicht von der Stelle. Nachrichten befindet sich also immer links oben in der Ecke unterhalb der Statusleistenobjekte, Wetter nahe der Mitte (von oben gesehen) ganz rechts, und die Angabe, auf welcher Seite ich mich befinde, direkt oberhalb der vier immer vorhandenen Symbole “Telefon”, “Mail”, “Safari” und “iPod”. Installiere ich eine neue Anwendung, ist es lediglich eine Sache des Einprägens, wo auf Seite 2 meines Home-Bildschirms die Anwendung gelandet ist.

  7. Classifier sagt:

    Vielen Dank für die Antwort.
    Ich habe es gerade mal versucht. Meine Trefferquote liegt irgendwo zwischen 10 und 20%… Auswendig lernen liegt mir nicht sonderlich. Ich kann mir auch keine 50 Telefonnummern merken ;-)
    Wobei im VoiceOver-Modus der Name des Programmes ja offenbar vor dem Start noch angesagt wird, was das Orientieren wohl einfacher macht. Da ich nur ein iPhone 3G (ohne S) habe, kann ich es leider nicht testen :-(

  8. Marco sagt:

    @Classifier Wie ich im Eintrag schrieb, verändert VoiceOver die Gesten. Ein einfaches Antippen eines Symbols bewirkt dann lediglich das Sprechen des Elements unterm Finger. Will man es öffnen oder eine Taste o. ä. aktivieren, muss man doppelt auf das Display tippen. Entweder an derselben Stelle, oder irgendwo, das ist egal. Wenn man sich also “vertippt”, ist das nicht wild, weil ein Programm dadurch noch nicht geöffnet wird, wenn VoiceOver aktiv ist.

  9. Pingback: Apples VoiceOver hilft Blinden | Computerkurse

  10. Colin sagt:

    Freut mich sehr zu hören, ich kann wohl noch gut sehen aber mit dem VoiceOver auf Communicatoren hatte ich mich ja auch schon beschäftigt durch meine Seiten http://www.aikon.ch und seit einem Jahr betreibe ich nun apfelkraft.ch, eben eine iPhone Seite und somit erfreulich das Apple auch hier etwas bietet, bei OS X sei das ganze ja noch nicht so toll wie unter Windows, dort allerdings auch nur mit Zusatzsoftware wenn ich das richtig verstanden habe….

  11. Pingback: Blinder Benutzer testen Voice Over und iPhone 3Gs

  12. Pingback: iFUN.de/iPhone :: Alles zum iPhone − Seh-Behinderte & das iPhone: Ein Erfahrungsbericht

  13. Mari sagt:

    Der Kommentar wird gleich freigeschaltet!
    Wirklich klasse! Ich bin mit Kollegen dabei ein Twister-ähnliches Spiel zu programmieren, in dem man die Finger verbiegen muss. Da Scoreloop, der interessanteste Teil der App, meines Wissens nach jedoch nicht barrierefrei ist, weiß ich nicht, ob sich der Aufwand fùr die restlichen Spieleelemente lohnt, zumal ich eine Realisierung in einem solchen Spiel für schwer möglich halte und mich leider mit barrierefreiheit und VoiceOver auf dem iPhone noch nicht beschäftigt habe, auch wenn Bekannte von uns ebenfalls blind sind und diese Funktion also rein theoretisch testen könnten.
    Aber noch etwas anderes zu deiner Arbeit bei Mozilla: Wird die bezahlt, denn Mozilla ist ja eigtl. OpenSource. Und vor allem: Wie viel Zeit investierst du in deinen Job bei Mozilla?

  14. Marco sagt:

    @Mari: Die Arbeit wird bezahlt, aber über die Höhe schweigt der Gentleman. :) Und es handelt sich um eine Vollzeitstelle. Ich bin einfach ein Apple-Fanboy und habe diesen Bericht übers iPhone einfach aus Spaß an der freude, und weil ich meine Erfahrungen mit anderen teilen möchte, geschrieben.

    Zu dem Spiel: Schaut mal in den Accessibility Programming Guide rein, den ich im Artikel verlinkt habe. Dass ein Element zur Zeit nicht zugänglich ist, heißt ja nicht, dass es nicht doch Mittel und Wege gibt, es zugänglich zu machen.

  15. Mari sagt:

    Danke für die schnelle Antwort! Natürlich ging es mir eher darum zu wissen, ob du nur 1€ pro Jahr (nach Steve-Vorbild versteht sich) oder normal verdienst, da mir Mozillas Finanzierungsmöglichkeiten nicht ganz klar waren. Ich werde den Kollegen natürlich den Vorschlag unterbreiten, noch ist das Projekt ja bei weitem noch nicht abgeschlossen…

  16. Pingback: Das iPhone 3GS für blinde Menschen » sw4

  17. Martin Weber sagt:

    Hallo Marco,

    sehr interessanter Erfahrungsbericht.
    Was mir als Sehender aber noch immer nicht ganz klar ist: Wie geht die Bedienung des iPhones grundsätzlich von Statten?

    ich stelle mir das ziemlich schwierig vor, weil der Touchscreen ja weder “feste” Bedienelemente noch ein haptisches Feedback hat. Wenn du ein normales Handy mit fest angeordneten Tasten hast, kannst du ja abschätzen, worauf du drückst.

    Aber wie funktioniert das beim iPhone? Wie weißt du bspw. bei der virtuellen Tastatur, auf welche Buchstaben du drückst und ob du sie getroffen hast? Wird jeder Buchstabe nochmals vorgelesen?

    Oder die Navigation im Web mit Safari: Wird dir dort dann der komplette Text der Website vorgelesen? Woher weißt du dann, an welcher Stelle auf dem Bildschirm sich die Links befinden? Bei einem Handy mit Tastenbedienung kannst du ja die Links einzeln durchspringen; das geht ja auf dem Touchscreen nicht ohne weiteres.

    Gruß, Martin

  18. Marco sagt:

    @Martin: Das iPhone ist ja kein endloser Raum, sondern hat vier definierte Kanten, an denen man sich orientieren kann. Wie ich schon schrieb, verändert VoiceOver ja das Verhalten beim Tippen auf den Touchscreen etwas. Ein einfaches Tippen sagt lediglich an, worauf der Finger gerade ruht. Und wenn man seine Symbole nicht ständig verschiebt, was bei eingeschaltetem VoiceOver unbewusst nicht möglich ist, so befinden sich die Elemente wie auch z. B. die Tastatur immer an derselben Stelle auf dem Display. Erst ein Doppeltippen auf ein zuvor durch einen einfachen Tipp ausgewähltes Element aktiviert es (äquivalent zu dem Antippen eines Elements bei ausgeschaltetem VoiceOver). Es ist also einfach eine Frage des Trainings und der Erinnerung, sich zu merken, wo die Elemente liegen. Ähnlich wie man sich merken muss, wo auf einem anderen Handy die Tasten liegen.

  19. Holger Klang sagt:

    Toller, ambitionierter Bericht, der mehr Lust auf eine Anschaffung macht.

    Habe jüngst eine Diskussion gelesen wo es um Effizienz beim Arbeiten mit dem iPhone oder einem Nokia ging. Das wurde bis zum TZ ausgereizt und drauf rumgeritten, so als würde jeder Blinde gleichermaßen gut mit dem iPhone klarkommen aber mit einem Nokia effizienter arbeiten können. Von so etwas wird mir einfach nur schlecht.
    Das iPhone hat sicherlich ein Bedienkonzept, an das man unvoreingenommen rangehen muß, ohne ständig Vergleiche zu ziehen (ich mag keine Schwafler, Schwurbler und Bedenkenträger).

    Marco, Dein Artikel drückt die Unvoreingenommenheit, die man braucht, um auch mal was neues zu probieren, toll aus. Das tut “unsserem Personenkreis” ;-) einfach nur gut, danke.

    Gruß
    Holger

  20. Jonas sagt:

    Hallo Marco, Vielen dank für diesen sehr ausführlichen Bericht. Ich bin völlig begeistert. Etwas würde mich jedoch noch interessieren: Kann man sich auch ansagen lassen wer anruft? Bei Talks kann man ja beispielsweise Taste2 drücken um sich den Anrufer ansagen zu lassen. Kann dies Voice Over auch? Gruss Jonas

  21. Marco sagt:

    Hallo Jonas,

    ja, den Anrufer ansagen lassen geht selbstverständlich! :) Das ist eine so selbstverständliche Grundfunktion, dass ich sie glatt vergessen habe zu erwähnen. Ich hätte sie natürlich erwähnt, wenn sie nicht funktioniert hätte. :)

  22. abugida sagt:

    Hallo Marco,

    Der Freisprechmodus sollte sich eigentlich nicht von allein aktivieren, unabhängig von der Stellung des Telefons. Freisprechen ist einer von 6 Buttons, die während eines Telefongespräches in der Mitte des Bildschirms auftauchen und kann vom Anwender jederzeit an- und ausgestellt werden können. Ich muss dazu sagen, dass ich sehend bin und nur das 3G kenne, es kann also im Voice-Over-Modus des 3GS leicht anders sein. Z.B. könnte Freisprechen von Haus aus angestellt sein. Ich bin aber ziemlich sicher, dass du es per Button ausschalten kannst.

    Wenn du sagst, dass es etwas mit der Position des Gerätes sowie mit deiner Tasche zu tun hat, würde ich vermuten, dass es nicht am Beschleunigungssensor liegt, sondern am Annäherungssensor. Dieser ist eine unsichtbare Fläche unter dem Glas links vom oberen Lautsprecherschlitz. Dort ist auch der Lichtsensor, der abhängig vom Umgebungslicht die Helligkeit des Displays regelt. Beide könnten natürlich durch die Tasche beeinträchtigt sein, allerdings habe ich noch nie gehört, dass das bei jeder Tasche zwingend so sei. Vielleicht mal andere Taschen versuchen?

    Gruß Tom

  23. Marco sagt:

    Hallo Tom, danke Dir für Deine Hinweise! Das iPhone 3G S zumindest unterstützt definitiv die automatische Umschaltung von Lautsprecher- in Freisprechmodus und zurück, abhängig von der Lage des Gerätes. Wenn ich telefoniere und halte das iPhone ans Ohr, höre ich meinen Gesprächspartner im Lautsprecher. Lege ich es vor mich auf den Tisch, kommt die Stimme aus dem Lautsprecher unten links neben dem Docking-Anschluss, und das Mikro nimmt meine Stimme auch aus dem Raum auf. Nehme ich das iPhone wieder in die Hand, schaltet es automatisch wieder zurück zum “normalen” Telefonieren.

    Die Sensoren werden definitiv von der Tasche verdeckt: Sie bietet lediglich einen Schlitz, der auf derselben Höhe ist wie der Schlitz im Display des iPhone am oberen Rand, der den Ohrlautsprecher enthält.

    Ich werde dieser Tage definitiv mal andere Taschen ausprobieren.

  24. abugida sagt:

    @Mari:
    Mozilla nimmt im Jahr an die $100 Millionen durch Werbung ein. Google gibt Provisionen für alle Suchen, die über das Google-Suchfeld laufen. Davon zahlen sie einen Stab von knapp 300 Mitarbeitern.

  25. abugida sagt:

    Hallo Marco, Das ist ja interessant, muss ich bei nem Freund mal ausprobieren. Welchen Einfluss haben die Kopfhörer? Wenn du die Kopfhörer eingesteckt hast, werden die beiden Lautsprecher am Gerät immer ausbleiben, oder? Tom

  26. heinz sagt:

    hallo marco, toll was apple da macht. meinst du das voiceover auch für den ipod touch zu erwarten ist? ich habe deinen artikel in der iscb gehört, wo du die bedienung des ipod nano beschrieben hast. aber das hat mich noch nicht so richtig begeistert. zuviel action mit den prompts und so. aber wenn die touchscreen bedienung des iphones auf den ipod touch mit voice-over übertragen würde, hätten wir endlich auch mal nen vernünftigen mp3-player. bei unseren spezialgeräten wie plextalk oder victorreader vermisse ich im audiobereich einen fetten sound. keiner hat nen fernünftigen equalizer. und die tollen teile, die es sonst so auf dem markt gibt, werden immer unbedienbarer. ipod-touch mit voiceover wäre so super, das ich mir ernsthaft überlegen würde, komplett auf apple umzusteigen. was meinst du? könntest du da was in erfahrung bringen?

  27. Marco sagt:

    Hallo Heinz, die bisherigen iPod-Touch-Geräte haben einen zu schwachbrüstigen Prozessor, ähnlich wie das iPhone 3G (ohne S). Wenn VoiceOver also auf einem iPod Touch kommt, dann erst auf einem der nächsten Generation. Mehr weiß ich da aber auch nicht drüber. Und über den Sound, den das iPhone raustut, kann ich mich auch überhaupt nicht beschweren. Einen Equalizer gibt’s ebenfalls.

  28. heinz sagt:

    wie, im iphone ist ein vernünftiger mp3-player? den hat noch niemand erwähnt. ich hab auch die beiträge in der iscb gehört, da wird das iphone ja auch vorgestellt. aber über die zugänglichkeit eines mp3-players hat auch dort niemand ein wort verloren. könntest du dazu vielleicht 2 3 sätzchen schreiben? und wie stehts mit dem eq? können wir den bedienen? wenigstens die presets, falls vorhanden? würde mich brennend interessieren!

  29. Marco sagt:

    Huch! Der iPod ist, dachte ich zumindest, das bekannteste am iPhone. :) Es gibt auch böse Zungen, die behaupten, ein iPhone sei ein iPod Touch, mit dem man auch telefonieren könne. :)

    Und ja, auch dessen Funktionen sind vollständig zugänglich. Werde morgen noch einen Absatz in den ursprünglichen Artikel hierzu einbauen. Hab das irgendwie glatt vergessen! :)

  30. heinz sagt:

    danke marco, das ist nett. ich weiß nämlich nicht viel über den ipod, außer dem, was du in deinem beitrag in der iscb über den ipod nano berichtet hast. und wenn das iphone auch ein ipod touch ist, dann ist das ja genau das, was ich schon lange suche. und durch das voiceover sollte das ja dann auch ohne prompts funktionieren. meine speziellen fragen sind: spricht voiceover titel und ordnernamen? und wie schon gefragt, wie stehts mit der bedienung des equalizers? ich freue mich schon auf deine ergänzung…! gruß, heinz

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  34. scheini sagt:

    Hallo Marco
    Ich bin seit 1985 schwer sehbehindert (juvenile macular degenaration) und arbeite seit 1996 mit Apple, damals OS 7.6.
    Deinen Bericht kann ich nur bestätigen, das neue iphone 3gs ist der absolute “must have” für blinde und sehbehinderte Menschen. Mit zusätzlichen Apps aus dem Store wie z.B. CameraZoom für 0,79 Cent kann ich dieses Telefon auch als Vergrösserungslupe verwenden. Das Programm ScanCam, auch für 0,79 Cent, kann ich kurze Texte via OCR Einscannen und mir mit Voice over dann den Text vorlesen lassen. Das sind nur zwei Beispiele wie günstig so ein Hilfsmittel in der Realität eigentlich ist.
    Mein Anliegen wäre es Entwickler kennen zu lernen, die Interesse an der Realisierung von Hilfreichen Applikationen für das iphone haben.
    Ein grosser Wurf ist ebenfalls Apple mit der VoiceContol gelungen, jedoch kann das nur der Anfang sein. Es wäre sicher kein grosses Problem erweiterte Befehle (wie das öffnen von Programmen oder das versenden einer email) zu entwickeln und anzubieten.
    Wie Du auch schon am Schluss Deines Berichtes erwähnst, ist das ein und ausschalten von VoiceOver noch umständlich, das sollte aber mit 3.1 Geschichte sein.
    Ich Bedanke mich für Deinen Artikel und wünsche allen viel Freude die ein iphone 3gs besitzen.
    liebe grüsse aus Wien – scheini

  35. Stan Lüder sagt:

    @ heinz,

    ich habe das iPhone inzwischen auch. Die iPod-Einstellungen wie der EQ sind bedienbar. Es gibt jede Menge Presets für so gut wie ujede Hörgewohnheit.ö

  36. Heinz sagt:

    vielen dank für eure antworten. ich nehme mal an, das voiceover auch die titel und ordnernamen vorliest, und keine prompts von itune mehr braucht.
    ist ja wirklich ne tolle sache! aber leider ist der spaß noch viel zu teuer. und an einem vertrag bin ich nicht interessiert. leider habe ich auch feststellen müssen, das der accu fest eingebaut ist. das darf bei einem so teuren gerät nicht sein. das ist für mich ein k.o. kriterium. sowas darf! einfach nicht sein… äußerst innovertiv und respektabel bleibt allerdings, das apple “allen” zuerst gezeigt hat, wie man touchscreens für blinde zugänglich macht. damit haben sie einen meilenstein gesetzt.

  37. mattes sagt:

    danke fuer den tollen erfahrungsbericht!!

  38. Pingback: Ein Handy für Blinde – Das iPhone » Der Optikerblog

  39. Michael sagt:

    Hallo!

    Super Artikel. Da jukt es einem direkt im Finger um so ein Teil mal auszuprobieren. Echt hilfreich. Gibt es irgendwo ein MP3 um mal die Sprache zu hören? Ich habe noch ein altes Nokia 6630 mit Talks. Wie ist die Sprache des IPhones denn. Ist die deutsch? Ich kann mir das gar nicht so vorstellen. Meinst du man kann das irgendwo testen? Vielen Dank.

    Gruß

    Micha

  40. Marco sagt:

    @Micha: Das iPhone 3G S kannst Du in jedem Apple Store, Telekom-Shop oder Gravis Store ausprobieren. Und bestimmt auch anderswo, wo es iPhones gibt. Bitte lediglich den Verkäufer, es Dir unter Einstellungen/Allgemein/Bedienungshilfe/VoiceOver einzuschalten. Über denselben Pfad schaltet man es auch wieder aus.
    Wenn Du die Stimme Yannick von den RealSpeak-Stimmen von Nuance (früher ScanSoft) kennst, dann kennst Du auch die deutsche Stimme des iPhone. Ich selbst habe kein MP3 dazu erstellt, es gibt aber bei Ohrfunk Kompakt ein Interview mit mir, wo ich das iPhone auch vorführe. Der Podcast ist oben im Artikel verlinkt.

  41. JÖrg Schmiel sagt:

    Hallo Marko,
    danke für deinen sehr guten erfahrungsbericht. ich habe mir daraufhin bei dem 3GStore in bochum, der vor eingien tagenaufgemaht hat ein iphone 3gs geskauft , daß mit allen sim karten problemlos zu bedienen ist. keinerlei einschränkungen. das macht sinn, denn die flatrate von o2 die auf bisher 200 MB begrenzt war hat zumindest bei tetrieb mit einem Hnady keien begrenzng mehr im umts oder oderen netzen.

    Noch eien kurze aber wichtige anmerkung. es sind keien gerüchte,daß man mit einem dreifachklick auf den home button Voice over abschalten kann. man kann damit noch mehr umß es aber im menü der bedienhilfen ganz unten aktivieren. damit kann man die aktion des 3 fach klick des homebutton einsteleln. man kann damit entweder voice over ein oder ausschalten, schwarz weiß ein oder ausschalten oder nachfragen was gemacht wird, nimmt man die letze funktion wird dann nach eienm 3fachklick nachgefargt welche aktion erfolgen soll. hier kann man dann auch die zoomfunktion auswählen, dann wird natürlich voice over automatisch abgeschaltet, weil beides zusammen nciht geht, aber für sehbehindert benutzer wie mich ist es mamanchmal seher sinnvoll mit der zoomfunktion zu arbeiten, weil es in eingien Programmen notwendig ist. mit eienm dreifach finger doppelklick wird nur die sprache ein uund ausgeschaltetr, aber nicht voice over direkt.

    alles gute ich bin total begeistert von dem iiphone. sehr zu empfehlen übrigens das telefonbuch, wo man schnell telefonnummern suchen kann und diese dann mit einem ttastenkllick gleichin die kontakte übernehemen kann usw. sehr gegelungen. aber auch viele viel andere anwendungen sind recht gut zugänglich.

    gerade für sehbehinderte mit noch sehrest gibt es ncihts besseres auf dem markt. ich kann das nur bestätigen die stsprachausgabe ist sehr gut und schnell

  42. JÖrg Schmiel sagt:

    Hallo Marko ich habe eben herausgefunde, daß Apple zumnindest bei dem aktuelen OS 3,1 schon die Möglichkeit bereit gestellt hat die kopieren ausscheiden Ersetzen Funktion bereitgestellt hat und zwar über die rotorsteuerung . also z.b. in notizen text schreiben, dann über die rotorsterung zeichen, wort oder bearbeten einstellen. hier dann bearbeiten einstellen , dann über schnippen nach unten und oben kann man zwischen auswählen, alles auswählen kopieren ersetzen wählen. das ensprechende auswählen und dann auf toichscreen doppelklicken. also wenn man auf auswählen geht, zeigt das iphone das ausgewähle an, das konnte ich unter dem bildschirmlesegerät sehen, er hat bei mir dan von anfang des wortes bis zm ende markiert. alles das ahbe ich allerdings bisher noch nciht von apple dokumentiert gefunden aber es geht

  43. Pingback: Apple veröffentlicht iPhone-Accessibility-Video « Mac » Freak

  44. Jörg sagt:

    Hallo Marco, Du schreibst, dass iTunes auch mit Jaws 10 funktionieren würde. Diese Aussage kann sich aber nur auf iTunes 8X beziehen. j-Tunes lässt verlauten, dass iTunes 9 ‘not compatible’ zu Jaws sei. Das ist sehr schade, weil der neue 32/64 GB iPod touch (laut Benutzerhandbuch) ‘iTunes 9 oder höher’ benötigt. @all: Funktioniert iTunes 9 mit Jaws 10? Vielen Dank und Grüsse, Jörg

  45. Marco sagt:

    Hallo Jörg,

    es ist richtig, dass jTunes eventuell nicht mit iTunes 9 kompatibel ist (noch nicht). JAWS 10 sollte aber dennoch laufen, ggf. die jTunes Skripte deinstallieren/deaktivieren, bis eine aktualisierte Version erschienen ist.

  46. Pingback: kerstinp (Kerstin Probiesch)

  47. Frank sagt:

    Hallo Marco,

    das hört sich alles wirklich äußerst spannend an und verspricht richtungsweisend für Screenreader-Technologie der Zukunft zu werden. Auch mich packt gerade mitten in der Nacht noch die Begeisterung und anschauen werde ich mir das Wunderding auf jeden Fall mal. Kaufen allerdings eher nicht, denn einerseits ist ein iPhone durch die aktuelle Vermarktungspolitik auch nicht billiger, als ein Standard-Nokia mit Talks/Mobile Speak – außerdem habe ich davon schon eins, dass mich zwar oft mit seinen lahmen Reaktionen nervt, aber insgesamt nnoch recht gut taugt. Andererseits stößt mir die Vermarktungs- und Patentpolitik von Apple immer wieder sauer auf. Ich bin eigentlich ein Verfechter freier Software und ehrlich gesagt wäre mein absoluter Traum, wenn die innovativen Ansätze von Apple demnächst auch in offenen Systemen genutzt werden würden. Oder wenn Apple dies sogar unterstützen würde.

    Gerade Apples Idee, wie man einen Touchscreen bzw. sogar ein Multitouch-Display für blinde Nutzer bedienbar macht, ist für mich das Neue und Faszinierende an Voiceover. Ein richtig großer Wurf wäre doch, gerade Voiceover als fortschrittliches Accessibility-Tool jetzt noch unter eine freie Lizenz zu stellen, ganz im Sinne einer möglichst großen Verbesserung der Zugänglichkeit von möglichst vielen Geräten mit Touchscreen. Wenn das irgendwann Realität wird, mache ich Luftsprünge.

    Man stelle sich nur vor, das von Apple entwickelte Konzept – und das sollte man dann auch wirklich so erwähnen – könnte von engagierten Entwicklern unproblematisch auf andere Systeme übertragen werden. Und damit meine ich nicht nur andere Organizer und Smartphones. Wie oft wird man heute im ganz normalen Alltag mit nichtbedienbaren Terminals und Automaten konfrontiert (die Fahrkartenautomaten der DB, verschiedene Info-Terminals, Bankterminals u. A. der Sparkassen, Paketautomaten der Post etc.), nur, weil überall unbedingt ein Touchscreen rein muss? Wenn Apple jetzt auf ihre Lösung für dieses Problem in der IT-Branche richtig aufmerksam macht und gleichzeitig Konzept und Quellcode unkompliziert zur Verfügung stellt, könnte das die ganze Entwicklung der Zugänglichkeit solcher Systeme revolutionieren. Und ganz nebenbei könnten sie daraus wahrscheinlich auch noch recht gut Profit schöpfen, wenn sie es geschickt anstellen. Sie könnten ihren Wissensvorteil in diesem Bereich z. B. dafür einsetzen, selbst Anpassungen entsprechender Geräte anderer Hersteller in deren Auftrag vorzunehmen oder ihnen Support anzubieten.

    Meinst du, dieses Szenario hätte langfristig eine realistische Chance? Oder verstricke ich mich gerade in all zu positiven Zukunftsvisionen? Wäre gespannt auf deine Meinung dazu und natürlich auch auf die aller anderen, die bis hierher gelesen haben ;-)

    Mit enthusiastischen Grüßen,
    Frank

  48. Frank sagt:

    hallo marco,
    vielleicht kannst du mir ja weiterhelfen?
    ich habe seit drei wochen ein iphone 3gs und glaube das etwas mit dem syncronisieren nicht stimmt. das syncronisieren dauert bei mir mind. 30-45 minuten, es liegt aber nicht am backup denn das ist am schnellsten von allen sachen abgeschlossen. kann es am pc liegen?

    danke im voraus.
    gruß frank

  49. Marco sagt:

    @Frank: Puh, keine Ahnung. Ich synchronisiere mein iPhone mit einem Mac, nicht mit einem PC. Und die Synchronisierung ist in der Regel nach spätestens einer Minute beendet. Vielleicht mal umschichtig alle Elemente, die man synchronisieren kann, abwählen und gucken, welches davon die “Bremse” ist.

    Marco

  50. Frank sagt:

    hallo marco,
    danke für die info. kannst du mir sagen wo ich das “abwählen” finde?

    frank

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